Geschichte der Gemeinde Wutha-Farnroda von der Ersterwähnung seiner Orte bis heute

  • Mosbach wird erstmals urkundlich erwähnt.
    Bis ins 18. Jahrhundert gehörte Kittelsthal zur Gemeinde Mosbach.

  • Kahlenberg wird erstmals urkundlich erwähnt

  • Nach dem Tod Heinrich Raspes, des letzten Thüringer Landgrafen aus dem Hause der Ludowinger, kommt die Region unter die Herrschaft der Wettiner

  • Ersterwähnung der Herren von Farnroda

  • Ersterwähnung von Kirche und Ort Farnroda

  • Eichrodt, Wutha und Burbach werden als Vorwerke der Herrschaft Farnroda erstmals erwähnt.

  • Schönau und Deubach werden erstmals urkundlich erwähnt.

  • erwirbt Burggraf Hartmann zu Kirchberg die Herrschaft Farnroda als "Wettinisch-Lehen". Die "Burggrafen zu Kirchberg, Grafen zu Sayn und Wittgenstein, Herren zu Farnroda ..." nahmen ihren Hauptsitz in Farnroda

  • wird die Reformation in unserer Region eingeführt

  • Die Bauern aus der Region beteiligen sich am Bauernkrieg. Nach dem Scheitern des Bauernaufstandes mussten sie Geld und Vieh als Buße zahlen.

  • Aufgrund mehrfacher Teilungen des wettinisch-ernestinisch Herzogtums Sachsen, zu dem auch der größte Teil der nur noch formal existierenden Landgrafschaft Thüringen gehörte, wird unsere Region auf verschiedene Herzogtümer aufgeteilt. Während Mosbach und die Herrschaft Farnroda mit Eichrodt, Wutha und Burbach zum Herzogtum Sachsen-Eisenach geschlagen werden, gehörten Kahlenberg, Schönau und Deubach fast 350 Jahre lang zum Herzogtum Sachsen-Gotha. In den genannten Orten existierten bis 1799 bzw. bis 1838 Lehnsherrlichkeiten der Herren von Farnroda (Burggrafen zu Kirchberg), der Herren von Wangenheim und der Herren von Ütterodt.

  • ist Hanß Gieß Heimbürger von Moßbach und Kittelsthal. Heimbürger ist zu jener Zeit der von den Bürgern des Ortes gewählte Vorsitzende des Dorfes. In Orten die einer Gutshersschaft unterstehen, verwaltet neben dem Heimbürger ein von der Guthsherrschaft eingesetzter Schulze als Vorsteher der Gemeinde deren Angelegenheiten.

  • Gründung der Schule in Schönau

  • Gründung der Schule in Mosbach

  • Gründung der Schule in Farnroda in der die Kinder der Herrschaft Farnroda also auch aus Eichrodt und Wutha eingeschult werden

  • die Hexenverfolgungen erreichen insbesondere im Herzogtum Gotha ihren traurigen Höhepunkt. Am 20. Juni 1688 wird Dorothea Stegmann aus Deubach aufgrund eines entsprechenden Rechtsgutachten der Universität Jena in Sättelstädt bei lebendigem Leibe verbrannt.

  • vernichtete eine Feuersbrunst 169 Gehöfte des Ortes Mosbach

  • Im Siebenjährigen Krieg plünderten Soldaten des Würzburger Regimentes der "Reichsarmee" Mosbach. Über Einquartierungen von Franzosen und Preußen, sowie über Kämpfe zwischen preußischen und französischen Soldaten wird im Verlaufe des Siebenjährigen Krieges aus Farnroda berichtet. es wird von Übergriffen von französischen Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung berichtet.

  • fällt die Herrschaft Farnroda als "erledigtes Lehen" an den Herzog von Sachsen-Weimar-Eisenach zurück. Schloss und Gut werden in der Folge mehrfach verkauft.

  • Eichrodt war am 17. Oktober 1806 Schauplatz einer der bemerkenswertesten militärischen Aktionen der napoleonischen Kriege. Leutnant Friedrich Hellwig befreite hier mit 55 preußischen Husaren 4000 Soldaten aus französcher Gefangenschaft. Für diese Tat erhielt er die höchste preußische Auszeichnung, den Orden "Pour le mérite" von der preußischen Königin Luise persönlich überreicht.

  • Französische Besatzungszeit: Einquartierungen, Kriegskontributionen, Plünderungen, Gewaltakte der Soldateska, Soldatenaushebungen und andere Kriegslasten belasten die Bevölkerung. Thüringische Soldaten werden gezwungen, in Napoleons Kriege in Pommern, in Tirol, in Spanien und in Russland zu ziehen. Die Mehrzahl dieser jungen Soldaten kommt in diesen Kriegen um.

  • Rückzug Napoleons und seiner Armeen durch unser Gebiet über die Straße Erfurt - Gotha - Eisenach

  • Der Rückzug der Französischen Armee verläuft über Eichrodt

    Gefecht bei Elsterode in anderen Qellen wird das Gefecht auch auch als Gefecht bei Madelungen, oder Gefecht zwischen Eisenach und Madelungen oder bei Neukirchen bezeichnet): Der russischen Generäle Tschernitscheff und General Ilowaisky XII. greifen mit einem Streifcorp von 200 bis 300 Kosaken ein 800 Mann starkes Detachment Kavallerie des Generals Fournier an. 300 Franzosen werden gefangen genommen, der größte Teil getötet.

    Generalfeldmarschall Blücher gibt in Langensalza Befehl die Hörselberge zu besetzen und dem Feind von dort aus Schaden zuzufügen.

  • Die französische Nachhut biwakiert bei Eichrodt

    Die Schlesische Armee rückt über Reichenbach und Großenbehringen nach Großenlupnitz vor. General York nimmt Hauptquatier in Großenlupnitz. Preußische Kavallerieeinheiten erreichen mit Geschützen die Hörselberge und beschießen die Franzosen in und um Eichrodt.

    Französische Scharfschützen beschießen die preußische Artillerie auf den Hörselbergen. Zwischen Großenlupnitz und Eichrodt kommt es zu einem heftigen Infanteriegefecht das bis gegen 9 Uhr abends geführt wird. Auf preußischer Seite sollen rund 5.600 Mann isgesamt in den Gefechten am Hörselberg involviert gewesenen sein. Es wird in von 844 Mann an Toten und Verwundeten gesprochen. Auf französischer Seite sollen 13.000 Mann beteiligt gewesen sein. Die Verluste werden auf 2600 Mann geschätzt.

  • Die Franzosen verlassenen beginnend um 2.00 Uhr nachts Eichrodt.

    8.000 Mann der Frazösischen Nachhut unter den Befehl des Generals Lefebre ziehen sich, da der Weg nach Eisenach verlegt war durch das Erbstromtal zurück. Die Preußen rücken ein und verfolgen das französche Corp. Einige Häuser in Eichrodt brennen.

  • Die Landespolizei-Direktion befielt sämtlichen Gemeinden des Eisenacher Landes, die in ihrer Flur liegenden Leichen und Pferdekadaver binnen 24 Stunden in einer Tiefe von 7 bis 8 Schuhen (1,80 m) unter die Erde zu bringen.

  • Aufgrund der vorangegangenen Kriegsereignisse herrscht große Not unter der Bevölkerung der Region. Seuchen, wie Typhus grassieren und fordern Todesopfer.

  • bilden Eichrodt, Wutha, Rehhof und Burbach eine Gemeinde. Sie trägt den Namen Eichrodt.

  • Farnroda benutzt das alte Wappen der Burggrafen zu Kirchberg (Herzschild des heutigen Gemeindewappens Wutha-Farnroda) im Gemeindesiegel

  • Aufhebung der Lehnsherrlichkeiten in Schönau, Deubach und Kahlenberg

  • Der erste Eisenbahnzug der sog. Thüringer Bahn von Halle nach Eisenach fährt durch Schönau, Wutha und Eichrodt. Eröffnung der Bahnstrecke Gotha - Eisenach

  • Wutha bekommt einen eigenen Haltepunkt an der Bahnstrecke.

  • erfolgt der Bau einer massiven Brücke zwischen Schönau und Kahlenberg über die Hörsel.

  • Fertigstellung der Schule in Eichrodt.

  • gründen die Gebrüder Röber die berühmte Landmaschinenfabrik

  • Eröffnung der Bahnstrecke Wutha - Ruhla

  • Bau des Wasserwerkes Farnroda u. a. auch für die Wasserversorgung Eisenachs

  • Verlegung erster Wasserleitungen in Deubach

  • siedelt sich die Fa. Herbacin im Westen der Kahlenberger Gemarkung an.

  • Erster Weltkrieg

    Erster Weltkrieg: Viele Männer aus unserer Region sterben an den Fronten des Krieges

  • Das Deutsche Reich wird eine Republik, die ernestinischen Herzogtümer werden Freistaaten

  • Bildung des Landes Thüringen, es gibt nunmehr keine Staatsgrenze zwischen den Orten der heutigen Gemeinde

  • Gebietsreform in Thüringen: Die Gemeinde Eichrodt wird aufgelöst und (bis auf Burbach) in die nunmehr erstmalig kreisfreie Stadt Eisenach eingegliedert. Burbach wird der Gemeinde Kahlenberg angegliedert. Alle anderen Orte unserer heutigen Gemeinde gehören nunmehr zum Landkreis Eisenach

  • Die Orte unserer Region werden an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen
  • Die Gebietsreform von 1922 wird korrigiert. Die Eingemeindung Eichrodts wird rückgängig gemacht und wird unter dem Namen Gemeinde Wutha wieder selbständig, sie muss jedoch einen großen Teil ihrer Gemarkung an Eisenach abtreten. Die westliche Gemeindegrenze verläuft nun am Hellwigdenkmal vorbei.

  • Bau des Mosbacher Waldschwimmbades

  • Nazizeit

    Auch in unserer Region werden die Gemeindevertretungen „gleichgeschaltet“ und Nazi-Bürgermeister eingesetzt. Zahlreiche Bürger unserer Orte werden währen der Nazizeit verhaftet und werden zeitweilig in sogenannten Konzentrationslagern eingesperrt. Wer offen am Regime Kritik übt, riskiert Leben, und Gesundheit, muss fürchten bedroht, eingesperrt, misshandelt und/oder getötet zu werden. Der beliebte aus München stammende Wuthaer Arzt Dr. Grünbaum und seine Familie werden von den Nazis bedroht, diskriminiert, beraubt. Dr. Grünbaum erhält 1938 Berufsverbot. Am 9. November 1938 zerstören Mitglieder der sogenannten „Schutzabteilung“ (SA) seine medizinischen Gerätschaften.
  • Der ehemalige aus Wolfburg-Unkeroda stammende Thüringische Innminister Karl Hermann zieht nach Wutha

  • Autobahnbau am Hörselberg

     

  • 2. Weltkrieg

    Dr. Grünbaum aus Wutha muss mit seiner Familie wegen seiner jüdischen Religion und Abstammung aus Deutschland flüchten. Die Fluch erfolgt quasi in letzter Minute. Er kann sich in Venezuela eine neue Existenz aufbauen. Seine Tochter kommt bei Pflegeeltern in Schottland unter. Die Produktion vieler Betriebe wird schon vor dem Krieg auf Rüstungsgüter umgestellt. „Fremdarbeiter“ und Kriegsgefangene, die in Fabriken arbeiten, werden in Lagern in Wutha und Kahlenberg untergebracht oder arbeiten bei Bauern. Zahlreiche Lagerbewohner sterben. Fremdarbeiter, die bei den Bauern arbeiten dürfen, geht es in der Regel erheblich besser. Aus der Region sind noch mehr Opfer als im 1. Weltkrieg zu beklagen. Neben den Toten an der Front sterben die Menschen auch bei Luftangriffen auf deutsche Städte und bei Tieffliegerangriffen. Am Ende des Krieges herrscht überall Chaos. Viele Flüchtlinge müssen untergebracht werden.
  • Die Orte unserer heutigen Gemeinde werden durch die amerikanische Armee besetzt.

  • Die amerikanische Besatzung wird durch die russische (sowjetische) Besatzung abgelöst 

  • Sowjetrussische Besatzungszone

                          

    Unter der sowjetischen Besatzungsmacht kommt es zu Deportationen von tatsächlichen und vermeintlichen Nazis, aber auch von anderen politisch missliebigen oder denunzierten Personen. Etliche Bürger, aus den Orten unserer heutigen Gemeinde wurden vermutlich in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht, dass der Besatzungsmacht bis 1952 weitergenutzt wurde. Über ihren weiteren Verbleib ist nichts bekannt. Es muss auch vermutet werden, dass zahlreiche „Fremdarbeiter“ und Kriegsgefangene die währen des Krieges in unserer Region arbeiteten, von den sowjetischen Kommunisten nach dem Krieg interniert und umgebracht wurden.

    Es herrscht Hungersnot. Viele Flüchtlingen und Zwangsumgesiedelte müssen untergebracht werden. Gleise und zahlreiche Betriebe werden demontiert und nach Russland geschafft.

  •  finden die bis 1989 letzten halbwegs freien Kommunalwahlen in unserer Region statt.

    Der Wuthaer Bürger Karl Hermann wird in der Folge Oberbürgermeister von Eisenach.

  • Bodenreform:

    Mangels Großgrundbesitz wird in Mosbach und Farnroda Staatsforst gerodet und Kleinbauern zur Verfügung gestellt.

  • Der Wuthaer Bürger Karl Hermann wird Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen (Thür.)

  •  unsere Region gehört nunmehr zur sogenannten "Deutschen Demokratischen Republik" (DDR), einem sowjetischen Vasallenstaat

  • Deubach wird nach Schönau eingemeindet. Die Gemeinde Kahlenberg lehnt eine Eingemeindung nach Schönau ab.

  • Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit

    In der Region ist organisierter, illegaler Widerstand gegen die Kommunistische Herrschaft nachweisbar. In Mosbach hat sich ein Großteil der Lehrer der von West-Berlin aus agierenden „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ angeschlossen und verteil heimlich Flugblatter. Die Lehrer müssen im August 1952 fliehen, so das Mosbach zu Beginn des Schuljahres 1952/53 im September fast ohne Lehrer ist.

  • Das Land Thüringen wird aufgelöst, unsere Region gehört nunmehr zum Bezirk Erfurt.

     

    Juni 1952: Nach Repressalien verlässt der Rittergutsbesitzer Bertold Anzius erstmals Farnroda in Richtung Westen.

     

    Juli 1952: Bertold Anzius kehrt auf Bitten des Gemeindevertretung Farnroda auf sein Gut zurück, welches er noch bis 1958 bewirtschaftet. Im August 1958 wird er durch die Verhältnisse endgültig aus dem Land getrieben.

  •  Das gemeindefreie Gebiet des Staatforstes Eisenach zwischen Mosbach dem Hangstein, dem Rennsteig, der Weinstraße und den Gemarkungen Eisenach und Wutha werden Mosbach zugeordnet. Das gemeindefreie Gebiet zwischen Mosbach und Farnroda kommt zu Farnroda.

  • Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Um die Gründungen zu vollziehen, wird auf viele Bauern massiver Druck ausgeübt. Schloss und Gut Farnroda werden Grundstock der dortigen LPG. Beginnende Verwahrlosung des Barockschlosses.

  • 6 Häuser in der heutigen Mosbacher Straße werden aus Mosbach aus und nach Wutha eingemeindet.

  • Ausbau und Neutrassierung der Fernverkehrsstraße 88 in der Ortslage Farnroda

     

    Das Waldschwimmbad Mosbach wird modernisiert und erweitert.

     

    teilweiser Abriss des Barockschlosses in Farnroda auf Veranlassung des Rates des Kreises. Auch nach dem Teilabriss hegte der Rat der Gemeinde Farnroda Pläne für einen Wiederaufbau und eine sinnvolle Nutzung. Sie mussten jedoch aus Geldmangel aufgegeben werden.

     

    23. September 1967:  Schließung der Bahnstrecke Wutha – Ruhla

  • der ehemals Farnrodaer Brückenhof einschließlich des Niet- und Nagelwerkes (heute GESIPA) werden nach Thal, die Farnrodaer Häuser, die an Kittelsthal angrenzen, werden nach Kittelsthal ausgemeindet.
  • Gründung des Gemeindeverbandes Wutha. Ihm gehörten die Gemeinden Wutha, Farnroda, Mosbach, Schönau, Kahlenberg, Kälberfeld, Sättelstädt (mit Sondra) und Hastrungsfeld-Burla an.

  • 27. März 1984.

    1. Spatenstich zur Errichtung des Wohnungsbaugebietes Mölmen in den Gemarkungen der Gemeinden Wutha und Farnroda. Da ein großer Mangel an verfügbaren Mietwohnungen herrschte, setzte man staatlicherseits auf große Plattenbausiedlungen. In der Plattenbausiedlung Mölmen von Wutha-Farnroda sollten einmal 9000 Menschen leben. Sie sollte auch die gesamte Fläche des heutigen Eigenheimstandortes „Am Rehberg“ umfassen.

     

    15. Dezember 1984:

    Die Volksvertretungen der Gemeinden Wutha und Farnroda stellen beim Rat des Kreises Eisenach den Antrag auf Zusammenschluss der beiden Gemeinden.

  • 11. September 1985 

    Die Verfolgung des 19jährigen desertierten russischen Unteroffiziers Viktor Wosikow (Zivilberuf: Traktorist aus Kirow) endete in Mosbach tödlich. Der Unteroffizier war 3 Tage zuvor von der russischen Radarstation in Eckartshausen geflüchtet (Dies soll unmittelbar nach einem von der Sowjetarmee durchgefühten russsischen Volklore- und Heimatabend geschehen sein). An der Verfolgung des Deserteurs beteiligten sich neben zahlreichen Einheiten der Sowjetarmee, Einheiten der Schutzpolizei, der Bereitschaftspolizei Erfurt sowie die Spezialeinheit der Kriminalpolizei. Bei Wilhelmsthal wurde ein Hundeführer und sein Suchhund der Deutschen Volkpolizei vom Flüchtenden getötet. Nachdem der Flüchtling in einem Wochenendhaus in Mosbach Lebensmittel gestohlen hatte, kam man wieder auf seine Spur. Mosbach glich einem Heerlager. Aus einem Polizeihubschrauber der Deutschen Volkspolizei wurde der Flüchtende mit Maschinepistolenfeuer beschossen. Ob diese Schüsse tödlich waren, oder ob er sich nach einer Verwundung selbst tötete, ist ungewiss. Gleichzeitig hatten Schützenpanzerwagen der Sowjetarmee, die auf Weg am Schwimmbad Stellung bezogen hatten, wahllos in das anliegende Feld gefeuert. (Anm. d. Verf. – Ich war selbst Augenzeuge).
    Solche Szenen, wie sie sich 1985 in Mosbach abspielten, waren während der russischen Besatzungszeit keine Seltenheit. Sie endeten für die Flüchtenden regelmäßig tödlich.

  • 18. Dezember 1986

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt neben Wettbewerbsprogramm, Volkswirtschaftsplan, Jugendförderplan, Arbeits- und Sitzungsplan sowie Haushaltsplan 1987 auch über den Abschluss eines Kommunalvertrages mit der LPG/P (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft/Pflanzenproduktion) über Fuhr- und Greiferstunden. Die sollte sich auch in den nachfolgend drei Jahren so wiederholen. Der Ablauf der entsprechenden Gemeindevertretersitzungen in Mosbach und Schönau ist ähnlich.

    Erhard Wolf ist zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister der Gemeinde Kahlenberg uns sollte dies auch bis Juni 1990 bleiben.

    Udo Zick ist Bürgermeister in Schönau (ebenfalls bis Juni 1990)

    Brigitte Probst ist Bürgermeisterin in Mosbach.     

  • Bildung der Gemeinde Wutha-Farnroda

    1. Januar 1987:

    Bildung der Gemeinde Wutha-Farnroda. Zum Bürgermeister wird Helmut Heilwagen (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands - SED) bestimmt.

     

    5. Januar 1987: 

    Es fand die erste Sitzung der neuen Volksvertretung von Wutha-Farnroda mit insgesamt 50 Abgeordneten statt. Tagesordnungspunkt 1 hieß Kaderfragen: Der Vorsitzende des Rates des Kreises Eisenach, Genosse Happ, begründete die Einstellung des neuen Bürgermeisters Helmut Heilwagen, den er gleichzeitig der Volksvertretung als Vorsitzenden des Rates der Gemeinde vorschlug. Wie damals üblich, wurde dieser von der Volksvertretung auch einstimmig gewählt. Eine geheime Wahl fand selbstverständlich nicht statt. Danach wurden die anderen Mitglieder des Rates der Gemeinde in offener Abstimmung in einem einzigen gemeinsamen Wahlgang von den Abgeordneten der Gemeindevertretung ebenfalls einstimmig gewählt.

     

    22. Januar 1987: 

    Es fand die erste Sitzung des Rates der Gemeinde Wutha-Farnroda statt. Tagesordnung:
    1. Informationen/ „Organisatorisches“ (Hier wurde lt. Protokoll vom neuen Bürgermeister festgelegt, dass künftig in allen Ratssitzungen zunächst die „aktuell-politischen Lage“ sowie die „Wertung der Stimmungen und Meinungen“ der Bevölkerung durch den Rat beraten werden sollte.)
    2. Auswertung der Bürgermeisterdienstbesprechung [beim Rat des Kreises – Anm. d. Verf.],
    3. Grundsätze zur Durchführung einer einheitlichen sozialistischen Wohnungspolitik in der Gemeinde Wutha-Farnroda 1986 – 1990
    4. Wohnraumvergabeplan 1987
    5. Sonstiges

  • 2. Juni 1988:

    Das Sekretariat der Bezirksleitung Erfurt der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bestätigt das Entwicklungskonzept für das Erbstromtal. Das Konzept sieht unter anderem die Auflösung der Gemeindeverbände Wutha-Farnroda (Gemeinden Wutha-Farnroda, Mosbach, Kahlenberg, Schönau, Kälberfeld, Sättelstädt und Hastrungfeld-Burla) und Ruhla (Stadt Ruhla, Gemeinden Thal, Seebach und Kittelsthal) vor. Die Gemeinden sollte zukünftig Mitgliedsgemeinden des Gemeindeverbandes Erbstromtal werden.

     

    Oktober 1988:

    Der Rat der Gemeinde zieht Bilanz über das zwischen 1984 und 1988 Erreichte:
    1. Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft

    • Übergabe von 1574 Neubauwohnungen
    • Fertigstellung von 14 Eigenheimen
    • Modernisierung von 45 Wohnungen
    • Werterhaltung an 378 Wohnhäusern
    • Errichtung von Wohnheimen für ausländische Arbeitskräfte mit einer Kapazität von ca. 200 Plätzen

    Die Einwohnerzahl in Wutha-Farnroda erhöhte sich von ca. 3000 (1983) auf ca. 7000 Einwohner.

    1. Handel und Versorgung
    • Eröffnung der Eisdiele Klapp
    • Inbetriebnahme Funktionsunterlagerung Obst, Gemüse sowie Fleisch- und Wurstwaren im Neubaugebiet
    • Eröffnung Gaststätte Meiers Bierstube
    • Eröffnung Gaststätte Bergblick
    • Erweiterung der BHG-Verkaufsstelle (BHG = Bäuerliche Handelsgenossenschaft und Einrichtung einer Bankzahlstelle des VdgB (Verband der gegenseitigen Bauernhilfe) [seit 1990 Raiffeisen]
    • Inbetriebnahme der Kaufhalle Mölmen
    • Neugestaltung Fassade Wittgenstein und Fertigstellung Terrassencafe
    • Zur weiteren Verbesserung der Versorgung unserer Bevölkerung ist eine Imbissstube mit 20 Parkplätzen und ein Gaststättenpavillon mit 65 Plätzen im Bau, deren Inbetriebnahme für 1989 geplant ist.

    3. ÖVW (öffentliche Versorgungswirtschaft

    • Inbetriebnahme einer DLB-Annahmestelle in Wutha (DLB = Dienstleistungsbetrieb)
    • Eröffnung Sero-Pavillon (Sero=Sekundärrohstoffe [Altpapier, Altglas, Lumpen, Schrott])
    • Eröffnung Kfz-Reparaturwerkstatt für Trabant
    • Zur Pflege der öffentlichen Flächen wurde ein Teil bestehender Pflegeverträge gekündigt und 56 neue, mit Einzelbürgern und gesellschaftlichen Organisationen und Betrieben abgeschlossen. Dabei wurden 6 Feierabendbrigaden mit zur Zeit 94 Bürgern neu gegründet. Um die Stabilisierung der Entsorgung besonders bei Fäkalie zu gewährleisten, wurden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um 1989 den 1. Bauabschnitt eines Fäkalieabsetzbeckens am Generalsberg in Betrieb nehmen zu können.
    1. Verkehr, Energie und Nachrichten
    • Bildung Garagengemeinschaften Friedhof Wutha, Rich.-Hart.-Str., Mosbacher Str.
    • Erweiterung Garagengemeinschaft Schönauer Str.
    • Bildung Antennengemeinschaft „Mitte“ Farnroda, Sandberghöhe, Seebacher Str.,  Rich.-Hart.-Str., Schönauer Str., Mosbacher Str. und Neubaugebiet
    • Aufstellung von 2 Buswartehäuschen
    • Bildung Interessengemeinschaft zur Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
    • Instandsetzung Straßen, wie Schlaglochausbesserung, Bankettabtragung und Neubau von Teilabschnitten in folgenden Straßen: Weinbergstraße, Seebacher Str., Wiesenstraße, Hauptstr., Feldstraße
    • Aufbau eines Verkehrsgartens in der Karl-Hermann-Oberschule (heute Grundschule)
    • Anlegen eines neuen Übungsplatzes für die GST („Gesellschaft für Sport und Technik“ – war verantwortlich für die vormilitärischen Ausbildung von Jugendlichen und die Werbung von miltärischem Nachwuchs)
    • Ergänzung bzw. Erneuerung von Verkehrsleiteinrichtungen im Ort
    • Rekonstruktion der Bushaltestellen in der Ortslage
    • Neuschaffung Bürgersteig in der Richard-Hartung-Str. (heute: Ruhlaer Straße)
    • Zur Absicherung der vorliegenden Garagenanträge werden weitere Standortgenehmigungsverfahren durchgeführt. Dabei ist vorgesehen, den 1. Komplex am Neubaugebiet mit ca. 200 Garagen den neu zu bildenden Garagengemeinschaften zu übergeben. An die Großantennenanlage im Neubaugebiet wurden die ersten Blöcke zugeschaltet. Für die geplante komplette Zuschaltung des Neubaugebietes 1988 ist spezielle Technik von Großbetrieben, wie STK (Straßen- und Tiefbaukombinat) und WAB (VEB Wasser- und Abwasserbehandlung Erfurt) erforderlich, um Straßenunterquerungen durchzuführen. Für das in der Ortslage Wutha abgeschattete Gebiet ist ein Anschluss an die Großantennenanlage vorgesehen, der in den Folgejahren zu errichten ist. Zur Verbesserung der Telefonversorgung ist durch die Deutsche Post der Neubau einer Vermittlungsstelle vorgesehen. Für den Amtsbereich Wutha sind damit ca. 400 zusätzliche neue Anschlüsse möglich.
    1. Umweltschutz und Wasserwirtschaft
    • Neuverlegung Wasserversorgungsleitung „Auf dem Mölmen“
    • Rekonstruktion Abwasserkanal Mosbacher Str. in 2 Bauabschnitten
    • Gründung Fachgruppe Höhlen- u. Karstforschung
    • Bildung von 2 Naturschutzgebieten in den Hörselbergen
    • Ausbau eines Abwassergrabens am Weinberg
    • Bau eines Abwasserkanals „Gründchen“
    • Schaffung eines neuen Wasserleitungsanschlusses für Rehbergsiedlung und Rehberg
    • Bepflanzung des Umfeldes der Bushaltestellen in der Ortslage
    • Verlegung Abwasserkanal in der Hauptstr.
    • Reko Erbstromwehr
    • Entschlammung Parkteich Wutha und Schlossteich Farnroda (Grundentschlammung  nach ca. 40 Jahren von 4500 m³ Schlamm)
    • Bau Abwasserkanal „Auf dem Mölmen“ (Wohnhaus Jenner, Krug)
    • Zur Verschönerung des Ortes und zur Verbesserung des biologischen Mikroklimas ist vorgesehen, bis zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR 7000 Bäume in unserem Territorium zu pflanzen.

    6.  Kultur- und Erholungswesen

    • Ausbau des Bühnenbereiches im Schlosspark
    • Anpflanzung von Gehölzen im Schlosspark und im Park Wutha
    • Instandhaltung Parkbeleuchtung
    • Bildung von 4 Kleingartenanlagen mit 100 Parzellen (Eichberg, Schindberg, Hörselbergblick, Hucherode)
    • Komplette Ausschilderung der Ortswanderwege
    • Bootsverleih in den Sommermonaten und ständige Bewirtschaftung im Schlosspark
    • Aufstellung von Sitzelementen und Bänken im Schlosspark
    • Neugestaltung Brunnen in der Hauptstraße

    7. Gesundheits- und Sozialwesen

    • Inbetriebnahme Kinderkombination mit 90 Kinderkrippenplätzen im I. Quartal 1986 im Neubaugebiet
    • Schaffung von 3 Arztarbeitsplätzen, davon Eröffnung einer Kinderarztpraxis im Neubaugebiet
    • Die Rentnerbetreuung in der Gemeinde wird wohnbezirksweise organisiert durch die Kommission Gesundheits- und Sozialwesen sowie durch die Volksolidarität. Es finden mehrere Veranstaltungen statt, wie Busfahrten, Weihnachts- und Faschingsfeiern,  Dia-Vorträge, Buchlesungen usw. Des Weiteren werden Jubiläen gewürdigt. Es erfolgt eine regelmäßige gesundheitliche Betreuung  der älteren und hilfsbedürftigen Bürger. Zur stomatologischen Betreuung der Kinder und Jugendlichen wird in einer Neubauschule eine Jugendzahnstation im I./89 eingerichtet. Der 2. Kindergarten im Neubaugebiet mit einer Kapazität von 180 Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen wird im II. Quartal 1989 übergeben. Damit wird eine wesentliche Verbesserung in der Bereitstellung der Kinderkrippenplätzen erreicht. Die volle Bedarfsdeckung ist damit noch nicht gegeben.

    8. Volksbildung, Jugend und Sport

    • Eröffnung Jugendklub Heidekopf
    • Übergabe von 2 POS mit jeweils 24 Räumen und 2 Turnhallen
    • Errichtung von Kinderspielplätzen im Neubaugebiet
    • Einrichtung eines Computerkabinetts
    • Gegenwärtig wird am Ausbau Jugendklub Mölmem mit 105 Plätzen gearbeitet, der im I. Quartal 1989 übergeben wird und nicht nur der Jugend, sondern auch für Veranstaltungen aller Altersgruppen zur Verfügung steht.
    • Gegenwärtig beginnt die Ausbildung von Schülern für einen Fanfarenzug der Gemeinde. In Vorbereitung sind Maßnahmen zur Gründung eines Jugendblasorchesters.
    • Zur Absicherung des Bedarfes an Kindergartenplätzen wird gegenwärtig ein Gebäude der ehemaligen Ferd.-Heitzmann-Oberschule in der Eisenacher Str. 41 zum Kindergarten umgebaut.
    • Die gegenwärtige Übergangslösung der Kindergartengruppen in beiden Neubauschulen wird mit Inbetriebnahme des 2. Kindergartens im Neubaugebiet im II. Quartal 1989 aufgehoben.

     

    Wutha-Farnroda, im Oktober 1988“

  • Jahr der Friedlichen Revolution

    13. April 1989
    Die Gmeindevertretung Kahlenberg beschließt den Austritt der Gemeinde aus dem Gemeindeverband Wutha-Farnroda und Eintritt in den Gemeindeverband Sättelstädt. Als Mitglieder des Rates des Gemeindeverbandes Sättelstädt werden Erhard Wolf und Evelin Blechschmidt delegiert.

     

    7. Mai 1989:

    letzte „Kommunalwahlen“ in der DDR nach kommunistischem Muster; Wahl der örtlichen Volksvertretung und des Kreistages. Für die Volksvertretung Wutha-Farnroda sind 40 Abgeordnete zu wählen, die auf einer Einheitsliste aufgeführt sind. Es können lediglich Namen von der Liste durch den Wähler gestrichen werden. Es besteht zwar das Recht zur geheimen Stimmabgabe. Es wird jedoch erwartet, dass offen und natürlich zustimmend über den Vorschlag der sog. „Nationalen Front“, der neben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) auch die Christlich-Demokratische Union (CDU), die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LPDP), die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und weitere in der DDR zugelassene „Massenorganisationen“ angehören, abgestimmt wird. Bei dieser Wahl nehmen mehr Bürger als sonst von ihrem Recht Gebrauch, die Vorschläge der Nationale Front abzulehnen. Im Herbst der Jahres 1989 wurde nachgewiesen, dass in zahlreichen Städten und Gemeinden die Wahlen gefälscht wurden. In Leipzig kommt es zu ersten Demonstrationen aus Anlass der von der Staatsführung  veranlassten Wahlfälschungen.

    24. Mai 1989:

    Von der Volksvertretung werden Helmut Heilwagen zum Bürgermeister und Vorsitzenden des Rates der Gemeinde Wutha-Farnroda (Beschluss 1-1/89) und die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wutha-Farnroda gewählt (Beschluss 2-1/89):
    Stellv. des Bürgermeisters für Planung           Frank Engel
    Stellv. des Bürgermeisters für Inneres             Heinz Wolf
    Sekretär des Rates                                           Brunhilde Deubner
    M. d. R. für Bau- und Wohnungspolitik         Astrid Wölk
    M. d. R. für Volksbildung, Jugend und Sport            Dieter Hartramph
    M. d. R. für Handel und Versorgung              Erika Schrade
    M. d. R. für ÖVW                                           Ramona Baumbach
    M. d. R. für Kultur und Erholungswesen        Holger Fröbel
    M. d. R. für Gesundheit und Sozialwesen      Karl-Heinz Dießler
    Es wurde offen abgestimmt. Die Abstimmungen erfolgten einstimmig. Bis auf Erika Schrade, Karl-Heinz Dießler und Dieter Hartramph, die zu den Ratssitzungen von ihren Betrieben freigestellt wurden, waren alle anderen Ratsmitglieder gleichzeitig bei der Gemeindeverwaltung angestellt. Die Ratssitzungen fanden i. d. R. werktags nach der Mittagszeit im Arbeitszimmer des Bürgermeister statt.

    Für den noch nicht existierenden Gemeindeverband Erbstromtal werden mit Beschluss 8-1/89 Helmut Heilwagen (Bgm.) und Oswin Walther (Sekretär des Gemeindeverbandes Wutha-Farnroda) als Mitglieder der Rates des Gemeindeverbandes delegiert.

    Sommer 1989

    Die Mosbacher Bürgermeisterin Brigitte Probst tritt aus Gesundheitsgründen zurück. Bis Oktober 1989 für Edith Braun vorübergehend die Amtsgeschäfte

    7. September 1989:

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda beschließt, die Festsitzung der örtlichen Volksvertretung am 6. Oktober 1989, dem Vorabend des 40. Jahrestages der Gründung der DDR, als nichtöffentliche Sitzung mit geladenen Gästen durchzuführen.

     

    September 1989:

    Fluchtwelle aus der DDR, selbst Abgeordnete und Nachfolgekandidaten der örtlichen Volksvertretung der Gemeinde Wutha-Farnroda (Mario Biehl, Holger Fröbel und Karin Sänger) verlassen den „Arbeiter- und Bauern-Staat“

     

    2. Oktober 1989:

    Inbetriebnahme des Wendezugbetriebes vom Bahnhof Wutha zum Bahnhof Eisenach – Am Grieß (neues Automobilwerk). Sämtliche Omnibuslinien fahren nun auch den Bahnhof Wutha an.

     

    9. Oktober 1989:

    Die Demonstration der 70.000 in Leipzig bringt die „Wende“. Auch Menschen aus unserer Region demonstrieren unter der Losung „Wir sind das Volk!“ in Leipzig mit. Die kommunistischen Partei- und Staatsführung der „DDR“ beabsichtigte ursprünglich ein Massaker unter den Demonstranten anzurichten. Polizeieinheiten mit aufmunitionierten Schützenpanzerwagen waren aufgefahren. Armee und Betriebskampfgruppe waren mit Maschinenpistolen und bewaffnet auch mit Panzern und gepanzerten Farzeugen in und um Leipzig herum zusammengezogen. Für die Leipziger Krankenhäuser wurden zusätzliche Blutkonserven bereitgestellt. Aufgrund der Anzahl der Demonstranten, der Unsicherheit, ob man sich auf alle bewaffneten Einheiten verlassen könne (Die Leipziger Bereitschaftspolizei zum Beispiel, bestehend zu größten Teil aus Wehrpflichtigen, konnte in Leipzig nicht mehr eingesetzt werden) und vor allem, weil dieses Mal, anders als 1953, von der Sowjetunion keine Unterstützung bei der Niederschlagung eines Volksaufstandes zu erwarten war, veranlasste die  kommunistische Partei- und Staatsführung, nicht gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen. Nach diesem 9. Oktober 1989 bildeten sich in allen Teilen der DDR Oppositionsgruppen, fanden in fast jeder Kreisstadt jeden Montag nach Feierabend Demonstrationen statt. „Die Revolution nach Feierabend“ ( so Margot Friedrich – Sprecherin des Demokratischen Aufbruch in Eisenach 1989) hatte begonnen.

     

    10. Oktober 1989:

    Im Eisenacher „Werner-Sylten-Haus“ (im Schutz der ev.-luth. Kirche) am Wartenberg findet die erste größere Oppositionsveranstaltung im Kreis Eisenach statt. Es nehmen mehr als 100 Menschen teil. Demokratischer Aufbruch und Neues Forum stellen sich vor (Anm. des Verf. – war selbst Augen- und Ohrenzeuge)

     

    ab Oktober 1989        

    zahlreiche Bürger der Region nehmen an den montäglichen Demonstrationen in Eisenach teil und engagieren sich in der Folge in verschiedenen Oppositionsgruppen und -parteien der Region.

     

    23. Oktober 1989:

    erste Montagsdemonstration in Eisenach

     

    Oktober 1989             

    Manfred Ehmel, der seit dem Sommer 1989 bei der Gemeinde im Mosbacher Schwimmbad beschäftigt war, wird mit Zustimmung des Rates der Gemeinde vom Rat des Kreises zum Mosbacher Bürgermeister bestellt.   

     

    9. November 1989:

    Am Abend werden die Grenzen in Berlin geöffnet. Am Morgen des 10. November gibt es auch an der einzigen Grenzübergangsstelle Wartha (heute: LOMO-Raststätte kein Halten mehr. Kilometerlange Staus auf der Autobahn und an den Tankstellen sind nun für Wochen und Monate an der Tagesordnung. Viele Kinder erscheine am Sonnabend nicht in der Schule, weil sie mit ihren Eltern eine Ausflug in den „Westen“ machen. Fast täglich werden nun neue Grenzübergangsstellen an der hessisch-thüringischen Grenze eingerichtet. Die 5-Kilometer-Sperrzone gibt es nicht mehr. Minen und Selbstschussanlagen werden in den folgenden Monaten geräumt bzw. demontiert. Nach und nach verschwinden die Grenzzäune.

     

    15.November 1989:

    Frank Engel übernimmt als stellvertretender Bürgermeister die Amtgeschäfte des Bürgermeisters von Wutha-Farnroda.

     

    23. November 1989:

    Der Rat der Gemeinde Wutha-Farnroda stellt das Standortgenehmigungsverfahren für eine Kleingartenanlage „An der Winterleite“ in Farnroda ein.

     

    6. Dezember 1989:

    Im Eisenacher Artur-Becker-Klubhaus wird eine Ortsgruppe der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP) gegründet. Der spätere Wutha-Farnrodaer Bürgermeister Torsten Gieß wird Gründungsmitglied.

     

    Dezember 1989:

    Auch in den ehemaligen Blockparteien (CDU, LDPD, DBD) finden seit Oktober erhebliche Veränderungen statt. Die Gegner der Blockpolitik gewinnen immer mehr an Einfluss.

    Auf einer Geheimkonferenz der SED-Parteiführung, in Vorbreitung des SED-Parteitages sprechen Modrow und Gysi ab, den Blick der Bevölkerung in Bezug auf die Auswüchse des DDR-Regimes auf das Ministerium für Staatssicherheit (MfS, StaSi, SSD) und Devisenbeschaffer Schalk-Golodkowski zu lenken. Die SED soll die „Wende“ möglichst unbeschadet überstehen. Ende Dezember benennt sich die SED zunächst in SED-PDS später in PDS („Partei des demokratischen Sozialismus“) um.

     

    Ende Dezember 1989:

    Die Eisenacher Ortsgruppe der SDP ist eine der Ersten, die sich in SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) umbenennen. Der spätere Bürgermeister von Wutha-Farnroda, Ernst Kranz, wird Mitglied der SPD. Im Gebäude des Rates des Kreises Eisenach („Rautenkranz“ heute: Teil der Stadtverwaltung) erhalten die neuen Parteien und Bewegungen (Neues Forum, Demokratischer Aufbruch, SDP/SPD) einen gemeinsamen Büroraum mit Telefon. SED und Blockparteien (CDU, LDPD etc.) behalten weiterhin ihre Gebäude, Büros und hauptamtlichen Mitarbeiter.
     

    Im Kreis Eisenach wird ein „Runder Tisch“ eingerichtet. Ihm gehören neben den im Kreistag vertretenen Parteien und Massenorganisation auch die Vertreter der neuen Parteien und Bewegungen an. Er entscheidet in der Übergangszeit bis zu den Kommunalwahlen am 7. Mai 1990 über alle wichtigen Angelegenheiten des Kreises. Der Kreistag Eisenach richtet eine „Kommission gegen Amtsmissbrauch und Korruption ein“, ihr gehören neben den im Kreistag vertretenen Parteien und Massenorganisation auch je zwei Vertreter der neuen Parteien und Bewegungen an.

  • Auf dem Weg zur Deutschen Einheit

    Selten hat eine Zeit unserer Region soviel Veränderungen gebracht wie die Jahre 1990 bis 1994. Nach der Wiedererlangung der Freiheit im Herbst 1989, der Wirtschaft-, Währungs- und Sozialunion am 1. Juli 1990 und der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes am 3. Oktober 1990 setzen umfassende Veränderung in allen Bereichen des Lebens ein.

     

    Kaum jemand behielt in dieser Zeit seinen ursprünglichen Arbeitsplatz. Ein Großteil der Betriebe in Ruhla und in Eisenach, wo die meisten unserer Bürger arbeiteten, wurde „abgewickelt“, das heißt, die Betriebe wurden aufgelöst. Neue Betriebe entstanden allerorten. Diese waren erheblich produktiver als die alten, benötigen daher aber auch erheblich weniger Arbeitskräfte. Viele Menschen wurden durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) zumindest zeitweise vor dem Los der Arbeitslosigkeit bewahrt. Diese ABM-Kräfte haben viel zur Umgestaltung unserer Gemeinde beigetragen, ich erinnere nur an die Beräumung unseres heutigen Gewerbegebietes „An der B7“. Ohne diese Arbeit würden noch heute Industriebrachen das Ortsbild mitprägen.

     

    Nicht wenige erkannten in der neuen Zeit eine Chance. Sie machten sich beispielsweise selbständig. Ein Großteil dieser 1990 neu entstandenen Betriebe in unserer Gemeinde wirtschaften bis heute erfolgreich.

     

    Für Bürgermeister, Gemeindevertretung und Gemeindeverwaltung galt es in diesen Jahren die neuen Gemeindeaufgaben wahrzunehmen, die Verwaltung umzuorganisieren und vieles, was in den kommunistischen Jahren nicht gemacht werden konnte, nachzuholen. Dazu gehörte, das Ortsbild zu verbessern, die Wasserversorgung zu sichern und eine zeitgemäße Abwasserentsorgung zu schaffen.

     

    Wie war es 1990: Straßen, öffentliche Gebäude und Friedhöfe waren nicht selten in einem erbärmlichen Zustand. Aufgrund der fehlenden Klärung von Haus- und insbesondere Industrieabwässer war der Zustand fast aller fließenden Gewässer in unserer Gemeinde besorgniserregend. Der Erbstrom beispielsweise hatte je nach Produktionsablauf in Ruhla und Seebach eine rote, braune, grüne oder blaue Farbe. Im Kreis Eisenach ging ca. 40% des geförderten Trinkwassers aufgrund des maroden Leitungssystems verloren. Telefon hatten nur wenige. Auch die Stromversorgung musste stabilisiert werden.

     

    Es galt aber auch die postkommunistischen, vereinigungsbedingten Probleme zu lösen. Neue Organisationsformen der Sozial-, Jugend- und Seniorenbetreuung mussten gefunden werden. Die Wärmeversorgung im Wohngebiet Mölmen mit damals ca. 4000 Einwohnern musste sichergestellt werden. Die Müllentsorgung war umzuorganisieren u. v. a. m. Zudem musste die Gemeinde das ihr zustehende Eigentum bei der Treuhandanstalt, die das ehemals volkseigene Vermögen in Auftrage der Bundesrepublik nun verwaltete, und den Ämtern für offene Vermögensfragen beantragen und den Anspruch mühsam nachweisen. Einen kleinen Eindruck von diesen Jahren soll der nachfolgende historische Abriss geben, der keinesfalls vollständig sein kann:

     

    8. Januar 1990         

    Der Rat der Gemeinde Wutha-Farnroda stimmt der Errichtung eines neuen Produktionsstandortes des Volkseigenen Betriebes (VEB) Elektroinstallation Ruhla (ERU) im heutigen Gewerbegebiet „An der Allee“ in Farnroda auf der Grundlage des Entwicklungskonzeptes Erbstromtal unter Auflagen zu. Der Beschluss enthält folgende Auflagen:
    - Die Baumaßnahmen sind mit dem Rates des Kreises, Kreisplankommission abzustimmen

    - Der Betrieb beteiligt sich am Bau der Investitionsmaßnahme „Industriesammelstraße“
    - Der Betrieb schafft die Voraussetzungen, technologische anfallende Abwärme für die Beheizung einer Schwimmhalle abzugeben
    - Die nachgewiesene Unbedenklichkeit seitens der Umweltbelastung ist strikt zu sichern.

     

    Anfang Januar 1990

    Im Gasthaus „Zum Wittgenstein“ gründet sich eine Ortsgruppe des „Demokratischen Aufbruchs“ (DA), Vorsitzende wird Marion Schön.

     

    11. Januar 1990       

    Im Gasthaus „Zum Wittgenstein“ gründet sich die SPD(SDP)-Ortsgruppe Wutha-Farnroda-Mosbach. Erster Sprecher (Vorsitzender) wird Torsten Gieß.

     

    Winter 1990            

    Der Rat der Gemeinde beschließt über zahlreiche Gewerbegenehmigungen in Wutha-Farnroda, bis zum Sommer 1990 sollten es über 50 neue Gewerbeanmeldungen sein, viele dieser neuen Gewerbe, insbesondere Handwerksbetriebe, existieren bis heute.

     

    Februar 1990           

    Auch in der Gemeinde Wutha-Farnroda wird ein „Runder Tisch“ eingerichtet. Auf der ersten Sitzung wird unter anderem über die beabsichtigte Errichtung eines neuen Werkes An der Allee beraten, welches ERU gemeinsam mit der Fa. Weidmüller bauen will. Weiterer Beratungsgegenstand ist das Fäkalabsetzbecken, welches am Generalsberg bereits in Bau ist.

     

    8. März 1990           

    Mittels Beschluss des Rates der Gemeinde Wutha-Farnroda wird Helmut Heilwagen rückwirkend zum 1. Februar 1990 des Amtes enthoben. Helmut Heilwagen hatte nach Beendigung seines Krankenstandes am 1. Februar 1990 beim Rat des Kreises seine Kündigung abgegeben. Frank Engel wird vom Rat der Gemeinde zum amtierenden Bürgermeister berufen. Frank Engel hatte die Aufgaben des Bürgermeisters bereits seit der krankheitsbedingten Abwesenheit des Bürgermeisters, seit Mitte November 1989, wahrgenommen.

     

    18. März 1990         

    Volkskammerwahl in der DDR. Ihr war ein wochenlanger massiver Wahlkampf der alten und neuen Parteien vorausgegangen. Wahlplakate in dieser Masse waren weder davor noch danach wieder in unserer Gemeinde zu sehen. Die „Allianz für Deutschland“, das Bündnis zwischen der ehemaligen Blockpartei CDU und den neuen Parteien DSU (Deutsche Soziale Union) und DA (Demokratischer Aufbruch) gewinnt die Wahl auch in unserer Gemeinde überraschend deutlich, wobei innerhalb des Bündnisses die CDU die meisten Stimmen erhielt. Wahlenscheidend waren nicht die Aussagen der Akteure in der DDR, vielmehr die Aussagen, die von westdeutschen Politikern getroffen wurden.

     

    22. März 1990         

    2. gemeinsame Sitzung des Rates der Gemeinde mit dem „Runden Tisch“ der Gemeinde. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Standortentscheidung zum Tegutmarkt an der Einmündung Einfahrt Neubaugebiet – F 88

     

    19. April 1990         

    Der Rat der Gemeinde lehnt die Errichtung einer weiteren Kleingartenanlage auf  dem Heidekopf ab.

     

    6. Mai 1990             

    Erste freie Kommunalwahlen auf dem Gebiet der DDR seit 1946:
    Die Wahlergebnisse zu den Gemeindevertretungen im Einzelnen (max. 3 Stimmen je Wahlzettel):

    Wutha-Farnroda

    Wutha-: Farnroda wählt in 2 Wahlkreisen: Wahlkreis 1: Wutha und Farnroda (Altorte); Wahlkreis 2: Neubaugebiet Mölmen. Die SPD gewinnt die Wahl in Wutha-Farnroda mit 33 % knapp vor der CDU mit 32 %. Drittstärkst Kraft wird der Demokratische Aufbruch (DA), der vor allem in Farnroda zahlreiche Stimmen erhielt.
    Walberechtigte: 4743, Wahlbeteiligung: 73,7%, davon gültige Stimmen: 95,1 %, davon SPD: 32,7 % (3189 Stimmen), CDU: 31,3 % (3049 Stimmen), DA: 16,4 %, PDS: 10,8 %, BFD: 4,6 %, VS: 1,8 %, DSU: 1,6 %, Grüne: 0,9 %

    Mosbach: Wahlberechtigte: 1041, Wahlbeteiligung: 89,2 %; davon gültige Stimmen: 95,8 %, davon CDU: 55,0 % (1415 Stimmen), SPD: 16,7 %, BI: 11,7 %, IG: 6,6 %, DTSB: 6,4 %, VKSK: 4,0 %

    Schönau: Wahlberechtigte: 451, Wahlbeteiligung: 87,5 %, davon gültige Stimmen: 97,0 %, davon FDP: 76,9 % (871 Stimmen), SPD: 23,1 %

    Kahlenberg: Wahlberechtige: 149, Wahlbeteiligung: 91,3 %, davon gültige Stimmen: 98,5 %, davon BFD: 58,8 % (234 Stimmen), Grüne: 6,0 %, 35,1 % der Stimmen entfielen auf Einzelvorschläge.

     

    Erläuterung:
    CDU = Christlich-Demokratische Union Deutschlands

    [1945 in der sowjetischen Besatzungszone gegründet, wird im Verlaufe der Nachkriegszeit von der sowjetischen Besatzungsmacht gegenüber der SED benachteiligt und muss sich gezwungenermaßen der „Nationalen Front des Demokratischen Deutschland“ {bzw. „... der DDR“} unter Führung der SED anschließen, im Herbst 1989 innerparteilicher Umbruch, Seit Herbst 1990 Teil der gesamtdeutschen CDU],

     

    SPD = Sozialdemokratische Partei Deutschlands
    [gegründet am 07.10.1989 als Sozialdemokratische Partei in der
    DDR {SDP} – seit Herbst 1990 Teil der gesamtdeutschen SPD]

     

    DA = „Demokratischer Aufbruch – sozial + ökologisch“

    [gegründet im September 1989 als Bürgerbewegung, die Parteiführung und Teile dieser Partei/Bewegung gehen im Sommer 1990 zu CDU über, andere Mitglieder treten der SPD bei, einige örtliche Gliederungen, wie die in Wutha-Farnroda, bleiben als Demokratischer Aufbruch noch bis Mitte der 1990er Jahre politisch aktiv],

     

    PDS = Partei des Demokratischen Sozialismus
    [bis Dezember 1989: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
     {SED} – seit Juni 2007: „Die Linke“],

     

    FDP = Freie Demokratische Partei [Neugründung Jahreswende 1989/90 – seit Herbst 1990 Teil der gesamtdeutschen FDP],

     

    BFD = „Bund Freier Demokraten B. F. D. – Die Liberalen“
    [Zusammenschluss  aus LDPD und liberalen Neugründungen der Jahreswende 1989/90 – seit Herbst 1990 Teil der gesamtdeutschen FDP],

     

    Grüne = Grüne Partei in der DDR [seit Herbst 1990 Teil der
        gesamtdeutschen Partei Bündnis 90/Die Grünen],


    DSU = Deutsche Soziale Union,


    VS = Volkssolidarität [Wohlfahrtsverband],


    DTSB = Deutscher Turn- und Sportbund,


    VKSK = Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter,


    BI = Bürgerinitiative [örtlich]


    IG = Interessengemeinschaft [örtlich]

     

     

    13. Mai 1990           

    Grundsteinlegung für die Brücke über den Mosbach an der Allee in Farnroda. Damit entsteht die Voraussetzung für die Ansiedlung des ersten Betriebes an der Allee, der Thüringischen Weidmüller GmbH. Die Firma Wiedmüller geht bezüglich des Baues der Brücke und der Straße in Vorleistung.

     

    18. Mai 1990           

    Die neue Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990, die als Vorläufige Kommunalordnung mit einigen Änderungen bis zum 30. Juni 1994 in Thüringen gültig ist, tritt in Kraft. Die Gemeinden werden wieder kommunale Selbstverwaltungskörperschaften. Seit 1952 waren Rat der Gemeinde und die örtlichen Volksvertretungen de jure staatliche Organe, die Gemeinden lediglich Teil der Staatsgliederung.

     

    29. Mai 1990           

    Konstituierende Sitzung der neuen Gemeindevertretung Wutha-Farnroda. Ernst Kranz (SPD) wird von der Gemeindevertretung zum neuen Bürgermeister gewählt. Marion Schön (DA) wird von der Gemeindevertretung zur hauptamtlichen 1. Beigeordneten (Stellvertretende Bürgermeisterin) gewählt. Als weitere Beigeordnete werden Wolfgang Krauledat (CDU), Friedrich Krischke (parteilos, SPD/VS-Fraktion) und Karl-Heinz Dießler (CDU) gewählt. Gemeindevertretervorsteher wird Gerd Steidte (SPD). Die Gemeindevertretung hat nunmehr 30 Mitglieder. Es bilden sich vier Fraktionen:
    SPD/Volkssolidarität    11 Sitze           Fraktionsvors. Axel Grumbein
    CDU/DSU/BFD           11 Sitze           Fraktionsvors. Wolfgang Krauledat
    DA                                5 Sitze            Fraktionsvors. Marion Schön
    PDS                              3 Sitze            Fraktionsvors. Jürgen Kricheldorf

                                     (DSU = Deutsche Soziale Union; BFD = Bund Freier Demokraten – Zusammenschluss aus ehemaliger Blockpartei LDPD und neugegründeter F.D.P.)

     

    Anfang Juni 1990  Konstituierende Sitzungen der neuen Gemeindevertretungen:

     

    Mosbach         

    Die Gemeindevertretung hat nunmehr 19 Mitglieder.

    CDU                          11 Sitze

    SPD                             3 Sitze

    BI                                2 Sitze

    IG                                1 Sitz

    DTSB                          1 Sitz

    VKSK                                     1 Sitz
    Wolfgang Tschaar (CDU) wird zum Bürgermeister und Heini Darr zum Gemeindevertretervorsteher gewählt. 

                                       

    Schönau

                                        Die Gemeindevertretung hat nunmehr 15 Mitglieder.
    FDP                           12 Sitze
    SPD                             3 Sitze
    Mario Lange (FDP) wird zum Bürgermeister gewählt, Heiko Hort (FDP) wird Gemeindevertretervorsteher. 1. Beigeordneter wird Wilhelm Trier (parteilos).

     

    Kahlenberg

    Die Gemeindevertretung hat nunmehr 9 Mitglieder.

    BFD                           5 Sitze

    Grüne                         1 Sitz

    Einzelvertreter           3

    Martina Storch wird zur neuen Bürgermeisterin gewählt.

     

    Mitte Juni 1990          

    Die neuen Bürgermeister beginnen ihren Dienst.

     

    27. Juni 1990              

    In der Gemeindevertretersitzung in Schönau wird vorgetragen, dass der Telefonapparat des ehemaligen Bürgermeisters Udo Zick von dessen Frau am 20. Juni bei der Gemeinde abgegeben wurde. Die Gemeindevertretung beschließt, dass der Telefonanschluss des ehemaligen Bürgermeisters „durch den zur Zeit amtierenden Bürgermeister Mario Lange“ übernommen werden soll.

     

    29. Juni 1990              

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt, dass das Amt des Gemeindevertretervorstehers vom Bürgermeister wahrgenommen wird.

     

    1. Juli 1990              

    Währungsunion: Ab sofort gilt auch in unserer Gemeinde die westdeutsche „Deutsche Mark“ als offizielle Währung. Übergangsweise werden auch die auf bis zu 50 Pfennige lautenden DDR-Münzen Zahlungsmittel in ganz Deutschland. Die Grenzübergangsstellen haben ihre Bedeutung verloren. Es finden keine Grenzkontrollen an der innerdeutschen Grenze mehr statt.

     

    4. Juli 1990                 

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg wählt Erhard Wolf zum Beigeordneten (stellv. Bürgermeister)

     

    9. Juli 1990                 

    Sitzung des Gemeindeverbandes Sättelstädt, Sitz Schönau (Mitglieder: die Gemeinden Mosbach, Schönau, Kahlenberg, Kälberfeld, Sättelstädt und Hastrungsfeld-Burla)

    • es wird ein Erfahrungsaustausch geführt, ob jede Gemeinde eine eigene Kläranlage bauen sollte. Die Kosten dafür wurden auf je etwa 1 Mio DM geschätzt. Für einen Anschluss an die Eisenacher Kläranlage geht man von Kosten i. H. v. rund 500.000 DM je Gemeinde aus.
    • Es wird ergebnislos erörtert, ob man eine geordnete Mülldeponie für den Gemeindeverband schaffen kann. Sättelstädts Bürgermeister Bernd Mitterbacher bietet den Gemeinden an, Bauschutt auf der Sättelstädter Deponie für 5 DM/m³ abzulagern.
    • Beraten wird auch über bestehende und künftige Aufgaben des Gemeindeverbandes. Übereinstimmung besteht über das Bestehenbleiben einer gemeinsamen „Haushaltsstelle“ (Kämmerei/Finanzverwaltung).
    • Bei Anliegen größerer Probleme in einem Ort sollen die Gemeindearbeiter aus den übrigen Mitgliedsgemeinden unentgeltlich im Rahmen der gegenseitigen Hilfe angefordert werden können.

     

    12. Juli 1990               

    In der Gemeindevertretung Mosbach werden die Umrisse einer künftigen  Abwasserentsorgung vorgestellt. Sie sehen den Bau einer Kläranlage im Bereich Hörschel/Stedtfeld vor und den Anschluss Mosbachs über einen Tiefkanal zum Bereich Heidekopf in Wutha. Diese Vorstellungen finden die einhellige Unterstützung der Gemeindevertretung.

    Für den Schuttplatz Mosbach legt die Gemeindevertretung folgendes fest (Zitat Sitzungsprotokoll): „Schuttplatzwart Willy- Festlegung Gebühren – Schrott verboten – Blech, Eisen – Verbot von Lumpen, Papier, Pappe, Holz, Federbetten – Eisenteile- Blech- Abfahrt jede Woche Marburger Schrotthändler; Gebühren Schrottplatz: Motorrad-Beiwagen: 1,- DM, PKW-Anhänger: 2,- DM, Eiserne Kuh: 3,- DM, kleiner Anhänger: 4,- DM, großer Anhänger: 10,- DM, LKW (mit Schutt): 10,-DM, LKW (mit Erde): 5,-DM; Abstimmung: einstimmig; Keine Autoreifen, Plasteteile, Kühlschränke, Glas werden angenommen“

    In der Gemeindevertretersitzung wird berichtet, dass durch den Ausbruch von Jungrindern das Wasser im Schwimmbad verunreinigt wurde. Die Kosten für die Chlorbleichlauge aus Erfurt müsse z. T. die Rinderaufzucht mit übernehmen, so das Sitzungsprotokoll.  

     

    13. Juli 1990           

    Grundsteinlegung für den Betrieb der Fa. Weidmüller, An der Allee in Farnroda. Die Thüringische Weidmüller GmbH ist heute mit über 200 Mitarbeitern der größte Betrieb in der Gemeinde Wutha-Farnroda.

     

    Sommer 1990          

    Die CDU Wutha-Farnroda knüpft Verbindungen zur CDU Weimar/Lahn an und schlägt der Gemeindevertretung eine Gemeindepartnerschaft mit Weimar/Lahn vor.

     

    30. August 1990        

    Nach mutwilliger Zerstörung des Jugendklubs beschließt die Gemeindevertretung Mosbach Folgendes: „Bis zum 04.09.1990 sollen drei Jugendliche als Leiter benannt werden, denen 4 Wochen Bedenkzeit gegeben wird, ohne Benutzung der Musikanlage“

    Abstimmung: 7 Ja, 4 Nein, 3 Enthaltungen

    Die Gemeindevertretung Mosbach beschließt des Weiteren:

    • „Energienetz wird an das Energiekombinat abgegeben“ (13 Ja, 1 Nein, keine Enthaltung)
    • „Wasserversorgungsnetz: Übernahme erfolgt durch die Gemeinde (Wasseruhreinbau, Wassergebühr, Wassergeld und Abwassergebühr wird durch die Gemeinde erhoben)“ (14 Ja [einstimmig])
    • „Abwasserkanal: Übernahme erfolgt durch die Gemeinde“ (14 Ja [einstimmig])
    • „Gemeindewald: Rückgabe in den Gemeindebesitz wird vorgeschlagen“ (14 Ja)

    Die Gemeindevertretung Mosbach beschließt darüber hinaus einstimmig „über die Beibehaltung des Solidaritätsfonds, der zu feierlichen Anlässen genutzt werden soll.“

     

    3. Oktober 1990      

    Deutschland ist wieder vereint und erstmals seit 1945 wieder ein souveräner Staat. Die Vereinigung erfolgt durch den Anschluss der inzwischen wirklich Deutschen Demokratischen Republik an die Bundesrepublik Deutschland. Die Besatzungszeit geht zu Ende. Die russische Armee verlässt bis 1994 Deutschland. Andere ausländische Staaten dürfen bis heute auf dem Gebiet der ehemaligen DDR keine Truppen stationieren (2+4-Vertrag). Die Westmächte reduzieren ihre Truppen in Westdeutschland. Ganz Deutschland gehört nun zur Europäischen Gemeinschaft und zur NATO.

     

    Die Gemeinde Wutha-Farnroda begeht diesen Tag mit einem Gottesdienst und einem Festakt.

     

    Aufgrund des Einigungsvertrages wird die Gemeinde Eigentümer der bis dahin volkseigenen, von der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV) Eisenach verwalteten Wohnungen. Die KWV (nun als Städtische Wohnungsverwaltung GmbH Eisenach [SWG] firmierend) verwaltet diese Wohnungen zunächst weiter. Wie bei den Straßen und Wegen, den Parks, den öffentlichen Gebäuden sind die Eigentumsverhältnisse an den Grundstücken zu dieser Zeit ungeklärt. Zumeist handelt es sich um volkseigene Grundstücke in verschiedener Rechtsträgerschaft, bei denen die Gemeinde die Zuordnung des Eigentums erst bei der eigens hierfür eingerichteten Treuhandanstalt und den Ämtern zur Regelung offener Vermögensfragen mühselig beantragen muss. Die Altschulden, die auf diesem Vermögen lasten, „erbt“ die Gemeinde unproblematischer.

     

    Die Gemeinde ist nunmehr de jure auch für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und vieles andere mehr verantwortlich. Faktisch wird dieses erst einmal durch die aus dem VEB Wasser/Abwasserbehandlung (WAB) hervorgegangenen Nordwestthüringische Wasserversorgungs- Abwasserbehandlungs- GmbH (NWA) besorgt.

     

    Oktober 1990          

    Nach der Neubeschaffung von „Westwagen“ entledigen sich nicht wenige ihrer alten Autos, in dem sie sie einfach irgendwo stehen lassen, Autowracks sind allerorten zu finden.

     

    14. Oktober 1990    

    Landtagswahlen in  Thüringen: Die CDU wird stärkste Partei im Thüringer Landtag, der sich wenige Tage später konstituiert. CDU und FDP bilden eine Koalition. Josef Duchač (sprich: duchatsch) wird erster Ministerpräsident. Der Gegenkandidat, der aus Nordrhein-Westfalen stammende Friedhelm Fahrtmann (SPD), sprach im September auf einer Wahlveranstaltung  im Wuthaer Bamberger, worüber sogar das Fernsehen berichtete.

     

    29. Oktober 1990      

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt die Übertragung der Müllentsorgung auf den Landkreis Eisenach.

     

    6. November 1990      Die Gemeindevertretung Schönau beschließt die Übertragung der Müllentsorgung auf die Stadtwirtschaft GmbH Eisenach. (Anm. d. Verf. – Die Stadtwirtschaft Eisenach GmbH, die aus dem VEB Stadtwirtschaft hervorgegangen ist, erledigte bisher die Müllentsorgung im Auftrage der Gemeinden und nun im Auftrage des Landkreises)

     

    November 1990      

    Die Bürger Wutha-Farnrodas richten, einem Aufruf des Bürgermeisters folgend, die Friedhöfe in Farnroda und Wutha wieder her. Bürgermeister und Gemeindevertreter legen beispielgebend Hand an.
    Die Feuerwehr Wutha bekommt von der künftigen Partnergemeinde Weimar an der Lahn ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug geschenkt.

    Die Feuerwehr Wutha und die Feuerwehren aus Weimar/Lahn begründen eine Partnerschaft.

     

    28. November 1990   

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt die Fläche zwischen Herbacin und Baumschule für Ansiedlung von Handel und Gewebe vorzusehen.

     

    2. Dezember 1990   

    Erste gemeinsame Bundestagswahl im wiedervereinigten Deutschland. Die CDU wird stärkste Partei. CDU und FDP setzen ihre Kohalition fort Helmut Kohl bleibt Kanzler im wiedervereinigten Deutschland.

  • Januar 1991             

    Wutha-Farnroda ist mit 7500 Einwohner die drittgrößte Gemeinde des Kreises Eisenach. Der Bau des „Einkaufzentrums Erbstromtal“ („okay“-Markt, Apotheke, Zahnarztpraxis, Sparkasse) hat an der Ecke Richard-Hartung-Straße (heute: Ruhlaer Straße)/Martin-Zimmermann-Straße (heute: Am Rotberg) begonnen.

    Die Fa. Readymix plant, sich in Wutha anzusiedeln. Die Fa. ERU will ihren Standort in Farnroda ausbauen.

    Die Firmen Petkus und Herbacin konnten bislang ihre Belegschaft halten, allerdings mit Kurzarbeit, Petkus ist lt. Zeitungsberichten zunehmend zahlungsunfähig.

    Die Gemeindevertretung beschließt zahlreiche Straßenumbenennungen: Aus der Richard-Hartung-Straße wird die Ruhlaer Straße, aus der Straße der Märzgefallenen wird die Ringstraße, aus Martin-Zimmermann-Straße wird Am Rotberg und aus Albrecht-Spoer-Straße wird Am Herrenstück.

            

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt, dass Satellitenempfangsanlagen (Fernsehschüsseln) nur so angebracht werden dürfen, dass die Ansicht des Ortbildes nicht gestört wird. Nach diesem Beschluss dürfen die Schüsseln grundsätzlich nur auf Dächern der Wohnhäuser angebracht werden. „Ausnahmegenehmigungen zur Anbringung an Häuserwänden werden nur erteilt, wenn von der Installationsfirma schriftlich vorliegt, dass die Installation auf dem Dach nicht erfolgen kann.“

     

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt, dass das Aufstellen von Gasbehältern so zu erfolgen hat, dass die Ansicht des Ortbildes nicht gestört wird. „Die Behälter müssen so aufgestellt werden, dass sie von der Straße aus nicht unmittelbar sichtbar sind. Ist dies nicht möglich, kann nach Absprache und Kontrolle des Gemeindeamtes eine Sondergenehmigung erteilt werden.“

     

    29. Januar 1991          

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Am Eichborn“.

     

    Februar 1991

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda beschließt den Haushalt 1991. Er sieht eine Kreditaufnahme i. H. v. 3,5 Mio DM vor. Es sollen Gewerbeflächen geschaffen werden, der Um- und Ausbau des Rathauses soll erfolgen, die Straßenbeleuchtung soll saniert, Spielplätze sollen eingerichtet oder verbessert werden, der Mölmen soll begrünt werden.

     

    28. Februar 1991        

    Mosbachs Gemeindevertretung beschließt einstimmig die Umbenennung der Karl-Marx-Straße in Kirchstraße. Die Straßenbezeichnung Theo-Neubauer-Straße bleibt bestehen.

    Die Gemeindevertretung stimmt in einer einzigen Abstimmung über folgende Satzungen gleichzeitig ab: Ortsatzung, Hundesteuersatzung, Satzung über die geordnete Beseitigung von Abfällen, die Gebührensatzung zur Abfallbeseitigung und Zwischenlagerung von Baumaterialien, die Verwaltungsgebührensatzung, die Marktsatzung, die Gestaltungssatzung und die Vorläufige Feuerwehrsatzung (Abstimmung 16 Ja-Stimmen, keine Enthaltung und keine Neinstimme

     

    März 1991               

    Die Elektroinstallation Ruhla (ERU) gibt ihre Anteile an der Thüringischen Weidmüller GmbH in Farnroda auf. Die Thüringische Weidmüller GmbH wird 100%ige Tochter der Fa. Weidmüller in Detmold.

     

    6. März 1991              

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt bezüglich Herbacin, Wuthaer Weg und Elisabethenhöher Weg den Beitritt zum Abwasserzweckverband Eisenach-Erbstromtal zu beantragen.

     

    15. März 1991         

    In Niederweimar (Gemeinde Weimar/Lahn) wird der Partnerschaftsvertrag zwischen den Gemeinden Weimar/Lahn und Wutha-Farnroda unterzeichnet.

     

    16. Mai 1991              

    Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Schönau kommt zu dem Entschluss, dass die Gemeinde Schönau eine Verwaltungsgemeinschaft mit Kahlenberg anstreben sollte, nicht jedoch mit Kälberfeld und Sättelstädt. Weiterer Tenor der Diskussion: „nicht schlucken lassen von Sättelstädt bzw. Wutha-Farnroda – wichtig!“ so das Protokoll.

     

    23. Mai 1991          

    In Anwesenheit der Umweltminister aus Thüringen und Hessen, Hartmut Sieckmann und Joseph (Joschka) Fischer sowie des Verbandsvorsitzenden des Abwasserverbandes Eisenach-Ebstromtal, Matthias Doth (damals 1. Beigeordneter Eisenachs) sowie zahlreicher Verbandsräte wird in Stedtfeld der erste Spatenstich für die Kläranlage getätigt. Der Abwasserzweckverband Eisenach-Erbstromtal (AZE) war wie der gleichnamige Trinkwasserzweckverband (TZE) kurz zuvor gegründet worden. Sie hatten kurz zuvor die Aufgabe der Abwasserentsorgung bzw. der Trinkwasserversorgung von der Nordwestthüringer Wasserver- und Abwasserentsorgungs GmbH (NWA), die aus der WAB (Wasserversorgung und Abwasserbehandlung) des Bezirkes Erfurt hervorgegangen war, übernommen. Die Übernahme erfolgte jedoch nur teilweise, da man sich damals für sogenannte Teilverbände entschieden hatte. Die unmittelbare Verteilung des Trinkwassers an die Verbraucher als auch die unmittelbare Sammlung des Abwassers wurde Aufgabe der Mitgliedsgemeinden. Dieses System wurde bis zum 31.12.2004 beibehalten. Seit dem 01.01.2005 ist nun der Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal (TAV) vollständig für die Wasserver- und Abwasserentsorgung zuständig.

     

    30. Mai 1991              

    Die Gemeindevertretung Mosbach beschließt, die im Kindergarten beschäftigten Fach- und technischen Kräfte zum 1. Juli 1991 nicht zu übernehmen.

     

    Juli 1991                  

    Abschluss der Sanierung der Friedhofshalle Farnroda

     

    3. Juli 1991                 

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg favorisiert einen Anschluss der Ortsentwässerung an die Kläranlage in Stedtfeld.

     

    14. August 1991        

    Die Gemeindevertretung Schönau stimmt einem Vereinbarungsentwurf über die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Kahlenberg zu.

     

    September 1991      

    Im Wohngebiet Mölmen wird von den Bürgermeistern Ernst Kranz (Wutha-Farnroda) und Karl Krantz (Weimar/Lahn) ein neuer Spielplatz eröffnet (Anm. - selbiger ist leider inzwischen dem Vandalismus zum Opfer gefallen.) Wutha-Farnroda gab 1991 rund 80.000 DM für Spielplätze aus. Die Partnergemeinde Weimar/Lahn unterstützte sie dabei mit 30.000 DM.

    Bürgermeister Ernst Kranz und 1. Beigeordnete Marion Schön werden zu Beamten auf Zeit ernannt.

     

    18. September 1991   

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt, dass ehemalige Feuerwehrhaus Deubach zu restaurieren und zu erhalten, weil es eines „der ältesten im Fachwerkstil der Gemeinde ist“.

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt die Genehmigung zu Aufstellung eines Teilbebauungsplanes für das Gewerbegebiet in der Gemarkung Schönau.

     

    Oktober 1991          

    Die Gemeinde Wutha-Farnroda bekommt ihr neues, bis heute gültiges Gemeindewappen

     

    24. Oktober 1991       

    Herr Winkler von der Nordthüringer Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungs- GmbH (NWA) stellt der Gemeindevertretung Mosbach das Konzept der NWA für die Wasserversorgung Mosbach dar.

    Die Gemeindevertretung Mosbach beschließt die Aufstellung von Bebauungsplänen „Am Ende der Seiten“ und „Im Römhilds-Gut“, die Beschlüsse zur Aufstellung weiterer Bebauungspläne wurden zurückgestellt.

    Mosbachs Gemeindevertretervorsteher Heini Darr ernennt Bürgermeister Wolfgang Tschaar zum Beamten auf Zeit

    Der Antrag auf Errichtung eines Freizeitparks in Mosbach wird von der Gemeindevertretung zurückgestellt.

     

    28.Oktober 1991        

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg bestätigt zwar den Entwurf der Verbandssatzung des Abwasserzweckverbandes Emse-Hörseltal, stellt aber einen Beitritt zurück. Es soll zunächst geprüft werden, ob die Ortsentwässerung über das natürliche Gefälle über das Ortsnetz Wutha-Farnroda erfolgen kann.

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt, 2.000 DM für die Sanierung des Hörselberghauses, 1.000 DM als Zuschuss für das Eisenacher Landestheater und 500 DM für die Rekonstruktion der Frauenschutzwohnung in Eisenach zur Verfügung zu stellen.

     

    Dezember 1991       

    Der erste Bildband über die Geschichte Wutha-Farnrodas erscheint.
    Die neue Ampelanlage auf der Kreuzung Wutha ist fertiggestellt. Sie funktioniert bis heute.

    Der Gemeinderat beschließt die Aufstellung von Bebauungsplänen für Wohngebiete Am Rehberg (28 ha) und in der Schönauer Straße

     Der Gemeinderat Wutha-Farnroda beschließt, die Sanierung des Hörselberghauses (zu diesem Zeitpunkt Volkseigentum in Rechtsträgerschaft der Gemeinde Hastrungsfeld-Burla) mit 15.000 DM zu bezuschussen.

  • Januar 1992             

    Die Gemeinde plant,
    - die Sanierung der Alten Schule Eichrodt, die auch weiter vorrangig vom Kleintierzuchtverein Wutha genutzt werden soll,
    - die Sanierung des Rathauses Farnroda sowie den Auszug der noch dort befindlichen Teile der Gemeindeverwaltung nach Wutha, sowie in die alte Gärtnerei zwischen Farnroda und Mölmen (heute befindet sich dort der Netto-Markt). Es soll die Einrichtung einer Heimatstube, der Gemeindebibliothek und  einer Fremdenverkehrsstelle im alten Farnrodaer Rathaus erfolgen.

    Die Gemeindevertretung beschließt, einen Teil der kommunalen Wohnungen zu privatisieren (insb. in der Mosbacher Str.), sowie diese zu sanieren.

    In einer angemieteten Wohnung in der Ringstraße wird ein Jugendraum eingerichtet.

     

    Februar 1992

    Die Gemeindevertretung beschließt den Verkauf eines Grundstücks in der Gothaer Straße für die Errichtung eines Einkaufszentrums (heute REWE).

    Das Landratsamt Eisenach verfügt Maßnahmen, die das weitere illegale Verbringen von Müll auf die Aschedeponie am Generalsberg verhindern sollen. Die Besitzer der Deponie, die Uhrenwerke Ruhla, bringen ein Tor an. Der Eigentümer Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Treuhandanstalt, kümmert sich nicht.

     

    12. Februar 1992        

    Bürgerversammlung in Schönau (20 Anwesende). Über folgende Investitionen aus 1991 wird berichtet:
    - Rekonstruktion und Umbau des Kindergartens (Blitzschutz, Malerarbeiten, Dachrinne, Außenputz, Heizungsumstellung,  Schornsteinsanierung und Elektrik)
    - Pfarrhaus (160.000 DM).

     

    März 1992               

    Die Telefonverkabelung ist im Ort in vollem Gange, noch haben viele Bürger unseres Ortes keinen Telefonanschluss.

    Als größte Investitionsmaßnahme des Haushaltsplanes ist der Straßenausbau in der Farnrodaer Bahnhofstraße vorgesehen.

     

    17. März 1992            

    Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Schönau diskutiert über die weitere Entwicklung der Gemeinde. Es werden wiederholt Überlegungen über einen Zusammenschluss mit Kahlenberg angestellt. Eine Verwaltungsgemeinschaft mit Wutha-Farnroda oder Sättelstädt wird ebenfalls ins Auge gefasst.

     

    April 1992               

    Abschluss der Sanierung des Rathauses in Wutha. Die Kosten i. H. v. 750.000 DM lösen heftige Diskussionen in der Gemeindevertretung aus.

    Umfangreiche Sanierung des Wuthaer Parks

    Aufgrund des Rückganges der Kinderzahlen müssen zahlreiche Kindergärtnerinnen und Krippenerzieherinnen entlassen werden.

    Die Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda übernimmt die Verwaltung der kommunalen Wohnungen, die bisher von der Städtischen Wohnungsverwaltung Eisenach (SWG) betreut wurden. Uwe Waldstädt wird Leiter der Wutha-Farnrodaer Wohnungsverwaltung.

     

    13. Mai 1992              

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt über den Vorentwurf zum Bebauungsplan „Hutweide“.

     

    Mai/Juni 1992         

    Die Eltern verhindern die vom Landratsamt Eisenach vorgesehene Schließung der Farnrodaer und der Mosbacher Grundschule.       

     

    Juni 1992                 

    Die Deutsche Reichsbahn will den Bahnübergang in Eichrodt schließen. Bis 1995 soll eine Brücke über die Bahnstrecke führen. Tatsächlich wird dies aber erst im Jahr 2000 Wirklichkeit.

     

    8. Juli 1992                 

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt die Bildung eines Trinkwasserzweckverbandes mit Sättelstädt, Kälberfeld und Schönau

     

    15. Juli 1992               

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt die Bildung eines Trinkwasserzweckverbandes Emse-Hörseltal mit Sättelstädt, Kälberfeld und Kahlenberg.

     

    September 1992      

    Die Erschließung des Gewerbegebietes „An der Allee“ ist in vollem Gange.

    Für die Bebauung unterhalb des Wohngebietes Mölmen (Am Taubenacker/Hörselbergblick) kommt die Fa. Gruber aus Österreich in die engere Wahl.

     

    August 1992           

    Der Kindergarten in der Eisenacher Straße (ehem. F.-Heitzmann-OS) wird geschlossen.

     

    Herbst 1992            

    Die Gasleitungen in Wutha-Farnroda werden von Stadtgas auf Erdgas umgestellt.

     

    Oktober 1992       

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt eine Kreditaufnahme in Höhe von 150.000 DM zur Sanierung des Rathauses Schönau.

     

    November 1992      

    In Farnroda wird eine Tankstelle gebaut. Die Freie Tankstelle Otto existiert bis heute.

    Wutha-Farnroda und Kahlenberg beschließen, eine Arbeitsgruppe für den Zusammenschluss der beiden Gemeinden zu bilden.

    Nunmehr erinnern Grabplatten in Wutha und Farnroda auch an die Gefallenen des 2. Weltkrieges.

    Der 2. Bildband über die Geschichte Wutha-Farnrodas wird veröffentlicht.

    Bürgermeister Ernst Kranz setzt sich für die Errichtung eines Gymnasiums in Wutha-Farnroda anstelle des Ruhlaers ein.

     

    Dezember 1992       

    Umbau des Rathauses Farnroda

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda beschließt über den Bebauungsplan Am Rehberg, der ein neues Wohngebiet mit 28 ha, hauptsächlich mit Eigenheimstandorten, vorsieht.

    Der Bauausschuss gibt der Fa. Gruber den Zuschlag für die Bebauung des Stüblingshofes in Farnroda.

    Die Gemeindevertretung beschließt eine Resolution gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass.

  • Januar 1993             

    Bürgerversammlung auf dem Mölmen: die Anwohner beklagen sich über die Unordnung und den umherfliegenden Müll. Fehlende Parkplätze sind ein großes Thema.

    Bürgerversammlung in Farnroda: Bürger bedauern die Schließung der Kaufhalle in Farnroda.

     

    Februar 1993           

    Die Diskussion um die thüringische Kommunalgebietsreform hat begonnen. Bürgermeister Ernst Kranz führt in der Folge Gespräche mit Mosbach, Schönau und Kahlenberg.    

    Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Mosbach favorisiert im Rahmen der Gebietsreform in Thüringen die Selbständigkeit Mosbachs unter Eingehen einer Verwaltungsgemeinschaft mit Wutha-Farnroda. Für die Entscheidungsfindung wird Ende 1993 avisiert.        

    Die Gemeindevertretung stimmt dem Bau der Tankstelle Kress in Schönau zu.

     

    März 1993               

    Die Ohra-Hörselgas GmbH erhält von der Gemeinde Wutha-Farnroda einen Kredit in Höhe von 612 000 DM zur Erneuerung des Gasnetzes in der Gemeinde.

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda stimmt den Eingemeindungsverträgen mit Mosbach und Schönau zu. Zuvor hatte sie bereits dem Eingemeindungsvertrag mit Kahlenberg zugestimmt.

    In der Gemeindevertretung entbrennt ein heftiger Streit über die von der Thüringer Landesregierung geplante Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach. SPD, DA und PDS sind strikt dagegen, Teile der CDU sind für eine Eingemeindung nach Eisenach.

    Eisenachs Bürgemeister Brodhun fordert von Landesregierung und Landtag, die Eingemeindung Wutha-Farnrodas notfalls mit gesetzlichem Zwang durchzusetzen. Er strebt zu diesem Zeitpunkt an, dass Eisenach als „Große kreisangehörige Stadt“ im neuzubildenden Wartburgkreis verbleibt und Kreisstadt bleibt.

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda protestiert einhellig gegen den Plan der Landesregierung, den Kreissitz des Landkreises nach Bad Salzungen zu verlegen. Sie ist der Auffassung „Eisenach muss Kreisstadt bleiben“.

    Der Gemeinderat stimmt der Schließung der Kinderkrippe und der Kindertagesstätte I (Ringstraße) zu.         

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt einstimmig die Eingemeindung in die Gemeinde Wutha-Farnroda. Die Eingemeindung soll zum 1. Januar 1994 erfolgen.

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg protestiert gegen die Pläne der Thüringer Landesregierung, Bad Salzungen anstatt Eisenach zur Kreisstadt des neuen Wartburgkreises zu machen, sowie gegen die Pläne, Treffurt, Schnellmannshausen und Falken aus dem Kreis auszugliedern und dem neuzubildenden Unstrut-Hainich-Kreis anzugliedern.           

    In Mosbach findet ein „Sondierungsgespräch“ zwischen Vertretern der Gemeinde Mosbach und Vertretern der Gemeinde Wutha-Farnroda hinsichtlich einer Eingemeindung Mosbachs nach Wutha-Farnroda statt.        

     

    April 1993

    lt. Beschluss der Gemeindevertretung Schönau soll das ehemalige Ferienlager in Deubach künftig Wohnzwecken zur Verfügung stehen. Der ursprüngliche Plan es zum Hotel mit Gastronomie umzubauen, wird fallengelassen.           

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg wählt Reinhold Schmidt zum Vertreter in der Gemeindevertretung Wutha-Farnroda für den Zeitraum nach der Eingliederung (geplant 01.01.1994) bis zum Ende der Wahlperiode am 30. Juni 1994

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg stimmt der von der Bahn vorgelegten Variante zu Schließung des Bahnüberganges Rehhof nicht zu. Sie fordert zusätzlich zur PKW-fähigen Unterführung am Bahnhof Wutha eine solche auch in Schönau. Nach den ursprünglichen Planungen der Bahn sollte auch der Bahnübergang in Schönau ersatzlos wegfallen.            

    Die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda lehnt mit großer Mehrheit eine Eingemeindung nach Eisenach ab.

     

    Mai 1993                

    Die Gemeinde plant, die Weinbergstraße in Wutha auszubauen. Die Anwohner wollen dies verhindern, weil sie sich vor den Straßenausbaubeiträgen fürchten. Die seit 1991 in Thüringen vorgesehene Finanzierung des grundhaften Ausbaues von Straßen über Anliegerbeiträge ist ihnen suspekt.

     

    Juni 1993                 

    Die Straßenausbauarbeiten an der Bahnhofstraße in Farnroda werden abgeschlossen. Diese erste große Straßenausbaumaßnahme der Gemeinde mit Stützmauern und Beleuchtung kostete 1,3 Mio DM, welche teilweise über Anliegerbeiträge, die 1998 veranlagt wurden, refinanziert wurde.

    Eisenach strebt nunmehr an, kreisfreie Stadt zu werden. Es heißt, dass sich der damalige thüringische Innenminister Schuster, der damalige Eisenacher Bürgermeister Dr. Brodhun und der damalige Salzunger Landrat Baldus auf der Wachsenburg getroffen und folgenden Kompromiss ausgehandelt haben sollen: Bad Salzungen soll Kreisstadt des neuen Wartburgkreises werden, dafür werde Eisenach kreisfrei und erhielte zahlreiche Eingemeindungen, u. a. Wutha-Farnroda und Mosbach.

    Ungeachtet dessen laufen in Mosbach und Schönau die Bürgeranhörungen zur geplanten Eingemeindung dieser Orte nach Wutha-Farnroda.

    Innenminister Schuster denkt darüber nach, nur Mosbach, nicht aber Wutha-Farnroda nach Eisenach einzugemeinden.

     

    23. Juni 1993              

    Die Gemeindevertretung Schönau stimmt dem Beitritt zum Trinkwasserzweckverband Eisenach-Erbstromtal zu. Sie hebt ihren Beschluss vom 15. Juli 1992 über die Bildung eines Trinkwasserzweckverbandes Emse-Hörseltal auf.

     

    28. Juni 1993              

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg stimmt dem Beitritt zum Trinkwasserzweckverband Eisenach-Erbstromtal zu. Sie hebt ihren Beschluss vom 8. Juli 1992 über die Bildung eines Trinkwasserzweckverbandes mit Sättelstädt, Kälberfeld und Schönau auf.

     

     

    Juli 1993                  

    Gründung des Zweckverbandes Hörselberg. Ihm gehören neben Wutha-Farnroda auch die damals selbständigen Gemeinden Kahlenberg, Schönau, Kälberfeld, Sättelstädt, Hastrungsfeld-Burla, Ettenhausen/Nesse, Wenigenlupnitz und Großenlupnitz sowie der Heimat- und Wanderverein Hörselberggemeinde e.V. an.  Hauptziel des Zweckverbandes ist die Erhaltung des Hörselberghauses auf dem Großen Hörselberg.

    Nach positiver Bürgerbefragung beschließt die Schönauer Gemeindevertretung die Eingemeindung nach Wutha-Farnroda.

     

    7. Juli 1993                 

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt die Eingemeindung Schönaus nach Wutha-Farnroda zum 1. Januar 1994 (Abstimmung: 9 Ja-, 1 Neinstimme, 1 Enthaltung)

     

    August 1993           

    Der Thüringer Landtag beschließt das Thüringer Neugliederungsgesetz: Aus den Landkreisen Eisenach und Bad Salzungen sowie den „Behringsdörfern“ soll zum 1. Juli 1994 der Wartburgkreis gebildet werden. Sitz des Landratsamtes soll sowohl Bad Salzungen als auch Eisenach sein (einzigartig in Deutschland). Die Stadt Eisenach solle zum 1. Januar 1998 kreisfrei werden. Ab diesem Zeitpunkt soll Bad Salzungen alleinig Kreisstadt des Wartburgkreises (ohne Wartburg) sein.

     

    September 1993      

    Nach mutwilliger Zerstörung durch Jugendliche wird der Jugendclub in der Kinderkombination in der Ringstraße geschlossen.

    Im Wohngebiet Mölmen werden die Fußwege mit Kinderwagenrampen angelegt.

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt, dass mit der Eingemeindung nach Wutha-Farnroda Christel Rommel, Hendrik Kleditz sowie Ralf Hähnel als Gemeindevertreter in die Gemeindevertretung Wutha-Farnroda entsandt werden.

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt über den Entwurf zum Bebauungsplan Wohngebiet „An der Trift“

     

    Oktober 1993          

    Die Gemeindevertretung revidiert nach heftigen Protesten der Anlieger der Weinbergstraße, die auch mit üblen und bösartigen Beschimpfungen gegen den Bürgermeister Ernst Kranz einhergingen, seinen Beschluss zum Ausbau der Weinbergstraße. Lediglich kleinere Flickungen sollen erfolgen. Die Straße blieb so bis 2003 eine der schlechtesten in der Gemeinde und wurde erst nach dem Kanalbau 2004/2005 hergestellt.

    Begin der Kanalarbeiten in der Eisenacher Straße und im Park Wutha. Im Wuthaer Park wird ein großes Regenüberlaufbecken vom Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal gebaut.

    Der CDU-Ortsverband Wutha-Farnroda lädt zu einer Podiumsdiskussion. CDU-Ortsverbandsvorsitzender Ingo Jary, Eisenachs Bürgermeister Peter Brodhun und Stedtfelds Bürgermeister Christian Köckert werben gemeinsam für eine Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach.

    Ruhlas Bürgermeister Reinhard Kublik macht den Vorschlag, eine Stadt Erbstromtal zu gründen und stößt dabei bei seinen Kollegen auf wenig Gegenliebe.

     

    13. Oktober 1993    

    Einweihung der neuen Kläranlage in Stedtfeld. Von diesem Zeitpunkt an werden nun auch die Abwässer des Wohngebietes Mölmen bereits in Stedtfeld geklärt. Die Einweihung erfolgt in Anwesenheit der Umweltminister von Thüringen und Hessen, Hartmut Sieckmann und Joseph (Joschka) Fischer sowie des Stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Christian Köckert (damals Bürgermeister von Stedtfeld) und zahlreicher Verbandsräte des Abwasserverbandes Eisenach-Ebbstromtal. Der Verbandsvorsitzende und damalige stellvertretende Bürgermeister von Eisenach, Matthias Doth, war nicht dabei. Er war einige Wochen vorher von Eisenachs Oberbürgermeister Brodhun vom Dienst suspendiert worden (Anm d. Verf. – erste Zeichen des kommenden Bürgermeisterwahlkampfes in Eisenach)

     

    21. Oktober 1993       

    Gründungsversammlung des Zweckverbandes Hörselberg

     

    27. Oktober 1993       

    Im Rathaus Wutha-Farnroda findet eine gemeinsame Beratung der Bürgermeister von Wutha-Farnroda, Mosbach, Schönau und Kahlenberg zur Vorbreitung der geplanten Eingemeindung nach Wutha-Farnroda statt.

                                   

    November 1993      

    Die Sanierung des alten Rathauses Farnroda ist abgeschlossen. 710.000 DM wurden dafür von der Gemeinde aufgewendet. Es zieht die Gemeindebibliothek und eine Fremdenverkehrstelle ein. Die Räume in den Obergeschossen stehen nun Vereinen und Bürgern für Versammlungen und Feiern zur Verfügung.

     

    10. November 1993   

    Die Gemeindevertretung Schönau beschließt über den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses sowie den Kauf des Grundstückes  für den Standort des künftigen Feuerwehrhauses.

     

    21. Dezember 1993    

    Gemeindevertretersitzung in Schönau:

    Die Gemeindevertretung stimmt der Entlassung der Bürgermeisters Mario Lange als hauptamtlicher Bürgermeister zum 31.12.1993 zu und wählt ihn im Anschluss in geheimer Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Schönau bis zur Eingemeindung nach Wutha-Farnroda. Herr Lange übernimmt ab dem 1. Januar 1994 den Bauhof der Gemeinde Wutha-Farnroda. Die Mitarbeiter der Gemeinde Schönau werden mit diesem Zeitpunkt ebenfalls Mitarbeiter der Gemeinde Wutha-Farnroda.

     

    22. Dezember 1993    

    Gemeindevertretersitzung in Kahlenberg:

    Die Gemeindevertretung stimmt der Entlassung der Bürgermeisterin Martina Storch als hauptamtlicher Bürgermeisterin zum 31.12.1993 zu und wählt sie im Anschluss in geheimer Wahl zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin der Gemeinde Kahlenberg bis zur Eingemeindung nach Wutha-Farnroda. Frau Storch übernimmt ab dem 1. Januar 1994 die Finanzverwaltung der Gemeinde Wutha-Farnroda. Die Mitarbeiter der Gemeinde Kahlenberg werden mit diesem Zeitpunkt ebenfalls Mitarbeiter der Gemeinde Wutha-Farnroda.

  • Januar 1994             

    Die Gemeindevertretungen Mosbach, Schönau und Kahlenberg wählen die Vertreter, die künftig in der Gemeindevertretung der Gemeinde Wutha-Farnroda aus ihren Ortschaften sitzen werden (in der Übergangszeit bis zum 30. Juni 1994)

    Einweihung des Seniorenclubs in der Ringstraße

     

    5. Januar 1994            

    Bürgerversammlung in Kahlenberg, Thema: Bebauung der Hutweide. Befürworter und Gegner des Vorhabens diskutieren. Als Pro-Argumente werden der Erdgasanschluss für Kahlenberg, die Stabilisierung der Stromversorgung, die Oberflächenerneuerung auf der Ortsstraße auf 1 km Länge, ein Anschub der Entwicklung der Gemeinde, insbesondere im Gastronomie und Einkaufsbereich, genannt. Die Gegner führen die Fast-Verdoppelung der Einwohner und die zusätzliche übermäßig Belastung der Ortsstraße ins Feld. In einer Abstimmung der 36 anwesenden Einwohner stimmen 20 dem Vorhaben zu, 12 sind dagegen. 1 enthält sich der Stimme 3 Anwesende nehmen an der Abstimmung nicht teil. 3 nichtanwesende Einwohner hatten zuvor ihre Zustimmung schriftlich abgegeben.

     

    15. Januar 1994          

    Die Gemeindevertretung Kahlenberg beschließt mit 5 gegen 2 Stimmen den Vorhaben- und Erschließungsplan für die Bebauung des Wohngebietes „Hutweide“ durch die Urbana Baugesellschaft mbH, Wandersleben (Gleim).

     

     

     

    Februar 1994           

    ABM-Kräfte (ABM = Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) beginnen mit der Beräumung des Heizwerkgeländes zwischen Rehhof und Schönau. Die Gemeinde plant dort ein Gewerbegebiet.

    Das Innenministerium informiert den Bürgermeister der Gemeinde Wutha-Farnroda darüber, dass der Gesetzentwurf der Landesregierung vorsieht, die Gemeinde Wutha-Farnroda nach Eisenach einzugemeinden. In der eilends einberufenen Hauptausschusssitzung sprechen sich die Vertreter aller Fraktionen gegen die geplante Eingemeindung nach Eisenach aus. In der einberufenen Gemeindevertretersitzung spricht sich die CDU-Fraktion mehrheitlich für eine Eingemeindung nach Eisenach aus. SPD, DA und PDS sind strikt dagegen.

    Bürgermeister und zahlreiche Gemeindevertreter sprechen sich offen dafür aus, im Falle eines Eingemeindungsgesetzes gegen dieses Verfassungsbeschwerde einzureichen. Zudem soll ein Bürgerentscheid am 13. März 1994 stattfinden.

     

    Anfang März 1994  

    SPD, DA und PDS rufen in einer gemeinsamen Flugblattaktion zu Widerstand gegen die geplante Zwangseingemeindung nach Eisenach auf. Die CDU wirft den Eingemeindungsgegnern in einem Flugblatt vor, sie hätten in der Debatte um die Eingliederung „Behauptungen aufgestellt, die fatal an die Lügen-Agitation der SED und der DDR-Oberen erinnern“ würden und im Rathaus sei man nur auf die Sicherung „eigener Pfründe“ aus.

     

    3. März 1994              

    Die Gemeindevertretung Schönau wendet sich einstimmig gegen eine Eingemeindung der Gemeinde Schönau zusammen mit der Gemeinde Wutha-Farnroda nach Eisenach.

     

    9. März 1994           

    In der Gaststätte „Wittgenstein“ werben der CDU-Ortsverband Wutha-Farnroda und Eisenachs Bürgermeister Brodhun nochmals gemeinsam für die Eingemeindung nach Eisenach.

     

    13. März 1994         

    Im Ergebnis des Bürgerentscheides spricht sich eine große Mehrheit der Bürger Wutha-Farnrodas gegen eine Eingemeindung nach Eisenach aus.

     

    23. März 1994         

    Mit einer knappen Mehrheit der Stimmen von CDU und FDP beschließt der Thüringer Landtag die Eingemeindung nach Eisenach zum Zeitpunkt dessen Kreisfreiheit zum 1. Januar 1998. Allerdings solle, so das Gesetz, der Eingemeindung eine nochmalige Prüfung der Landesregierung vorausgehen. Thüringens Innenminister Franz Schuster bezeichnete die geplante Eingemeindung Wutha-Farnrodas in einem Pressegespräch als Voraussetzung für die geplante Kreisfreiheit von Eisenach.

     

    29. März 1994         

    Trotz der vom Gesetz vorgesehenen Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach bestätigt die Mosbacher Gemeindevertretung mit 9 gegen 3 Nein-Stimmen (3 CDU) bei einer Enthaltung (Bgm. Wolfgang Tschaar) ihren Beschluss vom Juli 1993 über die Eingemeindung nach Wutha-Farnroda.

     

    30. März 1994            

    Die Gemeindevertretung Schönau bestätigt mit 7 Ja- gegen 1 Neinstimme ihren Beschluss vom 7. Juli 1993 über die Eingemeindung nach Wutha-Farnroda.

     

    1. April 1994           

    Der Dorfkern Farnrodas wird als Förderschwerpunkt für die Dorferneuerung anerkannt. Die Gemeinde plant die Sanierung der Hauptstraße, des Eichrodter Weges, der Brunnenstraße und des Schlossparkes.

     

    14. April 1994         

    Mosbach, Schönau und Kahlenberg werden aufgrund des Inkrafttretens der entsprechenden Rechtsverordnung Ortsteile der Gemeinde Wutha-Farnroda.

     

    13./14./15 April 1994

    Die Hörsel tritt nach heftigen Regenfällen, wie viele andere Flüsse in Thüringen, über die Ufer. Weite Teile Schönaus, Wuthas und Eichrodts sind überschwemmt.

     

    Ende April 1994     

    Die Stärke der Gemeindevertretung erhöht sich von 27 (aufgrund von Mandatsaufgaben und Nichtwiederbesetzungen mangels Nachrücker war die ursprüngliche Zahl der Gemeindevertreter von 30 auf 27 gesunken) um die Gemeindevertreter aus Mosbach, Schönau und Kahlenberg auf 34.

    Auf dieser ersten gemeinsamen Gemeindevertretersitzung wird ein Thema ganz heftig und kontrovers diskutiert: Die geplante Zwangseingemeindung nach Eisenach zum 01.01.1998.

    Der Antrag der SPD/VS-Fraktion, wonach der Bürgermeister beauftragt wird, alle Schritte einzuleiten, um beim Verfassungsgericht gegen die geplante Eingemeindung nach Eisenach zu klagen, wird gegen die Stimmen der CDU von der Mehrheit der Gemeindevertretung angenommen.

    Die Gemeindevertretung beschließt den Ausbau der Seebacher Straße.

    Die Anlieger der oberen Sandberghöhe schenken die in ihrem Eigentum stehenden Straßenflächen der Gemeinde. Die Straße bekommt dafür eine neue Straßenoberfläche. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Gemeinde und Anwohnern wird von der Gemeindevertretung bestätigt.

     

    4. Mai 1994             

    Mit der Einweihung der Erschließungsstraße „Am Schunkenhof“, sind die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet an der Allee abgeschlossen. Ein Großteil der Gewerbegrundstücke war zu diesem Zeitpunkt bereits an ansiedlungswillige Unternehmer verkauft.

     

    12. Juni 1994           

    Kommunalwahlen in Thüringen. Bürgermeister und Landräte werden erstmals in Direktwahl unmittelbar vom Bürger gewählt.

    Ernst Kranz (SPD)wird mit großer Mehrheit als Bürgermeister von Wutha-Farnroda wiedergewählt. Einzig in Mosbach erhielt Gegenkandidat Ingo Jary (CDU) mehr Stimmen als er.

    Aus den Gemeinderatswahlen geht die SPD als Sieger hervor.

    Dr. Martin Kaspari (CDU) wird zum Landrat des neuen Wartburgkreises gewählt. In den Gemeinden des Altkreis Eisenach erhält er bis auf Dippach die Mehrheit der Stimmen. In den Gemeinden des Altkreises Bad Salzungen – mit Ausnahmen der Gemeinden des katholischen Geisaer Amtes – erhält der Leimbacher Gegenkandidat Günter Pohl (SPD) die meisten Stimmen.

     

    1. Juli 1994              

    Als neuer Landrat des Wartburgkreises verlegt Dr. Kaspari seinen Hauptsitz nach Bad Salzungen. Alle wichtige Verwaltungsteile ziehen in den folgenden Jahren nach Bad Salzungen um. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kaspari Bevölkerung und Mitarbeiter darüber im Unklaren gelassen, ob er seinen Hauptsitz in Salzungen nimmt oder dieser (mindestens zunächst) in Eisenach bleibt. Bad Salzungen wir damit faktisch die Kreisstadt, In Eisenach ist faktisch nur noch die Außenstelle des Landratsamtes.

    Stedtfeld, Hörschel, Neuenhof, Wartha, Stregda, Stockhausen, Madelungen, Neukirchen, Berteroda und Hötzelsroda kommen zur Stadt Eisenach. Dr. Peter Brodhun, der wiedergewählt wurde, darf sich nun Oberbürgermeister nennen und steht einer sogenannten „Großen kreisangehörigen Stadt“ (Stadt die auch bestimmte Aufgaben übernimmt, die in anderen kreisangehörigen Gemeinden vom Landratsamt wahrgenommen werden) vor.

    Laut des vom Landtag beschlossenen Gesetzes soll ab 01.01.1998 auch Wutha-Farnroda zur dann kreisfreien Stadt Eisenach gehören

    Kittelsthal, das sich zuvor nach Thal eingemeinden ließ, ist nun wie Thal selbst ein Stadtteil von Ruhla. Ruhlas neuer Bürgermeister heißt Gerald Pietsch.

    .Wutha-Farnroda hat nun aufgrund des Inkrafttretens der neuen Thüringer Kommunalordnung einen auf 21 Mitglieder verkleinerten Gemeinderat (20 Gemeinderatsmitglieder + Bürgermeister – 1990 hatte die Gemeindevertretung 30 Gemeindevertreter). Der  Bürgermeister ist zugleich Vorsitzender des Gemeinderates.

    Bürgermeister Ernst Kranz (SPD) beginnt seine 2. Wahlperiode. Im Juni hatte er die erste Bürgermeisterdirektwahl mit 57,3 % der Stimmen gewonnen. Herausforderer Ingo Jary (CDU) erhielt 30,9 % und Ingrid Pchalek (B 90/Grüne) 11,8 %

    m neuen Gemeinderat sollten die Diskussionen heftiger, das Klima rauher werden. Die SPD/VS Fraktion war nunmehr mit Abstand die stärkste Fraktion, der Demokratische Aufbruch als Fraktion nicht mehr existent. Von der Fraktionsvertretern, die die CDU zwischen 1990 bis Mitte 1994 in der Gemeindevertretung Wutha-Farnroda vertraten, war nicht ein einziger mehr Mitglied der neuen CDU-Gemeinderatsfraktion. Der Kampf gegen die gegen den Willen der Bürger Wutha-Farnrodas geplante Eingemeindung nach Eisenach sollte die Diskussionen, Ereignisse und Entscheidungen der kommenden Jahre entscheidend prägen.

     

    3. Juli 1994     

    Der Berggasthof „Großer Hörselberg“ wird mit einem Fest und Blasmusik wiedereröffnet. Die Wasserleitung ist zu diesem Zeitpunkt noch in Bau. Bis zur Fertigstellung der Wasserleitung sichert der Bauhof Sättelstädt die Wasserversorgung ab..

     

    Ab 4. Juli 1994 

    Über Arbeitsbeschaffungsmaßnamen (ABM) lässt die Gemeinde die Flächen des ehemaligen Kohleheizwerkes in Schönau beräumen.

    Die Sanierung der Wohnblöcke in der Mosbacher Straße beginnt

     

    6. Juli 1994     

    Konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates. Der neue Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:
    SPD:                9 Sitze
    CDU:              6 Sitze
    PDS:                2 Sitze
    B90/Grüne:     2 Sitze
    FW/DA:          1 Sitz
    Nach der neuen Thüringer Kommunalordnung ist der Bürgermeister neben den 20 Gemeinderatsmitgliedern zusätzliches Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates.
    Christel Rommel (SPD) wird zur 1. Beigeordneten (stellv. Bürgermeisterin) gewählt.
    CDU und Grüne kündigen an, dafür zu sorgen dass die neue Hauptsatzung einen 2.Beigordneten vorsieht. Ingrid Pchalek (Grüne) schlägt hierfür Ingo Jary (CDU) vor.
    Zwischen CDU-Fraktion und Bürgermeister gibt es einen heftigen verbalen Schlagabtausch über die seitens des Bürgermeisters vorgesehene dauerhafte Besetzung der Stelle der Leiterin der Wirtschaftsverwaltung. Die Entscheidung über die dauerhafte Einstellung der ehemaligen 1. Beigeordneten, Marion Schön, als Leiterin Wirtschaftsverwaltung wird vom Gemeinderat  auf September vertagt. Bürgermeister Ernst Kranz stellt sie daraufhin zunächst befristet ein.

     

    29. Juli 1994   

    Das Amtsblatt der Gemeinde Wutha-Farnroda, die Hörselzeitung, erscheint erstmalig. Sie ist gleichzeitig das Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Sättelstädt mit ihren bis damals selbständigen Mitgliedsgemeinden Sättelstädt, Kälberfeld und Hastrungsfeld-Burla

     

    August 1994  

    In Mosbach  wird der neu sanierte Sportplatz eingeweiht.

    Die Gespräche zwischen der Gemeinde und der Deutschen Bahn über die Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge sind im vollen Gange. Die Bahn fordert deren Beseitigung im gesamten Gemeindegebiet, weil sie auf der Strecke mehr als 160 km/h fahren möchte. Die Gemeinde ihrerseits ist daran interessiert, das schnellstmöglich der Bahnübergang in Eichrodt beseitigt, und durch eine Straßenüberführung ersetzt wird. Aufgrund des gestiegenen PKW-Verkehrs sind Staus und Wartezeiten von bis zu einer Stunde aufgrund des häufigen Schließens der Schranke keine Seltenheit. An manchen Tagen reicht der Stau bis weit nach Fischbach (Eisenach-Ost) hinein. Die Schranke ist durchschnittlich 12 Stunden am Tag geschlossen. Laut Pressemitteeilung des Bürgermeisters sei man sich mit dem Straßenbaulastträger und der Bahn einig, dass im Jahre 2005 etwa 200 Meter westlich der Schranke eine Straßenüberführung und unmittelbar an der Schranke eine Fußgängerunterführung gebaut werden solle. Über die Schließung der Bahnübergänge Rehhof/Kahlenberg und Schönau wird zu diesem Zeitpunkt heftig gestritten.     

    Im Park Wutha wird das große Regenüberlaufbecken für die Kanalisation des Ortes gebaut

    Gemeinderatsmitglied Ingrid Pchalek (Grüne) fechtet die im Juni stattgefundenen Kommunalwahlen in Wutha-Farnroda an.

    Die Anwälte der Gemeinde (RAe. Hoppe & Stühr aus Münster) arbeiten an der Klageschrift gegen Eingemeindung Wutha-Farnrodas.

     

    20. August 1994 

    Der Gemeinderat legt in seiner Hauptsatzung fest, dass nicht der Bürgermeister, sondern ein zu wählendes Mitglied des Gemeinderates den Vorsitz des Gemeinderates führt. Zum Gemeinderatsvorsitzenden wird Gerd Steidte (SPD) gewählt.

     

    September 1994  

    Beginn der Sanierung des Farnrodaer Schlossturmes

    In nichtöffentlicher Sitzung stimmt der Gemeinderat mit 9 gegen 8 Stimmen der Einstellung von Marion Schön zur Leiterin der Wirtschaftsverwaltung zu.

    Während der Gemeinderatssitzung werfen CDU und Grünen-Fraktion Bürgermeister Ernst Kranz im Zusammenhang mit dem Abriss und der Sanierung des Kohleheizwerkes Schönau Subventionsbetrug vor. Bereits im Juli hatten Annerose Wiesenburg (CDU) und Ingrid Pchalek (Grüne) dem Bürgermeister unterstellt, er habe hinter dem Rücken des Gemeinderats eine Müllverbrennungsanlage und eine Klärschlammtrocknung voranbringen wollen, die sich gesundheitsgefährdend auf die Umgebung auswirken würde. Im Verlaufe der kommenden Jahre werden seitens der CDU- und der Grünen-Fraktion zahlreiche Diensaufsichtsbeschwerden und Strafanzeigen gestellt. Sämtliche Verfahren wurden im Laufe der Zeit eingestellt.

    Auf dem Mölmen werden die Fugen der Wohnblöcke abgedichtet. Das Gemeinderatsmitglied Ingrid Pchalek behauptete in öffentlicher Gemeinderatssitzung, die eingesetzten Mittel wären gesundheitsschädlich. Sie behauptete des weiteren, dass bereits 20 Kinder deswegen erkrankt seinen. Diese Behauptungen erwiesen sich als völlig haltlos.

    Die aufgrund der Wahlanfechtung vom Landratsamt Wartburgkreis –Kommunalaufsicht anberaumte Neuauszahlung der Stimmen im Wahllokal Mölmen I bringt kein neues Ergebnis. Die Wahlanfechtung erwies sich als haltlos.      

    Im Schlosspark wird der Verkehrsgarten eröffnet.

    Detlef Krüger (PDS) wird zum stellv. Vorsitzenden des Gemeinderates gewählt.

     

    Oktober 1994 

    Die Industrieprodukte Ruhla GmbH weiht im Gewerbegebiet „An der Allee“ ihr neues Werk ein. Die Fa. gehört zu einer niederländischen Firmengruppe und stellt Werbewanduhren her.

     

    16. Oktober 1994 

    Bundestags- und Landtagswahl sowie Abstimmung über die Thüringer Verfassung

     

    2. November 1994  

    bezüglich der vorgesehenen Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge stimmt der Gemeinderat folgenden mit der Bahn ausgehandeltem Kompromiss zu:
    - Anstelle einer von der Bahn angebotenen Fußgängerunterführung am Bahnübergang Schönau soll eine PKW-fähige Unterführung gebaut werden, zusätzlich soll in diesem Bereich ein LKW-fähiger Wendehammer entstehen, dafür verzichtet die Gemeinde auf eine Fußgängerüberführung im Bereich B7/Eichrodt und stimmt der Alternativlösung Fuß- und Radweg am Steinacker zu
    - Die Gemeinde verzichtet auf einen Überweg am Rehhof, dafür wird im Rahmen der Maßnahme die Straße zwischen Wutha/Weinbergstraße und Seehof ausgebaut.

    Manfred Ehmel (SPD-Fraktion) wird zum 2. Beigeordneten gewählt

     

    29. November 1994 

    Der Bebauungsplan des Wohn- und Mischgebietes am Rehberg wurde von der oberen Verwaltungsbehörde endgültig genehmigt.

     

    2. Dezember 1994  

    Der Gemeinderat beschließt auch die in den Ortskernen von Farnroda, Wutha und Eichrodt befindlichen gemeindeeigen Wohnungen der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft Wutha-Farnroda zu übertragen.
     

    Dezember 1994 

    Die Ampelanlage „Mölmenkreuzung“ wird eingeweiht.

  • Januar 1995    

    Farnroda ist als erster Ortsteil für die Jahre 1995 bis 1997 als Förderschwerpunkt der Dorferneuerung anerkannt.

    Der Schlossturm Farnroda bekommt ein neues Dach, welche mit einem Kran ausgesetzt wurde. Zuvor war die Mauerkrone saniert worden.

     

    25. Januar 1995

    Der Gemeinderat stimmt dem Erschließungsvertrag zur Erschließung Wohngebiets „Am Rehberg“ in der Gemarkung Farnroda zwischen der Gemeinde Wutha-Farnroda und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) zu. Im Endausbau soll das Wohngebiet einmal 31 ha umfassen.

     

    März 1995      

    Die Hauptstraße in Farnroda wird vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege als Denkmalensemble ausgewiesen.

     

    27. April 1995  

    Schlagabtausch im Gemeinderat: Wolfgang Tschaar verliest ein Positionspapier der CDU-Fraktion, welches sich massiv für die Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach einsetzt.   

     

    28. April 1995  

    Wolfgang Gebhardt aus Mosbach wird von den Feuerwehleuten der Gemeinde zum ersten Ortsbrandmeister der Gemeinde Wutha-Farnroda gewählt. Die offizielle Bestellung erfolgte zu Gemeinderatssitzung am 7. Juni

     

    9. Mai 1995    

    Der 1. Spatenstich für die Erschließung des Wohngebietes am Rehberg wird gesetzt.

     

    19. Mai 1995  

    Der Heimatverein Mosbach wird gegründet.

     

    7. Juni 1995    

    Der Gemeinderat stimmt der Eisenbahnkreuzungsvereinbarungen mit der Deutschen Bahn zu, wonach der Bahnübergang am Bahnhof Wutha durch eine Unterführung ersetzt wird, und der Bahnübergang in Schönau eine sogenannte EBÜT-Anlage erhält.

     

    Juni 1995        

    Geschäftsführer Karl-Heinz Malsch und 1. Kreisbeigeordneter Friedrich Krauser setzen den 1. Spatenstich für das neue Werk der Phoenix Mecano Digital GmbH im Gewerbegebiet „An der Allee“.

     

    Juli 1995         

    Die Gemeinde Wutha-Farnroda reicht beim Thüringer Verfassungsgericht Klage gegen das Eingemeindungsgesetz ein, welches vorsieht, dass die Gemeinde zum 01.01.1998 zu Stadt Eisenach eingemeindet wird.

    Die Bauarbeiten zum Straßenausbau Seebacher Straße in Farnroda beginnen

    Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) übernimmt Aufgaben der Jugendarbeit in Wutha-Farnroda.

     

    August 1995  

    Einweihung des Betriebshofes der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Eisenach mbH (KVG) im Gewerbegebiet an der Allee.

    Die Thüringische Ministerin für  Soziales, Irene Ellenberger, informiert sich vor Ort über den Stand der Sanierung des ehemaligen Heizwerkgeländes zwischen Rehhof und Schönau. Die Sanierung erfolgt zum Großen Teil über Arbeitsfördermaßnahmen.

    Die Beratungen zum Nachtragshaushalt 1995 beinhalten auch Beratungen über das „Dorfgemeinschaftshaus Mosbach“ und ein „Dorfgemeinschaftshaus“ in Wutha-Farnroda. Für letzteres wird als Standort zunächst die Fläche hinter dem Schlossgarten Farnroda favorisiert. Dahinter soll in Richtung „Allee“ ein neuer Sportplatz entstehen.

     

    September 1995

    Erstmals nach 13 Jahren Unterbrechung findet in Schönau wieder eine Kirmes statt.

    Die Deubacher Straße wird instandgesetzt

    Die Ortsstraße in Kahlenberg wird verbreitert.

    Der Gemeinderat stimmt dem Vertragsabschluss mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) zur Entwicklung des Gewerbegebietes „An der B 7“ zu.

     

    7. Oktober 1995

    Der 170 Meter hohe Schornstein des Kohleheizwerkes Schönau wird um 13.52 Uhr gesprengt.

     

    27. Oktober 1995 

    Die Straße Hörselbergblick und Tannhäuser Weg werden für den öffentlichen Straßenverkehr gewidmet.

     

    14. November 1995, 19.00 Uhr:

    Die seit Jahren leerstehende ehemalige Lehrwerkstatt von Petkus steht in Flammen. Die Löscharbeiten dauern bis gegen 2.00 Uhr an. Brandursache: Brandstiftung durch zwei 15jährige.

     

    November 1995

    Einweihung des neuen Werkes der Phoenix Mecano Digital GmbH

    Schüler und Eltern protestieren gegen die vom Kreis geplante Zusammenlegung der beiden Regeschulen im Wohngebiet Mölmen.

  • Januar 1996    

    Die bis Ende 1995 noch gültigen Personalausweise und Reisepässe der DDR werden ungültig. Jeder Erwachsene muss nun einen gültigen Personalausweis oder Reisepass der Bundesrepublik besitzen.

    Christel Rommel tritt als 1. Beigeordnete der Gemeinde Wutha-Farnroda zurück und gibt gleichzeitig ihr Gemeinderatsmandat auf.

    Östlich und nördlich Wutha-Farnrodas ist die Gemeinde Hörselberg entstanden die neben Kälberfeld Sättelstädt (mit Sondra) und Hastrungsfeld-Burla auch Ettenhausen/Nesse, Melborn, Wenigenlupnitz, Großenlupnitz, Beuernfeld, und Bollerorda umfasst.

    Im Bauausschuss wird der Entwurf des Brückeneubaus Hauptstraße/Eichrodter Weg Farnroda vorgestellt

    Der Gemeinderat beschließt die Prüfung eine Gründung eines „Jugendgemeinderates“

     

    11./25. Februar 1996  

    Ortbürgermeisterwahlen in Mosbach, Schönau und Kahlenberg. In einer Stichwahl kann sich in Mosbach Jürgen Siebert gegen Wolfgang Tschaar durchsetzen. Zuvor waren bereits Volker Ortmann in Schönau und Christina Lehmann in Kahlenberg zum Ortsbürgermeister bzw. Ortsbürgermeisterin gewählt worden.

     

    Februar 1996  

    Die Fa. Kruspe, Kunstwerkstatt für feinste Metallblasinstrumente mit ihrem Chef Peter Heldmann zieht von Erfurt in das Gewerbegebiet An der Allee in Wutha-Farnroda um.

    Mangels eines Saales in Farnroda finden die Faschingsveranstaltungen des Farnrodaer Karnevalvereins im Thaler Hotel „Thalfried“ statt.

    Die Straßen „An der Allee“ und „Am Schunkenhofe“ werden offiziell für den öffentlichen Verkehr gewidmet.

     

    März 1996      

    Die Gemeinden Weimar/Lahn und Wutha-Farnroda feiern da 5jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Mangels anderem Saal findet die Feier in der Petkus-Kantine statt.

     

    17. April 1996 

    Ingo Jary (CDU) wird vom Gemeinderat zum neuen 1. Beigeordneten gewählt. Er obsiegt über den Mitbewerber Torsten Gieß (SPD) mit einer Stimme Mehrheit.

     

    April 1996      

    Für die Feuewehr Wutha wird  ein Impulslöschgerät (IFEX 3035/60) angeschafft

     

    Mai 1996        

    17 von 222 Wahlberechtigten (7,7 %) wählen den Ortschaftsrat Kahlenberg, 37 Mosbacher (von 1105 Wahlberechtigen –  3,3 %) und 26 von 504 wahlberechtigte Schönauern (5,2 %) wählen jeweils ihren Ortschaftsrat.

     

    1. Juni 1996  

    Eröffnung des Jugendclubs „Crocodil“ in der ehemaligen Diskothek im Wohngebiet Mölmen. Der Jugendclub wird von der AWO betreut. Die zwischenzeitlich der Ringstraße 20 befindlichen Clubräume werden aufgegeben. Es war zu erheblichen Belästigung der Anwohner und der im Gebäude befindlichen Gewerbetreibenden  gekommen.

     

    Juli 1996         

    Die Jugendclubs in Schönau und Farnroda werden eröffnet. Sie unterliegen bis auf weiteres der Selbstverwaltung durch die Jugendlichen

     

    12. August 1996  

    Erster Spatenstich zur Sanierung des Waldschwimmbades Mosbach

     

    September 1996  

    laufende Baumaßnahmen: Sanierung Schwimmbad Mosbach, Bau Mehrzweckhalle Mosbach, Kanalbau Gothaer Straße, Bahnunterführung Bahnhof Wutha, Straßenausbau Herbacin – Seehof, Neubau Gehweg Am Herrenstück, Brückenneubau Hauptstraße/Eichrodter Weg Farnroda, Feldwegebau Seebacher/Schönauer Straße Farnroda, Straßenbeleuchtung Schönau Hauptstraße (jetzt Hörseltalstraße)

    Der Gemeinderat fasst den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet An der B 7“

     

    Oktober 1996

    Die Feuerwehr Schönau erhält ihr neues Kleinlöschfahrzueug (KLF Thüringen)

    Erster Spatenstich für die Mehrzweckhalle Mosbach (jetzt Triftberghalle)

    Im Hauptausschuss wird der Erwerb der Petkusliegenschaft nördlich Eisenacher Straße beraten. Geplant ist die zweite Petkusvilla als zweites Verwaltungsgebäude der Gemeinde und die Gebäude westlich davon aus Bauhof zu nutzen.

    Eröffnung des neuen Werkes der SMR Sondermaschinen Ruhla GmbH im Gewerbegebiet An der Allee.

    Eröffnung des sanierten Backhauses in Schönau (28.10.)

    Der Ortschaftsrat Mosbach beschließt die Umbenennung der Eisenacher Straße in Waldbadstraße, Zum Langetal und Zum Himmelreich

     

    November 1996 

    Die Feuerwehr Farnroda erhält ihr neues Löschfahrzeug LF 8/6

    Wohnumfeldverbesserung im Wohngebiet Mölmen: Neugestaltung des Innenhofbereiches Am Herrenstück, Neubau der Fußwege und Treppen Am Rotberg

    Die Schulstraße, Fliederweg, die Straße Zur Skihütte sowie der Rosenpfad werden dem öffentlichen Verkehr gewidmet.

    Der Ortschaftsrat Schönau beschließt die Umbenennung der Hauptstraße in Hörseltalstraße.

  • April 1997      

    Die Landtagsabgeordnete Werner Grünert (CDU) und Sabine Doth (SPD) sprechen sich in im gemeindliche Amtsblatt abgedruckten Presseerklärungen gegen die Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach aus.

    Der Basketballplatz in Deubach wird eröffnet.

     

    Mai 1997        

    Abschluss der Sanierungsarbeiten am ehemaligen Heizwerk Schönau

    Der Gemeinderat fasst den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Wohngebiet Auf den Seiten, Mosbach.

     

    15. Juni 1997  

    Eröffnung des sanierten Waldschwimmbades Mosbach

     

    3. Juli 1997     

    Einweihung der Erbstrombrücke Hauptstraße/Eichrodter Weg in Farnroda

     

    6. Juli 1997    

    Einweihung der Mehrzweckhalle Mosbach (jetzt Triftberghalle)

     

    18. Juli 1997   

    Mit der Neupflanzung der Drei Linden in der Dorfmitte Mosbachs wird die Festwoche für die 800-Jahr-Feier Mosbachs eingeleitet. Am Festumzug am folgenden Tag beteiligten sich 44 Lauf-, Fahr- und Musikgruppen.

     

    September 1997

    1. Schönauer Backhausfest

     

    Oktober 1997

    Abschluss des Straßenausbaus der Seebacher Straße in Farnroda. Die Baumaßnahmen hatten im September 1994 mit der Erneuerung der Stützmauern begonnen.

    Proteste in Schönau wegen eines geplanten Windkraftwerkes im Schafgrund

    Bildband III „Wutha-Farnroda mit seinen Ortsteilen“ erscheint. Er beschreibt die Entwicklung der Gemeinde seit der „Wende“

    Aufgrund der drohenden Niederlage vor dem Thüringer Verfassungsgericht wird im Landtag über eine Änderung des Eingemeindungsgesetzes debattiert. Im Gespräch ist, statt Wutha-Farnroda Krauthausen einzugemeinden.

    Die Straße zwischen Wutha und Kahlenberg ist erneuert worden.

     

    30. Oktober 1997  

    Spatenstich für die 3-Feld-Sport und Mehrzweckhalle in Farnroda (Hörselberghalle)

     

    November 1997  

    Beginn der Umgestaltung des Festplatzes im Schlosspark Farnroda

    Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf der völlig umgestalteten und sanierten Grabanlage Erlengräber, auf der 455 Zwangsarbeiter ihre letzte Ruhe fanden die während des 2. Weltkrieges im Raum Eisenach/Wutha den Tod fanden

     

    28. November 1997 

    14 Landtagsabgeordnete aus den Reihen von SPD (12) und  CDU (2) und stellen im Thüringer Landtag einen Gruppenantrag, wonach Wutha-Farnroda nicht nach Eisenach eingemeindet werden soll.

     

    11. Dezember 1997

    Das von der Gemeinde erworbene ehemalige Petkusgebäude (Konstruktion) steht in Flammen. Der Wuthaer Wehrführer Rolf Koch kann das dort in einer Garage untergebracht neue Feuerwehrfahrzeug LF 16/24  der Wuthaer Feuerwehr in letzter Minute retten.

     

    18. Dezember 1997  

    Das Thüringer Verfassungsgericht erklärt die geplante Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach für verfassungswidrig. Die Gemeinde Wutha-Farnroda bleibt damit selbständig. Der Urteilverkündung wohnen neben dem Bürgermeister Ernst Kranz die Landtagsabgeordneten Sabine Doth (SPD) und Werner Grünert (CDU), zahlreiche Gemeinderatsmitglieder und Bürger Wutha-Farnrodas bei. Die Gemeinde feiert das Ereignis am Abend in der neuen Mosbacher Mehrzweckhalle (Triftberghalle).

  • Februar 1998  

    • Schlüsselübergabe des Schönauer Backhauses an den  Backfrauenverein
    • Das Landratsamt plant die Schließung der Grundschulen Mosbach und Farnroda zum Schuljahresende. Bürgermeister Ernst Kranz setzt sich für eine „Gnadenfrist von mindestens einem Jahr für beide Schulen ein.

     

    März 1998      

    • Einweihung des Seniorentreffs in Eichrodt
    • Der Versuch, ein Jugendparlament zu initiieren, scheiterte. Es fand sich kein Jugendlicher, der „den Hut aufsetzte“.

     

    Juni 1998        

    • Kahlenberg feiert 750 Jahre seines Bestehens.

     

    August 1998  

    • Für Wasser und Gasleitungen wird in Eichrodt ein neuer Düker unter der Hörsel gebaut.
  • Januar 1999    

    • Die Diakonie baut bei der Elisabethenhöhe ein neues Wohnheim. Bei eisiger Kälte wird Richtfest gefeiert.

     

    Februar 1999  

    • 650 Jahre Wutha werden gefeiert. Die Festivitäten, die auf das ganze Jahr verteilt sind, werden mit einer Ausstellung in der Gemeindeverwaltung eröffnet.
    • Ortsbrandmeister Wolfgang Gebhardt bekommt von den Kameraden der Feuerwehr Mosbach zum 50. Geburtstag einen Trabant geschenkt, der von ihnen zum Einsatzfahrzeug umgebaut wurde.

     

    März 1999      

    • Der bekannte Maler und Grafiker Ernst Ebert starb im Alter von 83 Jahren. Der 1915 in Frankfurt a. Main geborene Ebert wohnte seit dem Ende des 2. Welkrieges in Wutha.

     

    April 1999      

    • Innenminister Richard Dewes überreicht  Bürgermeister Ernst Kranz einen Fördermittelbescheid über 420.000 Deutsche Mark für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Schönau. Für den Bau sind rund 1,2 Mio. DM veranschlagt.

     

    13. Juni 1999

    • Gemeinderatswahlen in Wutha-Farnroda: von 6.209 Wahlberechtigten gingen 3.302 also 54,5 % zur Wahl. Von den gültigen Stimmen entfallen 46,88 % auf die SPD, 36,01 % auf die CDU, 13,79 % auf die PDS, 2,02 % auf die Grünen und 1,31 % auf die PDS. Im Ergebnis entfallen nunmehr 11 Sitze auf die SPD, 7 Sitze auf die CDU, und 2 Sitze auf die PDS. Im Mosbach wird Jürgen Siebert, in Kahlenberg Christina Lehmann und in Schönau Volker Ortmann als Ortsbürgermeister wiedergewählt.

     

     

    Juli 1999         

    • Während der ersten Gemeinderatssitzung wird auf Vorschlag der SPD-Fraktion Ingo Jary (CDU) zum 1. Beigeordneten gewählt. Er kann sich mit 14 gegen 7 Stimmen gegen den von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Helmut Dierschauer (CDU) durchsetzen.
    • Clorgasalarm am Mosbacher Schwimmbad: aus einer undichten Schraubverbindung trat nach Clorgas, welches der Desinfektion des Schwimmbadwassers dient, aus. Die Feuerwehren der Gemeinde waren im Einsatz.
    • In der Gemeinde wird erstmals ein wildwachsendes Exemplar des Riesenbärenklaus (Herkulesstaude) entdeckt. Bei Berührung kann deren Pflanzensaft gefährliche Verätzungen hervorrufen.
    • Festwoche mit Festumzug anlässlich 650 Jahre Wutha

     

    August 1999  

    • Bei einem Eisenbahnunfall werden 2 Kühe getötet, die bei Wutha auf die Gleise gelaufen waren.
    • Der Baustart für die Bahnüberführung B 7 in Eichrodt beginnt mit dem Abriss der Scheune am Ortseingang.
    • Bürgermeister Ernst Kranz beschwert sich bei der Bahn gegen die zunehmende Vermüllung und den Zustand des Bahnhofes Wutha.

     

    28. August 1999, 2.30 Uhr  

    Der mit Strohballen gefüllte Bergeraum der Agrargenossenschaft in Kahlenberg brennt lichterloh. Die Löscharbeiten dauern 2 Tage. Ein Übergreifen auf den benachbarten Kuhstall kann verhindert werden (Der Bergeraum wurde im Folgejahr neu aufgebaut und brannte in der Nacht zum 30. Dezember 2006 wiederum vollständig nieder. In beiden Fällen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von Brandstiftung auszugehen).

     

    September 1999  

    • Die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Mosbach - Wutha-Farnroda fordert Ingo Jary auf , aus der CDU auszutreten und droht ihm andernfalls mit dem Parteiausschluss. Grund: Ingo Jary war im Juli auf Vorschlag der SPD-Fraktion vom Gemeinderat mehrheitlich zum 1. Beigeordneten gewählt worden und setzte sich damit gegen den von der CDU vorgeschlagenen Helmut Dierschauer durch. Nachdem Ingo Jary nicht aus der CDU austrat, schloss ihn die CDU-Fraktion aus der Fraktion aus und der CDU-Ortsverband beantragte seinen Parteiausschluss. Der CDU-Kreisvorstand bestätigte dies.
    • Der zum künftigen Thüringer Innenminister auserkorene Christian Köckert kündigt in der Presse an, als künftiger Minister eine Eingemeindung Wutha-Farnrodas nach Eisenach nochmals zu prüfen. Die Presseerwiderung des Wutha-Farnrodaer Bürgermeister Ernst Kranz lautet: „Wenn sich konkret etwas anbahnt, werden wir etwas Konkretes dagegen setzen.“
    • Auch in der Eisenacher Straße  in Eichrodt wird gebaut. Die Umleitung erfolgt über eine Behelfsbrücke am westlichen Ortsrand von Eichrodt über den Turnplatz.
    • Im Park Wutha werden 14 neue Bäume gepflanzt, die z. T. über Bürgerspenden finanziert wurden.

     

    10. September 1999  

    • Abschluss der Bauarbeiten im Dorfkern in Farnroda. Die Hauptstraße, der Eichrodter Weg und die Brunnenstraße werden mit einem Fest eingeweiht. Die Maßnahmen wurden aus Mitteln der Dorferneuerung gefördert.
    • Der Rehbergkindergarten feierte sein 50jähriges Bestehen.
    • Die Vertreter, der im Wohngebiet Mölmen vertretenen Wohnungsgesellschaften sitzen erstmals an einem Tisch. Thema ist die Wohnumfeldverbesserung im Wohngebiet,  u.a. ein Spielplatz im Bereich obere Ringstraße/Rotberg  sowie die Feuerwehrzufahrten. Man ist darüber einig, die jeweiligen Grundstücke nicht mit Zäunen gegeneinander abzugrenzen. Zu diesem Zeitpunkt besitzt die gemeindeeigene Wohnungsgesellschaft Wutha-Farnroda mbH (WOG) noch 820 Wohnungen, die Fa. DEMUS/ Hausverwaltung Kasperczyk 500 Wohnungen und die Wohnungsgenossenschaft Erbstromtal noch 250 Wohnungen im Wohngebiet Mölmen.         

     

    11. September 1999  

    Kellerbrand im Wohnhaus Am Taubenacker 7, Etwa 30 Bewohner müssen ihre Wohnungen wegen der Rauchentwicklung verlassen.

     

    17. September 1999  

    Erster Spatenstich für den Bau des Feuerwehrhauses Schönau

     

    18. September 1999  

    Die gemeindeeigene Wohnungsgesellschaft feiert die Sanierung der Ringstraße 50 bis 72 mit einem Mieterfest. Neben der Innen- und Außensanierung hat jeder Hausaufgang auch einen Fahrstuhl erhalten.

     

    Oktober 1999 

    • Das neue Umspannwerk in Farnroda, an der Straße nach Kittelsthal, wird in Betrieb genommen.
    • In Kahlenberg wählen 19 (6,4 %) von 297 Wahlberechtigten ihren neuen Ortschaftsrat, in Mosbach sind es 85(7,3 %) von 1152. Auch in Schönau wird ein neuer Ortschaftsrat gewählt. Über einen Sitz muss das Los entscheiden.

     

    30. Oktober 1999 

    Der Brand des ehemaligen Werkes III in der Gothaer Straße war ein weiterer Höhepunkt einer Brandserie. Im Sommer 1999 mussten die Feuerwehren des Ortes alle 3 bis vier Wochen Sonnabends oder Sonntags früh zwischen 2.00 Uhr und 3.00 Uhr zu Brandeinsätzen. Meist waren es Kellerbrände im Wohngebiet Mölmen, aber auch der ehemalige Jugendclub Heidekopf oder der Bergeraum in Kahlenberg gehörten zu den Brandobjekten. Zumeist war Brandstiftung die Ursache.

     

    November 1999 

    • Die Gemeindeverwaltung muss auf Anweisung des Landratsamtes (Straßenverkehrsbehörde) die in der Weinbergstraße zur Verkehrsberuhigung eingebaute Stahlschwelle wieder entfernen. Grund: Die Stahlschwelle lässt eine gefahrlose Überfahrt mit lediglich 10 km/h zu, in der Weinbergstraße sind aber verkehrsrechtlich 30 km/h zulässig.
    • Der Thüringische Kultusminister Michael Krapp besucht die Hörselbergschule. Grund ist die dort seit einem Jahr als Pilotprojekt eingeführte „veränderte Schuleingangsphase“. Sie beinhaltet, dass die Kinder in den ersten drei Jahren nicht in Schulklassen unterrichtet werden, sondern die Kinder die Schulstunden kursweise besuchen. Der größte Teil des Unterrichtes findet jeweils in einer Stammgruppe statt, die altersgemischt sind. Klassenstufen können wiederholt werden, aber auch übersprungen werden.

     

    15. November 1999 

    Die neue Hörselbrücke in Eichrodt wird offiziell eingeweiht. Das Bauwerk kostete 5,2 Mio. Mark.

     

    1. Dezember 1999

    Der „Bamberger Hof“ in Wutha wird als Hotel wiedereröffnet. Das Gebäude war als Klubhaus „August Rudloff“ bis 1990 in Rechtsträgerschaft des VEB Petkus Wutha, danach war es in Verwaltung der Treuhandanstalt, stand lange Zeit leer und wurde bei einem Großbrand 1998 schwer beschädigt. Das traditionsreiche Haus, das als Gaststätte seit 1860 bestand, wurde Ende der 1990er Jahre von einem Kölner gekauft,  saniert und an die Familie Schneider verpachtet, die es seither betreibt.

     

    Dezember 1999         

    • Das neue Löschfahrzeug LF 8/6 der Feuerwehr Mosbach wird in Dienst gestellt.
    • Viele Wohnungen im Wohngebiet Mölmen stehen inzwischen leer. Der Leerstand wird zunehmend von außen sichtbar. Die Gemeinde hat zum Jahresende rund 300 Einwohner weniger als zum Jahresanfang (31.12.1999 rund 7950 Einw.).

     

    31.Dezember 1999

    Weltweit rechnet man mit Computerausfällen aufgrund des Jahrtausendwechsels und davon verursachter Ausfälle von elektronischen Anlagen und Versorgungssytemen. Die Feuerwehren sind deshalb auch in unserer Gemeinde in Bereitschaft. Selbiges geschah nicht. Die Einwohner sind gespannt, was das neue Jahrtausend bringt.

  • Januar 2000

    • Die Sanierung der Wohnblöcke der oberen Ringstraße durch die gemeindeeigene Wohnungsgesellschaft ist im Wesentlichen abgeschlossen. Sie erhielten u. a. Außenfahrstühle.

     

    März 2000

    • Richtfest am neuen Feuerwehrhaus in Schönau
    • Einweihung des neuen Hauses 2 des Wohnheims für Menschen mit Behinderung auf der Elisabethenhöhe.
    • Die Ruhlaer SPD nominiert Torsten Gieß zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

     

    April 2000

    • Wolfgang Gebhardt wird von den Feuerwehrkameraden der Gemeinde mit großer Mehrheit als Ortsbrandmeister wiedergewählt.

     

    Mai 2000

    • Das Hörselbergmuseum in Schönau wird offiziell eröffnet.
    • Der zweite Bauabschnitt im Wohngebiet „Am Rehberg“ wird offiziell freigegeben.
    • Die Bürgermeister von Ruhla, Seebach und Wutha-Farnroda, Gerald Pietsch, Kurt Kästner und Ernst Kranz stellen zusammen mit dem Landrat Dr. Martin Kaspari ein Projekt vor, das den Bau eines Sportzentrums mit Tennishalle, Sportplatz, Festplatz Freibad und Hallenbad in Thal vor. Für die veranschlagten Baukosten i. H. v. 12 Mio. DM sucht man nach Finanzierungsmöglichkeiten.
    • Wutha-Farnroda hat nun auch eine eigene Gemeindefahne.

     

    14. Mai 2000

    Ernst Kranz (SPD) gewinnt die Bürgermeisterwahl gegen Kristina Lehmann bei einer Wahlbeteiligung von 50 % mit 83,9 %.

     

    Juni 2000

    • Bei dem Versuch, einen Bienenschwarm auf seiner Jagdkanzel auszuräuchern, zündet ein Jäger zwischen Eichrodt und Rothenhof versehentlich seinen eigenen Hochstand an. Die Feuerwehren aus Wutha und Farnroda können das Feuer löschen.
    • Peter Fronhöfer aus Farnroda feiert seinen 100. Geburtstag

     

    Juli 2000

    • Der neue Trinkwasserhochbehälter in Mosbach wird offiziell in Betrieb genommen. Die vom Trinkwasserverband Eisenach-Erbstromtal gebaute Anlage hat 1,4 Mio. DM gekostet.
    • Nach „diversen“ Vorkommnissen wurde der gerade erst eröffnete Containerjugendklub im Farnrodaer Schlossgarten vom Bürgermeister Ernst Kranz geschlossen. Wegen des Misserfolgs mit dem von den Jugendlichen selbstverwalteten, nur sporadisch betreuten Klub, wartet der gleichartige von der Gemeinde angeschaffte Container in Mosbach noch ungenutzt hinter dem Kindergarten. Gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Jugendamt will man sich beim Arbeitsamt für die Betreuung der „dezentralen Klubs um zwei Strukturanpassungsmaßnamen (SAM-Stellen) bemühen.

     

    September 2000

    • Erster Spatenstich für den Neubau des gemeindlichen Bauhofs in Wutha

     

    November 2000

    • Der Jugendclub „Crocodile“ auf dem Mölmen musste wegen Personalmangel schließen. Grund war das Auslaufen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM-Stelle). Die Gemeinde sieht Landratsamt und Arbeiterwohlfahrt in der Pflicht.
    • Derweil werden nunmehr die „dezentralen Klubs“ (Container) in Farnroda und Mosbach von zwei Betreuern begleitet, die auf Grundlage einer sog. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) eingestellt wurden. Das Gebäude im Wuthaer Park, hinter dem heutigen Bauhof, wird gerade zum Jugendklub ausgebaut. Der selbstverwaltete Jugendklub im ehemaligen Rathaus Schönau läuft nach Aussage des Bürgermeisters so „lala“.

     

    18. Dezember 2000

    Offizielle Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Schönau.

  • Februar 2001

    • Wutha-Farnroda hat erstmals eine eigene Internetseite
    • Während der Gemeinderatssitzung weist Bürgermeister Ernst Kranz auf den enormen Investitions- und Sanierungsbedarf der Kindergärten in Wutha, Triftweg und Farnroda, Rehbergkindergarten hin. Es gelte zu überlegen, ob es nicht besser sei, wenn beide Einrichtungen in einem Neubau zusammengeführt würden.
    • Thema ist auch das seit 2000 leerstehende ehemalige Ferienlager in Mosbach. Es war zuletzt von der Lebenshilfe genutzt worden.

     

    Mai 2001

    • Die Wechselausstellung im Hörselbergmuseum beschäftigt sich mit dem Leben des Sagensammlers Ludwig Bechstein.
    • Der Kommersche der Wingolfiten findet diesmal nicht in Eisenach, sondern in der Wutha-Farnrodaer Hörselberghalle statt.
    • Bürgermeister Ernst Kranz gibt gegenüber der SPD Wutha-Farnroda erstmals bekannt, dass er im Jahr 2002 für den Deutschen Bundestag kandidieren möchte.

     

    Juli 2001

    • Pfarrer Bernd Wittig beendet nach 30 Jahren seine Dienstzeit in Wutha-Farnroda.
    • Im Hörselbergmuseum wird die geologische Ausstellung eröffnet.

     

    August 2001

    • Im Wohngebiet Mölmen stehen 41 % aller Wohnungen leer. Die Einwohnerzahl im Wohngebiet hatte von 4250 (1990) auf 3095 (1996) auf 2153 (Anfang 2001) vermindert. Bürgermeister Ernst Kranz und WOG-Geschäftsführer Uwe Waldstädt rechnen mit dem Abriss von 770 der insgesamt 1574Wohnungen im Wohngebiet. Als Erstes sollen im Jahr 2002 die Wohnblöcke am Herrenstück fallen. Hierüber werden die Mieter in einer Anwohnerversammlung informiert.
    • Eine Verfolgungsjagd der Polizei nach einem Autodiebstahl endet am Rehhofer Weg (jetzt Fliederweg) im Wohngebiet Mölmen. Ein 20jähriger Mann aus dem Altenburger Land und eine 23jährige Frau werden festgenommen. Auf dem Rücksitz befand sich in einer ungesicherten Babyschale ein halbjähriger Säugling.
    • Bürgermeister Kranz muss bekannt geben, dass die 2 ABM-Stellen zur Betreuung der dezentralen Jugendclubs im Oktober auslaufen werden, und vom Arbeitsamt nicht verlängert werden. Gleichzeitig senkt auch der Wartburgkreis seine Zuschüsse für die Jugendklubs.
    • Die Gemeinderatsmitglieder spenden 1000 DM für die Hochwasseropfer in Polen.
    • Der Gemeinderat beschließt eine Bürgschaft zur Sicherung eines Kredits der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft für die Sanierung des Wohnblocks Ruhlaer Straße 44/46.

     

    September 2001

    • offizielle Einweihung der Autobahnabfahrt Wutha-Farnroda sowie der Bahnüberführung in Eichrodt, Die Gesamtbaumaßnahme kostete 5,6 Mio. DM.

     

    3. Oktober 2001

    Wutha-Farnroda und Weimar/Lahn feiern im Bürgerhaus von Roth das 10jährige Bestehen ihrer Partnerschaft.

     

    Oktober 2001

    • Charlotte Meinhardt wird vom Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) mit dem Unternehmerpreis ausgezeichnet.
    • Ramona Borm wird Pfarrerin von Mosbach und Kittelsthal.

     

    18. Dezember 2001

    Das neue Bauhofgebäude wird offiziell eingeweiht.

  • Januar 2002

    • Wutha-Farnroda wird in den Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost“ aufgenommen.

     

    Februar 2002

    • Das kommunale Wartburgklinikum in Eisenach (Gesellschafter Stadt Eisenach und Wartburgkreis) wird mit dem katholischen St. Elisabeth-Krankenhaus und dem evangelischen Diakonissenkrankenhaus fusioniert.

     

    März 2002

    • Im Rahmen der Planungen zur Nordverlegung der Autobahn A 4 und dem Rückbau der Autobahn am Hörselberg mahnt die Gemeinde die Schaffung einer Zufahrt zur jetzigen Raststätte „Kleiner Hörselberg“ von der jetzigen Abfahrt Wutha-Farnroda an.
    • In den Kindergärten der Gemeinde werden noch 215 Kinder betreut. 1990 waren es noch fast 700.

     

    April 2002

    • Die Kommunale Verkehrsgesellschaft Eisenach mbH (KVG) feiert auf dem Betriebsgelände an der Allee in Farnroda ihr 10jähriges Betriebsjubiläum.

     

    Mai 2002

    • Bürgermeister Ernst Kranz stellt das Konzept zur Umgestaltung des Mölmens vor. 691 Wohnungen sollen abgerissen werden. Die Wohnblöcke Am Herrenstück (WOG, WG Erbstromtal), Ringstraße 2 – 18, Ringstraße 22 – 36 (WOG/Demus), Am Rotberg 17 – 23 (WOG), Am Rotberg 8 – 18 (Demus) sollen vollständig, weitere Wohnblöcke sollen segment- oder geschossweise verkleinert (zumeist auf 3 Geschosse) werden. Alle auf dem Mölmen ansässigen Gesellschaften sollen anteilmäßig Wohnungen abreißen.

     

    Juni 2002

    • Die Grundschule Farnroda nennt sich nunmehr offiziell „Grundschule Am Schlosspark“.

     

    Juli 2002

    • Der Straßenausbau im vorderen Teil der Schönauer Straße ist abgeschlossen. Durch den kanalseitigen Lückenschluss kann nunmehr auch die Seebacher Straße das Abwasser komplett in die Kläranlage nach Stedtfeld leiten.
    • Gesine Staemmler wird Pastorin in Farnroda. Sie war zuvor über 4 Jahre lang in Vryheid/Südafrika tätig.

     

    August 2002

    • Der Ortsbrandmeister erhält für seine Dienstfahrten einen Geländewagen zur Verfügung gestellt. Derselbige stand seit 1999 in Diensten der Gemeindeverwaltung (auf Mietbasis) und wurde nunmehr von der Gemeinde gekauft.
    • Die Feuerwehren Wutha und Farnroda beteiligen sich an den Hochwassereinsätzen an der Elbe in Dresden bzw. in Stadt Wehlen (Sächs. Schweiz).

     

    22. September 2002

    • Bürgermeister Ernst Kranz wird von den Wählern seines Wahlkreises in den Deutschen Bundestag gewählt. Er erhielt 57.678 Stimmen (42,8 %).

     

    Oktober 2002

    • Der Stellvertretende Bürgermeister Ingo Jary übernimmt bis zur Wahl eines neuen Bürgermeisters die Amtsgeschäfte der Gemeinde.

     

    November 2002

    • Von der SPD wird Torsten Gieß, von der CDU wird Ingo Jary als Bürgermeisterkandidat aufgestellt.

     

    Dezember 2002

     

    • Hauptmann Gerd-Lothar Schulz trägt vor dem Gemeinderat sein Ansinnen vor, die Gemeinde Wutha-Farnroda solle eine Patenschaft für die 6. Kompanie des 391. Panzergrenadierbataillons am Standort Bad Salzungen übernehmen. Dies findet die ungeteilte Zustimmung der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen.
    • Andre Walter und Daniel Franz aus Wutha-Farnroda stellen in Eisenach einen Supermarkträuber auf frischer Tat und machen ihn dingfest. Sie werden dafür von der Polizei für ihre Zivilcourage öffentlich geehrt.
    • Die Feuerwehr Wutha erhält ein Einsatzleit- und Vorrüstfahrzeug.
  • Januar 2003

    • 12. Januar 2003: Bürgermeisterwahl in Wutha-Farnroda: Torsten Gieß obsiegt gegenüber dem Mitbewerber Ingo Jary, der seit Oktober 2002 die Amtsgeschäfte führte, mit 2 Stimmen Vorsprung. 1.383 Wähler votierten für Gieß, 1.381 Wähler votierten für Jary. Das Wahlergebnis stand erst am folgenden Tag nach mehrmaligem Nachzählen durch die Wahlvorstände und die Kommunalaufsicht beim Landratsamt Wartburgkreis fest.
    • 15. Januar 2003: Der neue Bürgermeister Torsten Gieß beginnt seine Arbeit in der Gemeindeverwaltung.
    • Der Plan für den Hochwasserschutz Eichrodt ist durch das Staatliche Umweltamt Suhl fertiggestellt. Gegen den Planfeststellungsbeschluss erhebt die Stadt Eisenach Widerspruch.

     

    Februar 2003

    • Beide Wohnblöcke am Herrenstück sind nun abgerissen.
    • Die Thüringer Landesregierung beschließt die Neuordnung der Thüringischen Katasterämter. Das Katasteramt in Eisenach soll aufgelöst werden. Für Wutha-Farnroda ist nun Gotha zuständig. (Die Nebenstelle in Eisenach wurde vor wenigen Tagen endgültig aufgelöst.)
    • Der Gemeinderat stimmt der geplanten Patenschaftsvereinbarung mit der 6. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 391 aus Bad Salzungen einstimmig zu.
    • Der Abfallzweckverband Wartburgkreis-Eisenach versieht die Mülltonnen mit Chips zur elektronischen Abrechnung des Müllaufkommens.

     

    März 2003

    • Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Hörselberg wählt Torsten Gieß einstimmig zum Verbandsvorsitzenden. Der Zweckverband ist Eigentümer des Berggasthofes „Großer Hörselberg“ (Hörselberghaus).
    • Es wird bekannt, dass Michael Jary und Thomas Ickler (beide CDU) die Bürgermeisterwahl angefochten haben.
    • 27. März 2003: Bürgermeister Torsten Gieß und Hauptmann Schulz unterzeichnen in der Hörselberghalle feierlich den Patenschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Wutha-Farnroda und der 6. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 391, Bad Salzungen.

     

    April 2003

    • 1. April 2003: Der Pächter des Berggasthofes Großer Hörselberg, Hartmut Fuchs aus Hastrungsfeld, schließt die Gaststätte. Der Pachtvertrag wird deshalb kurze Zeit später durch den Zweckverband fristlos gekündigt. Trotz Kündigung gibt der Pächter die Schlüssel nicht heraus und ist somit zunächst weiterhin Besitzer des Gasthofes.
    • 10.04.: Die 7. Rathausgalerie zeigt Bilder von Marion Schmidt-Werther
    • 14. April 2003: Landrat Dr. Martin Kaspari (CDU) übergibt Bürgermeister Torsten Gieß (SPD) bei einem Gesprächstermin, um den ihn der Bürgermeister gebeten hatte, völlig überraschend einen Bescheid über die Ungültigkeitserklärung der Bürgermeisterwahl am 12. Januar 2003. Die Wahlanfechtung von Michael Jary und Thomas Ickler (CDU) wird vom Landratsamt als unbegründet zurückgewiesen.
    • 30. April: Das Landratsamt stellt den Wahlungültigkeitsbescheid Torsten Gieß noch einmal an seine Privatadresse persönlich zu.

     

    Mai 2003

    • 5. Mai. Der Gemeinderat beschließt, gegen den an die Gemeinde gerichteten Bescheid über die Ungültigkeit der von der Gemeinde durchgeführten Bürgermeisterwahl Klage beim Verwaltungsgericht Meiningen einzureichen. Das Landratsamt schickt ein Schreiben an die Gemeinde, in dem behauptet wird, der an die Gemeinde gerichtete Bescheid sei kein Bescheid sondern lediglich eine Information.
    • 12. Mai: Torsten Gieß lässt durch seinen Rechtsanwalt Dr.  Richard Dewes (ehem. Thüringer Innenminister) Klage gegen die Bescheide vor dem Verwaltungsgericht Meiningen einreichen.
    • 14. Mai: Das Landratsamt zieht den gegen die Gemeinde gerichteten Bescheid zurück.
    • Der Zweckverband Hörselberg sucht einen neuen Pächter für das Hörselberghaus. Da der gekündigte Pächter Hartmut Fuchs das Hörselberghaus nicht herausgibt, versucht der Zweckverband, die Zwangsräumung gerichtlich durchzusetzen.
    • 18.05. Die Wechselausstellung im Hörselbergmuseum befasst sich mit der Firmengeschichte der Wuthaer Landmaschinenfabrik/ VEB Petkus Wutha seit der Firmengründung durch die Gebrüder Röber vor 120 Jahren.
    • Völlig überraschend verkünden der Bürgermeister der Gemeinde Hörselberg, Daniel Steffan, und der Oberbürgermeister der Stadt Eisenach, Gerhard Schneider, in der Presse, dass nach ihrer Vorstellung die gesamte Gemeinde Hörselberg einschließlich der östlich von Wutha-Farnroda gelegenen Ortschaften nach Eisenach eingemeindet werden soll. Die diesbezüglichen Stadtrats- bzw. Gemeinderatsbeschlüsse sollen noch Ende des Monats gefasst werden. Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß trifft sich darauf hin unverzüglich mit den ebenfalls von dieser Idee völlig überraschten Ortsbürgermeistern von Kälberfeld, Sättelstädt/Sondra und Hastrungsfeld-Burla und schlägt diesen vor, sich im Falle der Eingemeindung von Hörselberg nach Eisenach, nach Wutha-Farnroda eingemeinden zu lassen. Dieser Vorschlag findet Resonanz bei den genannten Ortsbürgermeistern, den Ortschaftsräten und letztendlich auch beim Gemeinderat von Hörselberg. Der eilends zu einer Sondersitzung einberufene Gemeinderat von Wutha-Farnroda bestätigt mit Beschluss die Eingemeindungsofferte gegenüber den genannten Ortschaften. Auch die Beschlüsse von Eisenach und Hörselberg gehen nun davon aus, dass Kälberfeld,  Sättelstädt und Hastrungsfeld-Burla nach Wutha-Farnroda und nur die anderen Ortschaften der Gemeinde Hörselberg nach Eisenach eingemeindet werden sollen, wobei es sich Eisenach und Hörselberg offen halten, auch eine Eingemeindung der gesamten Gemeinde Hörselberg nach Eisenach zu betreiben.
    • Die Patenkompanie, nun unter Führung des neuen Kompaniechefs Oberleutnant Lehmann, reinigt in der Gemeinde bei einem „Tag der Umwelt“ Gewässer, Wiesen und Wegränder vom Unrat.

     

    Juni 2003

    • Eine Gewässerverunreinigung im Erbstrom führt zu Fischsterben in Erbstrom und Hörsel.
    • Der Thüringer Landesbischof Kähler predigt zum Kräutersonntag am Jesusbrünnlein
    • 17. Juni 2003: Den 50. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR nimmt Bürgermeister Torsten Gieß zum Anlass, an die Ereignisse Anfang der 1950er Jahre zu erinnern: Die ehemaligen Mosbacher Lehrer Ernst Schulze und Horst Rommel berichten in der Mosbacher Halle über ihre Widerstandsaktivitäten in der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) in Mosbach und im Kreis Eisenach und über die Gründe ihrer Flucht 1952.
    • Häufige Rohrbrüche  und verschmutztes Trinkwasser in der Weinbergstraße veranlassen die Gemeinde, außerplanmäßig 300 m neue Wasserleitung in der Weinbergstraße zu bauen.

     

    Juli 2003

    • In einer Sondersitzung beschließt der Gemeinderat, dass der Schulsport der Regelschule Wutha-Farnroda künftig in der Hörselberghalle stattfinden kann. Der Bürgermeister hatte eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landkreis ausgehandelt, wonach der Landkreis die anteiligen Betriebskosten der Halle trägt. Hintergrund der Entscheidung war auch, dass die Gemeinde den ehemaligen Bauhof (ehem. Gärtnerei), der seit Jahren leer stand und keinen Käufer fand und der Landkreis die sanierungsbedürftige Schulsporthalle der Regelschule verkaufen wollte. An deren Stelle soll nun ein Netto-Markt entstehen.

     

    August 2003

    • Ein extrem heißer Sommer lässt Wiesen, Felder und Bäume verdorren. Die Schwimmbäder sind überfüllt.

     

    September 2003

    • Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz Eichrodt beginnen
    • Die Rathausgalerie zeigt Bilder des Malers und Graphikers Klaus-Dieter Hirschi
    • Torsten Gieß hat vor Gericht Erfolg. Das Verwaltungsgericht Meinigen entscheidet, dass die Wahlungültigkeitserklärung des Landrates rechtswidrig war.

     

    Oktober 2003

    • Bürgermeister Torsten Gieß informiert den Gemeinderat, dass die ursprünglichen Planungen zur Umgestaltung des Mölmen nicht umgesetzt werden können. Gründe sind zum Einen, dass sich die Fa. Demus/Kasperczik nunmehr weigert, sich überhaupt an irgendwelchen Abrissen zu beteiligen, zum Anderen, dass lediglich Abrisse zu
      100 % gefördert werden. Der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft fehlen die Eigenmittel für eine Sanierung. Zudem haben die Abrisse des Herrenstücks gezeigt, dass aufgrund des großen Angebotes auf dem Wohnungsmarkt bei dem Freilenken der Wohnungen nur ein Teil der ehemaligen Mieter in die noch vorhanden Wohnungen der Gesellschaft bzw. auf dem Mölmen verbleibt. Mehrmalige Umzüge, wie sie bei einem geschoss- oder segmentweisen Abriss notwendig würden, würden zu noch höherem Mieterverlust führen. Das Ingenieurbüro Backofen und Seidenzahl wurde mit Beschluss des Gemeinderates nunmehr beauftragt, die Umgestaltungspläne zu überarbeiten.
    • 14.10.: Ein schmerzhafter gerichtlicher Vergleich macht den Weg für die Sanierung des Hörselberghauses frei, für die auch mehr als 100.000 € Fördermittel der Freistaates Thüringen zur Verfügung gestellt worden war. Hartmut Fuchs verlässt im Oktober d.  J. das Haus. Für Inventar und Einbauten muss der Zweckverband 40.000 € Abfindung zahlen. Zuvor hatte der Zweckverband bereits Jutta Blässer, die Wirtin des „Lauchagrundes“ in Laucha als künftige Pächterin auserkoren.

     

    November 2003

    • Der Landrat Dr. Kaspari legt gegen das Urteil des Verwaltungsgericht Meiningen über die Rechwidrigkeit seiner Wahlungültigkeitserklärung Berufung ein.
    • 15.11. Minna Weißbrot aus Wutha feiert ihren 100. Geburtstag.

     

    Dezember 2003

    • 04.12.: Der Gemeinderat fasst in nichtöffentlicher Sitzung einen Grundsatzbeschluss, wonach die Gemeinde ihrer gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft in den Folgejahren finanziell mit bis zu 450.000 € unterstützen will.
    • 18.12.: Das innen völlig sanierte Feuerwehrhaus Farnroda wird eingeweiht.
  • Januar 2004

    • Es wird öffentlich bekannt, dass Frau Anne-Katrin Anzius als Stifterin und die Gemeinde Wutha-Farnroda als Mitstifterin die Bertold-Anzius-Stiftung gründen wollen, deren Ziel es ist, anstelle des baufälligen ehemaligen Gesindehauses einen neuen Kindergarten zu bauen.

     

    Februar 2004

    • Die PETKUS Wutha Sortier- und Aufbereitungstechnik GmbH mit 108 Mitarbeitern meldet Insolvenz an, die Produktion wird unter der Insolvenzverwaltung weitergeführt.
    • Die Arbeiten zum Gehwegausbau an der Eisenacher Straße in Eichrodt und Wutha sind abgeschlossen.

     

    März 2004

    • Die Wutha-Farnrodaer Handballer steigen das dritte Mal in Folge auf und werden in der Saison 2004/05 in der Oberliga spielen.
    • Am 15. März 2004 erfolgte der 1. Spatenstich für die Erweiterung des Werkes der Thüringischen Weidmüller GmbH, An der Allee.
    • 23. März: Die Rathausgalerie zeigt Fotografien von Inka Lotz aus Eisenach.

     

    April 2004

    • 2. April 2004: Verbandsvorsitzender Torsten Gieß und die neue Pächterin Jutta Blässer können in Anwesenheit u. a. von Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski und Innenminister Andreas Trautvetter das sanierte Hörselberghaus wiedereröffnen.
    • Im Gemeinderat wird das neue Umgestaltungskonzept für das Wohngebiet Mölmen vorgestellt. Es ist nunmehr der Abriss der Wohnblöcke Ringstraße 1 – 7, Rotberg 44 – 50, Ringstraße 2 – 18, Fliederweg 2 – 4, Rotberg 28 – 42 (alle WOG) sowie Karl-Hermann-Straße 1 – 9 (WG Erbstromtal) vorgesehen. Die Fa. DEMUS/Kasperczyk beteiligt sich nicht am Abriss. Sie will von den Abrissen der anderen profitieren.
    • Die Bauarbeiten für den Radweg Farnroda – Thal haben begonnen.
    • Mitten im Wald, oberhalb des Langetals, brennt das Auto (Fiat Panda) eines Forstarbeiters aus. Die Feuerwehren Wutha und Mosbach können eine Ausbreitung des Feuers auf den Wald verhindern.
    • Die Bürgermeister aus Ruhla, Seebach und Wutha-Farnroda Gerald Pietsch, Kurt Kästner und Torsten Gieß unterzeichnen eine Vereinbarung über die Erstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes für das Erbstromtal.
    • In Mosbach wird die Deutsche Meisterschaft im Orientierungslauf ausgetragen.

     

    Mai 2004

    • Heftige Regenfälle lassen den Mosbach und den Hainbach über die Ufer treten. Eine Überflutung des Mosbacher Schwimmbades kann nur knapp verhindert werden
    • 80 Soldaten der Patenkompanie aus Bad Salzungen helfen der Gemeinde beim 2. Tag der Umwelt. Sie heben einen Entwässerungsgraben sowie einen Graben für die Bewässerung am Sportplatz Farnroda aus, entleeren Sandsäcke vom letzen Hochwassereinsatz, beseitigen Anschwemmungen an der Hörselbrücke u. v. a. m.
    • Der letzte nicht demokratisch gewählte Ministerpräsident der DDR, Hans Modrow, ist auf Einladung des PDS-Kreisverbandes im Mehrzweckraum der Hörselberghalle zu Gast. Er geißelt in seiner Rede die EU- und NATO-Osterweiterung und bedauert den Untergang der Sowjetunion. Er verteidigte die Beneš-Dekrete und die damit verbundene gewalttätige Entrechtung und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus des Tschechoslowakei, wogegen der ebenfalls anwesende Bürgermeister Torsten Gieß heftig protestierte.
    • Die mit dem Museumsfest eröffnete Wechselausstellung im Hörselbergmuseum zeigt „Bilder und Zeichnungen rund um den Hörselberg“ von Wilfried Lehmann.

     

    Juni 2004

    • 06.06.: Eine von Altbürgermeister Ernst Kranz gestiftete Informationstafel, sowie Eisenbahnsignale und die letzten noch erhaltenen Schienen der Bahnlinie Wutha - Ruhla erinnern nunmehr an die ehemalige Eisenabahnstrecke Wutha – Ruhla und die „Rühler Bimmel“. Letzteres Schienenstück hatte vor der Sanierung der Eisenacher Straße als Rest des Bahnübergangs in der Straße gelegen.
    • Der Radweg zwischen Farnroda und Thal wird eröffnet.
    • 13.06.: Bei den Landtagswahlen wird die SPD drittstärkste Kraft: CDU 43, 3 %, PDS 26,1 %, SPD 14,5 %
    • 27.06.: Bei den Kommunalwahlen wird die SPD viertstärkste Kraft im Kreistag des Wartburgkreises. Die CDU erhält im Wartburgkreis 42,1 %, die PDS 21,2 % die „Freien Wähler“ 16,6 %, die SPD 14,0 %. FDP und Grüne sind mit 3,6 bzw. 2,5 % nicht im Kreistag. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,6 %
    • 27.06.:Die Gemeinderatswahlen in Wutha-Farnroda haben folgendes Ergebnis: CDU 44,7 % (9 Sitze), SPD 43,8 %, (9 Sitze), PDS  (2 Sitze).In Mosbach und in Schönau werden Jürgen Siebert bzw. Volker Ortmann als Ortsbürgermeister wiedergewählt. In Kahlenberg kann sich Steffen Ruppe gegen Dr. Birgit Freyni durchsetzen und wird neuer Ortsbürgermeister.

     

    Juli 2004

    • 15.07.: Der neue Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz besucht völlig überraschend Bürgermeister Torsten Gieß und überreicht ihm einen Fördermittelbescheid i. H. v. 4,7 Mio. € für die Erschließung des Gewerbegebietes „An der B7“, 1. Bauabschnitt.
    • Einweihung der neuen Produktionshalle der Thüringischen Weidmüller GmbH
    • Für Petkus geht es weiter. Die Gesellschafter der insolventen Firma können durch die Neugründung der Petkus Technologie GmbH den Betrieb mit zunächst rd. 80 Mitarbeitern weiterführen.
    • Unbekannte entsorgten im der Trinkwasserquellgebiet am Brühlis in Mosbach Unrat, Tierkot und andere organische Abfälle.
    • Beginn der Bauarbeiten für den Nettomarkt an der Ruhlaer Straße
    • 21.07.: Volker Ahrens wird vom Gemeinderat zum 1. Beigeordneten der Gemeinde Wutha-Farnroda gewählt. Detlef Krüger wird neuer Gemeinderatsvorsitzender.
    • Aus Wutha-Farnroda sind Matthias Kehr (SPD), Ernst Kranz (SPD) und Ingo Jary (CDU) im Kreistag vertreten.

     

    August 2004

    • Der langjährige Kontaktbereichsbeamte für den Bereich der Gemeinde Wutha-Farnroda, Polizeihauptmeister Peter Schneider, geht in den Ruhestand. Seine Aufgabe übernimmt Polizeihauptmeister Holger Bartelt.
    • Der Eselsbrunnen in Schönau wird von Karl-Friedrich Bodenstein, Andreas Dürrfeld, Hans und Georg Liebetrau sowie Waldemar Wolf erneuert.
    • Lydia Schindler aus Eisenach zeigt ihre Bilder in der Rathausgalerie Wutha-Farnroda

     

    September 2004

    • Am 2. September werden im Schlossgarten Farnroda 160 Rekruten des Panzergrenadierbataillon 391 feierlich vereidigt.
    • Der Gemeinderat beschließt einstimmig, auch den Teil der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der bislang unmittelbar von der Gemeinde betrieben wurde, dem Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal TAV zum 01.01.2005 zu übertragen. Der Verband hatte bis dahin lediglich die jeweiligen überörtlichen Anlagen betrieben.
    • Kreischorfest in der Hörselberghalle
    • Am Feuerwehrhaus Wutha werden die Außenanlagen neu gestaltet.

     

    Oktober 2004

    • 04.10.: Von Anne-Kathrin Anzius und Bürgermeister Torsten Gieß wird der Stiftungsvertrag zur Gründung der Bertold-Anzius-Stiftung feierlich unterzeichnet.
    • Am 12. Oktober brennt es im Keller eines Wohnblockes auf dem Mölmen (Brandstiftung)
    • Auch das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar entscheidet, dass die Wahlungültigkeitserklärung des Landrates Dr. Kaspari rechtswidrig war. Torsten Gieß ist nunmehr unangefochtener Bürgermeister der Gemeinde
    • Die Friedhofszufahrt in Deubach wurde erneuert.

     

    November 2004

    • Eltern, Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Schönau weihen im Garten des Kindergartens ein kleines, von ihnen aus Fachwerk und Lehm gebautes Häuschen für die Kinder ein.
    • Ministerpräsident Dieter Althaus lässt die thüringischen Gemeinden von der Kommunalaufsicht rechtswidrig dazu auffordern, den Haushalt erst im kommenden Jahr zu beschließen, weil völlig unklar sei, wieviel Schlüsselzuweisungen (größte Einzeleinnahme der Gemeinde) der Freistaat den Gemeinde im Jahr 2005 zugesteht. Der Bürgermeister lässt daraufhin die Haushaltsdebatte zum Haushalt 2005 für unbestimmte Zeit vertagen.
    • 15.11.: Mit dem Genehmigungsschreiben des Thüringer Innenministeriums wird die Bertold-Anzius-Stiftung rechtsfähig.
    • Während eines Trinkgelages in einer Wohnung im Wohngebiet Mölmen wird ein 55jähriger und der 43jährige Wohnungsinhaber von einem 28jährigen bei einer Schlägerei schwer verletzt Der 28jährige hatte von dem 55jährigen Geld verlangt. Als letzterer nicht sofort darauf einging, schlug ihn der 28jährige über eine Stunde lang. Der 55jährige erblindete aufgrund der ihm zugefügten schweren Augenverletzungen. Die Gerichtsverhandlungen in dieser Sache vor dem Landgericht Mühlhausen sollten erst ein Jahr später beginnen.
    • Ein Streit um die Umsetzung einer Kindergärtnerin nimmt in Mosbach innerhalb der Elternschaft groteske Formen an.

     

    Dezember 2004

    • Der Gemeinderat beschließt die umfangreiche Sanierung des Kindergartens am Fliederweg (Gesamtkosten rd. 750.000 €, davon rd. 400.000 € Fördermittel Stadtumbau Ost). Mit Abschluss der Sanierungsmaßnahmen soll der Kindergarten Triftweg geschlossen werden.
    • Die Gründung der Bertold-Anzius-Stiftung erhält die staatliche Genehmigung.
    • Die Fa. Selbsthilfegruppe Lohnarbeit, in der zahlreiche Menschen mit Behinderung beschäftigt sind, muss 80 Mitarbeiter entlassen. Zahlreiche Abnehmer der von der Firma hergestellten Produkte hatten sich kurz zuvor billigere Zulieferer im Ausland gesucht.
    • Der Ausbau und die Umgestaltung des alten Gebäudes der Röber’schen Landmaschinenfabrik durch die LEG ist im vollen Gange.
    • Die Hochwasserdämme und -mauern in Eichrodt sind nun fertiggestellt. Sie sollen den Ortsteil selbst vor Jahrhunderthochwassern schützen.
    • 29. Dezember: In der Partnergemeinde Weimar/Lahn löst Volker Muth (SPD) den langjährigen Bürgermeister Karl Krantz (CDU) ab, der aus Altersgründen in den Ruhestand trat.
  • Januar 2005

    • 01.01.: Der Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal (TAV) ist nun in Gänze für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Wutha-Farnroda zuständig.
    • Rohland Metzig wird in Prag Europameister für die Zucht von Rassekaninchen der Rasse „Farbenzwerge russenfarbig“.

     

    Februar 2005

    • 15.02.: Der Haushalt 2005 wird in diesem Jahr erst im Februar des laufenden Jahres beschlossen. Hauptgrund sind die unklaren Aussagen der Landesregierung zur Gemeindefinanzierung.
    • Die Fa. Herbacin Cosmetik GmbH feiert ihr 100jähriges Jubiläum.
    • Im Kindergarten Am Fliederweg wird eine Kleiderkammer für Bedürftige eingerichtet.
    • Durch einen Autounfall wird die Fußgängerampel in Farnroda zum Umstürzen gebracht. Hierbei wird ein Fußgänger aus Farnroda am Kopf leicht verletzt.
    • Landrat Dr. Kaspari denkt über die Bildung eines neuen Landkreises nach. Er soll den Warburgkreis, den Kreis Schmalkalden-Meiningen und die Stadt Eisenach umfassen.
    • Die Thüringer Landesregierung beschließt die Erhöhung der Arbeitszeit für kinderlose Beamte auf 42 Wochenstunden. Beamte mit Kindern sollen auch künftig nur 40 Wochenstunden arbeiten

     

    März 2005

    • Nachdem der Abriss der Gebäude Rotberg 44 – 50 und Ringstraße 1 – 7 abgeschlossen ist beginnt der Abriss des Gebäudes Ringstraße 4 – 18.
    • Von der Thüringer Landesregierung wird eine Behördenreform bekannt gegeben: Eisenach verliert das Forstamt, welches bis dato die Wälder der Gemeinde Wutha-Farnroda mit betreute. Der Forstamtsbezirk Eisenach soll auf die Forstämter Marksuhl und Creuzburg aufgeteilt werden. Später wird bekannt dass die Forstamtsbezirksgrenzen sich quer durch die Gemeinde Wutha-Farnroda ziehen sollen. Die Forstamtsbezirksgrenze teilt sogar die Gemarkung Mosbach. Die Finanzämter Eisenach und Bad Salzungen sollen in Eisenach zusammengelegt werden. Die Landwirtschaftsämter Gotha, Eisenach und Bad Salzungen sollen zum Landwirtschaftsamt Bad Salzungen zusammengefasst werden. Zudem soll das Gebiet unserer Gemeinde künftig unter die Zuständigkeit des Amtgerichtes Meiningen und der Staatsanwaltschaft Meiningen fallen (bisher Mühlhausen).
    • 10.03.: In der Rathausgalerie zeigt Enrico Wolfram aus Eisenach seine Bilder

     

    April 2005

    • Die Patenschaft mit der 6.Kompanie des Panzergrenadierbataillons 391 aus Bad Salzungen endet. Grund: Im Rahmen der Bundeswehrreform wird die Patenkompanie aufgelöst.
    • Die Sanierung des Kindergartens Am Fliederweg beginnt. Die Gesamtkosten werden auf 805.000 € geschätzt. Der Kindergartenbetrieb läuft indes weiter. Die Kinderkrippe zieht im Verlaufe der Arbeiten zeitweise in den Kindergarten am Triftweg um.
    • Der Mosbacher Sportverein kann für die kommende Saison keine eigene Fußballmannschaft mehr aufstellen die Spieler sollen in der Saison 2005/06 als EFC Ruhla II mit den Ruhlaer Spielern in einer Mannschaft spielen.
    • 19.04.: Starkregen sorgt für Überflutungen in Schönau und Mosbach. Der Deubach, der Mosbach und der Hainbach sind an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Die Spätfolgen der Überflutung beschädigen das Edelstahlbecken des Schwimmbades Mosbach welches im Mai kostenintensiv repariert werden muss. 
    • 29.04.: Jens Böse wird von den Kameraden der Feuerwehren der Gemeinde zum neuen Ortsbrandmeister gewählt.

     

    Mai  2005

    • 1. Mai: In Schönau ist der Maibaum weg, der traditionell am 1. Mai aufgestellt werden soll. Die Feuerwehr schlägt nunmehr flugs einen neuen im Schönauer Gemeindewald und stellt diesen als Maibaum auf.
    • 8. Mai: Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß und Eisenachs Oberbürgermeister Gerhard Schneider gedenken unter großer Anteilnahme der Bevölkerung anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Die gemeinsame Gedenkveranstaltung findet auf dem Friedhof „Erlengräben“ statt, auf dem 455 „Fremdarbeiter“, die während des Krieges in der Region umgekommen sind, ihre letzte Ruhe fanden. Eisenachs Oberbürgermeister Schneider übergibt aus diesem Anlass das 1947 angelegte Gedenkbuch an die Gemeinde Wutha-Farnroda, die den Friedhof (Gemarkung Mosbach) seit 1994 pflegt.
    • 08.05.: Die diesjährige Wechselausstellung im Hörselbergmuseum befasst sich mit Thüringer Trachten.
    • 19.05.:entsprechend dem Beschluss des Gemeinderates beteiligt sich die Gemeinde Wutha-Farnroda an der vom Gemeinde- und Städtebund eingereichten Verfassungsklage gegen das Thüringer Finanzausgleichsgesetz.
    • Beginn der Sanierungsarbeiten im Kindergarten Am Fliederweg
    • In einem Brief bittet der Bürgermeister den Thüringer Innenminister, einen Verbotsantrag gegen die rechtradikale Kameradschaft Eisenach zu prüfen. Letztere hatte kurz zuvor versucht, rechtsradikales Propagandamaterial vor der Regelschule Wutha-Farnroda an den Mann zu bringen, in dem sie insbesondere gegen die auf dem Mölmen wohnenden Ausländer hetzt.
    • Mario Wolf hat zum Mühlentag die Hörselmühle einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Familie Wolf hatte in den zurückliegenden Jahren viel Arbeit in die Wiederherstellung der Mühle und ihrer Technik gesteckt. Das von der Familie Wolf organisiert Mühlenfest entwickelt sich zu einer Tradition in der Gemeinde
    • Michael Kellner aus Eisenach gibt ein biographisches Buch über den zuletzt in Wutha wohnenden ehemaligen Thüringer Innenminister und späteren Oberbürgermeister von Eisenach und Mühlhausen, Karl Hermann, heraus.  

     

    Juni 2005

    • Nach einem Jahr in der Oberliga spielen die Wutha-Farnrodaer Handballer wieder in der Thüringer Landesliga
    • Der Volkschor Mosbach feiert 100 Jahre Chorgesang in Mosbach mit einer Festveranstaltung und dem Kreis-Chorfest in Mosbach.
    • Das Thüringer Verfassungsgericht bestätigt die Klage der Thüringer Gemeinde gegen das Thüringer Finanzausgleichsgesetz, welches regelt, welchen Anteil den Gemeinden an einem Großteil der Steuereinnahmen in Thüringen zusteht.
    • Der Schulausschuss des baden-württembergischen Landtags besucht die Regelschule Wutha-Farnroda. Sie interessieren sich vor allem für das Projekt „Regionale Arbeitswelt erleben“, welches den Schülern Schnuppertage in den Betrieben der Umgebung ermöglicht.
    • 15.06.: Michael Kellner aus Eisenach liest in der Hörselberghalle aus seinem Buch über Karl Hermann.
    • Der Gemeinderat beschließt, sechs Monate lang keine Anliegerbeiträge zu erheben. Grund ist die Ankündigung der Landesregierung, das Beitragsrecht zu ändern und die Trinkwasserbeiträge abzuschaffen.
    • Die 1. Fußballmannschaft des SV Mosbach schließt sich wegen Spielermangel für die Saison 2005/2006 mit der 2. Mannschaft des EFC Ruhla zusammen. Da der offizielle Name dieser Mannschaft EFC Ruhla II ist, verlangen einige Fußballer des FSV Wutha-Farnroda und einige Gemeinderatsmitglieder vom Bürgermeister, diese Mannschaft in Bezug auf die Nutzung des gemeindeeigenen Sportplatzes in Mosbach wie einen auswärtige  Mannschaft zu behandeln. Bürgermeister Torsten Gieß lehnt dies unter Bezugnahme auf die gutnachbarliche Zusammenarbeit der Erbstromtalgemeinden ab.
    • Die Kirchgemeinde Mosbach plant die Sanierung ihrer Orgel. Es fehlen noch 20.000 €, die aus Spendenmitteln erwirtschaftet werden sollen.

     

    Juli 2005

    • 1. Juli: Bei strömenden Regen findet das Richtfest für das Schmetterlingsdach im Zuge der Sanierung der Kindertagesstätte Am Fliederweg statt.
    • 1. Juli: Bundeskanzler Gerhard Schröder stellt im Bundestag die Vertrauensfrage, um eine Neuwahl des Bundestages  herbeizuführen (Einen Rücktritt des Bundeskanzlers verbietet das deutsche Grundgesetz). Der Wutha-Farnrodaer Bundestagsabgeordnete Ernst Kranz spricht ihm mit seiner Abstimmung das Vertrauen aus. Da die Mehrheit der Abgeordneten mit Nein stimmt, ist der Weg für Bundestagsneuwahlen im Herbst frei.
    • Ein jugendlicher Sprengstoff-Bastler aus Wutha-Farnroda wird von der Kriminalpolizei überführt. Bei einer Hausdurchsuchung findet die Polizei größere Mengen selbstgefertigten Sprengstoff. Der Bombenleger hatte zuletzt gemeinsam mit weiteren Jugendlichen einen Zigarettenautomaten am Ludwigsrain gesprengt. Bei seinen Sprengstoffanschlägen wurde glücklicherweise niemand verletzt.

     

    August 2005

    • 6. August: Die Kommunale Verkehrsgesellschaft Eisenach mbH feiert 10 Jahre Betriebshof Wutha-Farnroda mit einem großen Fest.
    • Bei der Feuerwehr-Sternfahrt des Kreisbrandabschnittes III mit zahlreichen Übungsstationen erreicht die Feuerwehr Farnroda den 1. Platz.
    • Die Amtleiterin der Abteilung Kommunalwirtschaft Marion Schön scheidet aus dem aktiven Dienst bei der Gemeindeverwaltung aus. Die Abteilung Kommunalwirtschaft wird innerhalb der Gemeindeverwaltung nunmehr in die Bauverwaltung integriert.
    • 30. August: Während einer turbulenten Anliegerversammlung wenden sich zahlreiche Anlieger der Ruhlaer Straße in Farnroda lautstark gegen den von der Gemeinde vorgesehenen Ausbau des Gehweges und der Straßenbeleuchtung. Grund ist die Befürchtung, die anschließend von der Gemeinde zu erhebenden Straßenausbaubeiträge nicht leisten zu können bzw. die mangelnde Bereitschaft, diese zu zahlen. Nachdem im September/Oktober der Ausbau am Widerstand einiger Anlieger zu scheitern droht, wenden sich nunmehr zahlreicher Befürworter des Ausbaues im persönlichen Gespräch an den Bürgermeister.
    • 31. August: Nachdem im Schlossgarten in den Sommermonaten fast jede Nacht Zerstörungen, nächtliche Ruhestörungen und massive Verunreinigungen zu verzeichnen waren, verfügt der Bürgermeister ein allgemeines nächtliches Betretungsverbot für dem Schlossgarten. Es ist bis heute in Kraft. Seit dem Inkrafttreten der Verfügung haben die Schädigungen im Schlossgarten merklich nachgelassen.

     

    September 2005

    • 02. September: Werner Methfessel aus Mosbach wird 100 Jahre alt.
    • Die Thüringische Weidmüller GmbH erhält aus den Händen des Thüringer Wirtschaftministers Jürgen Reinholz einen Fördermittelbescheid i. H. v. rd. 2,4 Mio. € für die Erweiterung des Werkes in Wutha-Farnroda
    • In der Rathausgalerie sind Bilder der Wuthaer Künstlerin Gisela Verges zu sehen.
    • 11./12. September: Ein nächtlicher Kellerbrand in der Ringstraße 24 – 28 führt dazu, dass 73 Bewohner dieses Wohnblocks wegen der Rauchentwicklung evakuiert und zum Teil in einer eilends in den gemeindlichen Räumen der Ringstraße 20 eingerichteten Notunterkunft untergebracht werden müssen. Als Brandursache muss grobe Fahrlässigkeit angenommen werden. Einer bzw. eine von drei betrunkenen Bewohnern, die zuvor die Polizei wegen eines vermeintlich gestohlenen Fahrrades gerufen hatten, hatten mit großer Wahrscheinlichkeit während des Wartens auf die Polizei eine brennende Zigarettenkippe in einen der Kellerverschläge geworfen, in dem größere Mengen loses Papier lagerte. Daraus entstand ein großer Kellerbrand. Die Rauchausbreitung auf mehrere Hauseingänge wurde durch nicht verschlossene Brandschutztüren begünstigt. Das Fahrrad wurde übrigens wenig später im Hauseingang wiedergefunden. Neben den Feuerwehren aus Wutha, Farnroda, Schönau, Mosbach, Seebach und Ruhla waren auch das Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Polizei sowie zahlreiche weitere freiwillige Helfer in dieser Nacht im Einsatz.
    • 18. September: Bundestagswahlen: Ernst Kranz wird in seinem Wahlkreis als Bundestagabgeordneter wiedergewählt
    • 20. September: Anlässlich des Weltkindertages gastiert der Mobile Kleinzirkus für Kinder aus Kabul/Afghanistan auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Diakonissenhaus-Stiftung in der Hörselberghalle in Wutha-Farnroda.

     

    Oktober 2005

    • 04.10.: Grundsteinlegung für den neuen Bau der Phoenix Mecano Digital GmbH im Gewerbegebiet An der Allee.
    • In der Ruhlaer Straße beginnt in Farnroda der Gehwegausbau.
    • Der Abriss des früher zum Gutshof gehörenden, nunmehr baufälligen Gesindehauses in Farnroda beginnt. An seine Stelle soll der Bertold-Anzius-Kindergarten gebaut werden.
    • Eltern und Erzieher haben im Schönauer Kindergarten eine Holzwasserbahn mit Pumpe gebaut, die nun bei herrlichem Herbstwetter mit einem Familiefest eingeweiht wird.
    • Der Gehwegausbau in der Ruhlaer Straße hat begonnen.
    • Am Mühlhäuser Landgericht beginnt der Prozess wegen schwerer Raubes gegen einen 28jährigen, der während eines Trinkgelages in einer Wohnung auf dem Mölmen einen 54jährigen Wuthaer so schwer verletzte, dass dieser erblindete.
    • 22.10.: Die Geflügelpestverordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums tritt in Kraft. Aus Angst vor der Ausbreitung der Geflügelpest (Vogelgrippe) müssen sämtliche Hausgeflügelbestände bis auf Weiteres grundsätzlich rund um die Uhr in Ställen gehalten werden.
    • 22./23.10.: In der Mosbacher Halle findet die 8. bundesweite Weißgrannenclub-Vergleichsschau statt.

     

    November 2005

    • 02.11.: Offizielle Verkehrsfreigabe der sanierten Weinbergstraße. Nach Kanal- und Wasserleitungsbau konnte der Bauabschnitt vom Hellwigdenkmal bis zur Erbstrommündung nach 2 Jahren Bauzeit fertiggestellt werden.
    • 07.11. Unbekannte zünden im Treppenhaus eines Wohnblockes auf dem Mölmen ein Sofa an, welches unter der Kellertreppe abgestellt war. Der gesamte Treppenaufgang wurde verrußt.
    • Die Zahl der Obdachlosen in Wutha-Farnroda, die in Notunterkünften untergebracht werden müssen, ist innerhalb eines Jahres auf 12 Personen angestiegen. Grund für die Obdachlosigkeit sind Zwangsräumungen aufgrund der Nichtzahlung der Miete bzw. Mietnebenkosten.
    • Die Regelschule Wutha-Farnroda beteiligt sich am Projekt „Eigenverantwortliche Schule
    • 17.11.: 1. Spatenstich für die Erschließung des Gewebegebietes „An der B 7“
    • 19.11.: Die SPD Wartburgkreis wählt den Mosbacher Matthias Kehr als Landratskadidaten für die Wahl 2006.
    • 19.11.: Der Heimat- und Wanderverein Hörselberggemeinde e. V. begeht sein 15jähriges Bestehen.
    • 22. 11.: Frau Dr. Johanna Fischer bricht zu einem dreimonatigen Hilfseinsatz in die von einem schweren Erdbeben heimgesuchte Provinz Kaschmir (pakistanischer Teil) auf.
    • 22.11.: Angela Merkel (CDU) wird vom Deutschen Bundestag auch mit der Stimme des Wutha-Farnrodaer Bundestagsabgeordneten Ernst Kranz (SPD) zur Deutschen Bundeskanzlerin gewählt.
    • 28./29.11.: Züchter aus dem Freistaat Sachsen, dem Land Sachsen-Anhalt und aus dem Freistaat Thüringen stellen zur 5. Mitteldeutschen Scheckenschau in der Hörselberghalle in Wutha-Farnroda aus. Gastgeber ist der Kaninchenzuchtverein Farnroda, der sein 85jähriges Bestehen feiert.

     

    Dezember 2005

    • Die Kinder vom Kindergarten Am Triftweg ziehen in den sanierten Kindergarten am Fliederweg um
    • 9.12.: Anne-Kathrin Anzius und Bürgermeister Torsten Gieß legen gemeinsam den Grundstein für den Bertold-Anzius-Kindergarten in Farnroda
    • 17./18.12. Die Sanierung des Kindergartens Am Fliederweg wurde mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Zwischen Mai und November 2005 bekam der Kindergarten ein völlig neues Gesicht. Er bekam ein neues Dach, die Fassade wurde gedämmt, die Elektroanlage wurde erneuert, die Sanitärbereiche wurde saniert, die Treppenhäuser verändert, Feuerschutztreppen angebracht u. v. a. m. Gesamtkosten der Sanierung rd. 925.000 €, davon wurden 407.000 € aus Fördermitteln finanziert.
    • 18./19.12.: Trotz der Stallpflicht für Geflügel, die die Bundesregierung aus Angst vor der Geflügelpest verordnete, kann die Inselsbergschau in der Hörselberghalle stattfinden. Ulrich Grätz aus Mosbach errang die Bundesplakette
    • Der Kreistag des Wartburgkreises beschießt die Liquidation der Entwicklungsgesellschaft Südwestthüringen mbH (ESW). Der Wartburgkreis ist ein Anteilseigner der Gesellschaft, die nunmehr bis Ende 2007 schrittweise in die Muttergesellschaft Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) eingegliedert wird. Die ESW i. L. ist noch bis 2007 mit der Vermarktung des Gewebegebietes An der B7 in Wutha-Farnroda betraut.
  • Januar 2006

    • 01.01.: in der Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda wird gleitende Arbeitszeit eingeführt.
    • 12.01. : Der Gemeinderat beschließt die Erhöhung von Kindergarten- und Friedhofsgebühren. Mit der Verabschiedung des Gemeindehaushaltes waren bereits zahlreiche Einsparungen sowie die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern beschlossen worden.
    • Die Zahl der Menschen, die wegen drohender Obdachlosigkeit in die Notunterkunft der Gemeinde eingewiesen werden mussten, ist auf 17 angewachsen. Der ehemalige Triftkindergarten wird zur Obdachlosenunterkunft umgebaut.
    • 15.01.: Die Regelschule Wutha-Farnroda erhält als eine von wenigen Schulen in Deutschland das Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“.
    • Gleich zweimal Pech: Unabhängig voneinander sorgen zwei Defekte Winterdienstfahrzeug der Gemeinde für einen vielstündigen Einsatz der Gemeindefeuerwehren und der Gemeindearbeiter. Kilometerlange Ölspuren müssen beseitigt werden.
    • Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Farnroda wählt Volker Ahrens und Björn Gössel zum neuen Wehr- bzw. Stellvertretenden Wehrführer.
    • Kreistagsmitglied Ernst Kranz fragt im Kreistag an, wann die Toilettensanierung in der Grundschule Farnroda erfolgen soll.
    • Der FSV Wutha-Farnroda richtet in der Hörselberghalle die 1 Kreismeisterschaft und die Landesvorrunde im Futsal (Hallen-Fußball) aus.

     

    Februar 2006

    • Kreisschuldezernentin Döring erklärt im Kreistag, dass für die Grundschule Farnroda 2006 keine Investitionen vorgesehen sind. Als Grund dafür gibt sie an, dass im Jahre 2008 geprüft werden solle, ob die Schülerzahl dann noch ausreiche, die Schule zu erhalten.
    • Die Kegler des KSV Wutha-Farnroda werden Kreismeister
    • Bei einem Autounfall am Ortsausgang Schönau wird ein 23jahriger Fahrer aus Seebach verletzt; der 20jährige Beifahrer aus Sättelstädt wird getötet.
    • Die Kameraden der Feuerwehr Farnroda hatten in monatelanger Arbeit einen VW-Bus zum Feuerwehr-Mannschaftstransportwagen hergerichtet. Das Fahrzeug war vom Feuerwehrverein erworben worden und steht nun der gemeindlichen Feuerwehr als Einsatzfahrzeug zur Verfügung
    • 19.02. Der Farnrodaer Danny Paul Kiel wird Deutscher Judomeister in der Altersklasse  U17, Gewichtsklasse bis 43 kg.
    • Zerstörungen und Verschmutzungen sowie nächtliche Lärmbelästigungen an der Bushaltestelle Farnroda finden zeitweise im wöchentlichen Rhythmus statt. Der Bürgermeister fordert die Bürger auf, insbesondere beim Beobachten von Straftaten die Polizei sofort zu informieren. Es finden Gespräche mit dem Betreiber des Internetcafes statt.
    • Die Förderung der Sanierung des Sportplatzes Farnroda wird vom Freistaat Thüringen abgelehnt.
    • Die Kameraden der Feuerwehr Wutha wählen Marco Möller zum neuen Wehrführer. Silvio Wetzig wird sein Stellvertreter
    • 23.02. – 10.03.: Der Bürgermeister der Gemeinde Kamienica (Kreis Limanowa, Wojewodschaft Kleinpolen, Polen), Wladyslaw Sadowski, hospitiert 2 Wochen lang zu einem Erfahrungsaustausch bei seinem Amtskollegen Torsten Gieß in der Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda. Das Hospitationsprogramm wurde durch die Hertie-Stiftung in Absprache mit der Thüringer Staatskanzlei und dem Marschallamt für Kleinpolen (Krakau) organisiert.
    • Am alten Rathaus/alte Schule in Schönau wird das Nebengebäude abgerissen und im Hauptgebäude eine neue Toilette für das Hörselbergmuseum eingerichtet.
    • 28.02.: In der Rathausgalerie stellt die Wuthaer Künstlerin Gisela Verges ihre Bilder aus

     

    März 2006

    • 04.03.: Die Farnrodaerin Rosa Weinauge wird im Ruhlaer Seniorenheim 100 Jahre alt
    • 05.03.: In der Hörselberghalle finden die 1. Thüringer Futsal-(Hallenfußball-) Meisterschaften statt
    • 10.03.: Die Bürgermeister von Kamienica und Wutha-Farnroda, Wladyslaw Sadowski und Torsten Gieß vereinbaren, sich bei ihren Gemeinderäten für eine Gemeindepartnerschaft zwischen den beiden Kommunen einzusetzen.
    • Aufgrund des langen Winters reichen die Streusalzvorräte (125 Tonnen) nicht; Es müssen 52 Tonnen Streusalz nachgekauft werden.
    • Die Obdachlosen ziehen von den bisher von der Gemeinde angemieteten Wohnungen auf dem Mölmen in die Unterkünfte im ehemaligen Triftkindergarten um.
    • Der Demographie-Bericht der Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, dass im Jahr 2020 in Wutha-Farnroda doppelt so viele 80jährige leben wie gegenwärtig, sich das Durchschnittsalter bis 2020 von 42,1 auf 48,8 erhöhen wird, und die Gemeinde noch einmal im Saldo rund 16 % ihrer Bevölkerung verliert.
    • 15.03. Die Bauarbeiten zum Straßenausbau Uferstraße und zu Umgestaltung des Turnplatzes in Eichrodt beginnen.
    • 23.03.: Die Ruhlaer SPD wählt Wutha-Farnrodas 1. Beigeordneten Volker Ahrens zum Bürgermeisterkandidaten für Ruhla. Er tritt als einziger Kandidat gegen Mario Henning an, der nach den Vorstellungen der Ruhlaer CDU die Nachfolge für Gerald Pietsch übernehmen soll.
    • Die Regelschule Wutha-Farnroda ist eine von sechs Schulen, die sich an einem Thüringer Anti-Aggressionsprojekt beteiligt.
    • Die Holzbrücke über dem Becken im Schwimmbad Mosbach wird durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.

     

      

     

    April 2006

    • 06.04.: Christoph Matschie, SPD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag besucht Wutha-Farnroda. Neben dem Besuch im Rathaus steht der Besuch des Kindergartens am Fliederweg im Vordergrund.
    • Die Rathausgalerie zeigt Fotografien der Eisenacher Fotografin Katrin Blaurock
    • Danny Kiel aus Farnroda ist in seiner Altersklasse Deutscher Judomeister und wird aus diesem Anlass von Bürgermeister Torsten Gieß offiziell im Rathaus empfangen.
    • Das 1991 angeschaffte und nunmehr über 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Wutha hat einen schweren Getriebeschaden. Das alte Fahrzeug hat darüber hinaus weitere Mängel. Allein die Reparatur des Getriebeschadens sowie Beseitigung weiterer akuter Mängel würde mindestens 5.000 € kosten. Eine spätere Kostenschätzung geht von 46.000 € für eine notwendige Generalsanierung des Fahrzeuges aus. Der Bürgermeister entschließt sich, bei der ohnehin am 19. April vorgesehenen Einbringung eines Nachtragshaushaltes dem Gemeinderat die Neuanschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für 145.000 € vorzuschlagen.
    • 19.04.:Um die Einsatzbereitschaft der Gemeindefeuerwehren zur Tagzeit zu überprüfen, lässt der Bürgermeister eine Feuerwehrgroßübung anordnen. Die Übung, die von einem Wohnhausbrand im oberen Teil von Deubach ausgeht, soll den eingeladenen Gemeinderatsmitgliedern auch die Notwendigkeit des Vorhaltens eines Tanklöschfahrzeuges verdeutlichen.
    • 19.04.: Der Gemeinderat lehnt den Erwerb eines neuen Tanklöschfahrzeuges für 145.000 € ab. Der Gemeinderat beschließt, die Sanierung des Sportplatzes Farnroda (410.000 €) auch ohne Fördermittel durchzuführen, da eine Landesförderung nicht in Aussicht steht. Der Landkreis hat bisher offen gelassen, ob er eine Leichtatlethikanlage auf dem Sportplatz haben und finanzieren will.
    • Der Schlossturm in Farnroda kann nunmehr angestrahlt werden.
    • 27.04: Auf Antrag von Hörselbergs Bürgermeister Steffan hebt der Gemeinderat der Nachbargemeinde seinen im Mai 2003 gefassten Beschluss auf, wonach die Gemeinde mit Eisenach fusionieren sollte und die Ortschaften Kälberfeld, Sättelstädt/Sondra und Hastrungsfeld-Burla nach Wutha-Farnroda eingemeindet werden sollten. Hörselbergs Bürgermeister wird nunmehr auf seinen Antrag hin damit beauftragt, die Verhandlungen mit Behringen über eine Fusion fortzuführen.

     

    Mai 2006

    • 07.05. Landratswahl: Da kein Kandidat die absolute Mehrheit der abgegeben gültigen Stimmen im Wartburgkreis erhielt, muss eine Stichwahl zwischen Reinhard Krebs (CDU – 43,9 %) und Mattias Kehr (SPD – 30,0 %) aus Mosbach stattfinden. Die Wahlbeteiligung lag im Wartburgkreis bei 40,8 % und in Wutha-Farnroda bei 31,4 %.
    • 08. – 13.05.: Kinder der Grundschule Wutha und des Kindergartens am Fliederweg treten im Kinderzirkus Sperlich in Rahmen eines Kinderzirkusprojektes auf.
    • 09.05.: Im Hauptausschuss wird über die Neuanschaffung des Tanklöschfahrzeuges beraten. Der Bürgermeister wird beauftragt, die Anschaffung eines gebrauchten Tanklöschfahrzeuges zu prüfen.
    • Der Straßenausbau der Straße Am Rotberg (unterer Teil) wird abgeschlossen.
    • 13.05.: Danny Kiel wird Internationaler Deutscher Meister im Judo in der Klasse Männer unter 17 bis 43 kg.
    • 21.05. Museumstag: Anlässlich des 200. Jahrestages des Husarenstreiches des Leutnants Hellwig am 17.10.1806 bei Eichrodt beschäftigt sich die Sonderausstellung im Schönauer Hörselbergmuseum mit dieser militärischen Tat und den Auswirkungen der napoleonischen und der Befreiungskriege auf unsere Region. Zum Museumsfest kommen auch die Sachsen-Coburger Jäger aus Waltershausen und das Traditionsregiment der Festung Petersberg aus Erfurt in historischen Uniformen. 
    • 21.05.: Landratswahl – Stichwahl: Reinhard Krebs gewinnt mit 56.4 % in der Stichwahl gegen den Mosbacher Matthias Kehr. Die Wahlbeteiligung lag im Wartburgkreis bei 24 %. In Wutha-Farnroda lag sie bei 22,8 % , im Wohngebiet Mölmen bei 13,1 %. In Wutha-Farnroda lag Matthias Kehr mit 58,2 % der abgegebenen gültigen Stimmen vorn.
    • Die in den 1940er Jahren gebaute Autobahnumfahrung bei Eichrodt wird zurückgebaut. Dabei wird auch eine scharfe deutsche Panzergranate im Hang entdeckt, die vom Munitionsbergungsdienst geborgen wird und in der Lupnitzer Feldflur unschädlich gemacht wird.
    • Der 1. Bauabschnitt des Gehwegausbaues Ruhlaer Straße in Farnroda ist abgeschlossen, es beginnt der Ausbau des 2. Bauabschnittes sowie der Straße Am Rehberg.

     

    Juni 2006

    • Zum diesjährigen Mühlentag besuchen über 3000 Menschen die Hörselmühle der Familie Wolf in Schönau.
    • Der FSV Wutha-Farnroda wird Fußball-Kreismeister
    • Die männliche A- und C-Jugend sowie die weibliche B-Jugend der Handballer erreichen den 1. Platz in der Verbandsliga, die männliche B-Jugend den 2. Platz in der Verbandsliga
    • 08.06.: Der Gemeinderat beschließt den Nachtragshaushalt 2006. Entgegen dem Vorschlag des Bürgermeisters stellt er darin weder Geld für eine Reparatur noch für eine Neuanschaffung des Tanklöschfahrzeuges bereit.
    • Bei einem Großeinsatz von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr kann ein Wuthaer Feuerwehrmann auf einem Wohnblock im Wohngebiet Mölmen einen jungen Mann überwältigen und damit dessen Selbstmordversuch verhindern.
    • 15.06.: Am Bau des neuen Bertold-Anzius-Kindergarten wird Richtfest gefeiert.
    • Am helllichten Tage wird aus der Rathausgalerie ein Bild gestohlen. Das gestohlene Foto zeigt eine junge Frau namens Sandra. Das Bild ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
    • 17.Juni: Den Jahrestag des deutschen Volksaufstandes 1953 nehmen die Gemeinden Wutha-Farnroda und Weimar/Lahn zum Anlass, das 15jährige Bestehen ihrer Gemeindepartnerschaft zu feiern. Die Gäste aus Weimar/Lahn besuchten u. a. den sanierten Kindergarten am Fliederweg, das Hörselbergmuseum und den Großen Hörselberg. Zum Abschluss wurde in der Mosbacher Gaststätte „Am Waldbad“ gemeinsam gefeiert.
    • Die Gemeinde hat ein neues Mehrzweckfahrzeug vom Typ Mercedes Unimog angeschafft. Es dient dem Winterdienst, der Grasmahd insbesondere an Hängen und in Gräben u. v. a. m. Die Kosten belaufen sich auf rd. 210.000 €. Das alte Fahrzeug wurde nach 16 Jahren außer Dienst gestellt und weiterverkauft.

     

    Juli 2006

    • 07.07.: Auf dem Sportplatz Farnroda erfolgt der 1. Spatenstich für die umfangreiche Sanierung des Platzes. Der Landkreis ist entgegen der ursprünglichen Planung nicht bereit, die Leichtathletikanlagen für den Schulsport zu errichten.
    • Am Mosbacher Sportlerheim erfolgt der Bau einer vollbiologischen Kleinkläranlage.
    • Der Kindergarten Schönau erhält neue Fenster.
    • 15.07.: Auf Initiative von Altbürgermeister Ernst Kranz organisieren die Einwohner von Eichrodt ein Dorffest auf dem Turnplatz aus Anlass des Abschlusses der Straßenbauarbeiten, der Ortsverschönerung und des Hochwasserschutzes im Bereich Turnplatz und Uferstraße.
    • 15.07.: Schönau feiert 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr.

     

    August 2006

    • 30.08.: LEG-Chef Andreas Grey, der 1. Kreisbeigeordnete Friedrich Krauser und Bürgermeister Torsten Gieß geben mit dem 1. Spatenstich den Startschuss für die öffentliche Erschließung des Gewerbeparks Eisenacher Straße (ehem. Petkus-Gelände)

     

    September 2006

    • 07.09.: Die Gemeinde Wutha-Farnroda tritt mit einer neuen Internetseite auf.
    • 16.09.: Der Kleintierzüchterverein Schönau feiert sein 70jähriges Bestehen. Auf der Festwiese Deubach werden die 10. Kreisjugendmeisterschaften der Kleintierzüchter ausgetragen.
    • 17.09.: AWO und Aktion Mensch organisieren in der Schulstraße neben der Regelschule Wutha-Farnroda ein Straßenfußballturnier.
    • Hinter dem Mosbacher Feuerwehrhaus wird eine neue Stützmauer gebaut.

     

    Oktober 2006

    • 06.10.: In der Hörsel bei Herbacin wird ein 51jähriger Kahlenberger tot aufgefunden. Er war seit dem 25.09. vermisst worden.
    • 07.10. – 09.10 Bürgermeister Torsten Gieß besucht seine Amtkollegen Wladyslaw Sadowski  im kleinpolnischen Kamienica
    • Bei der Wahl zur Miss Thüringen im Erfurter Kaisersaal wird Florence Randrianarisoa aus Wutha zum zweitschönsten Fräulein Thüringens gewählt.
    • 12.10.: Die Rathausgalerie zeigt Gemälde von der ehemaligen Mosbacherin Petra Eichenauer aus Friedewald.
    • 15.10.: Mit einem Festakt und einer Kranzniederlegung erinnert die Gemeinde Wutha-Farnroda an den 200. Jahrestag der ‚Schlachten von Jena und Auerstedt und dem am 17. Oktober 1806 von Leutnant Hellwig geführte Husarenangriff, der zur Befreiung von 4000 preußischen Soldaten aus französischer Gefangenschaft führt. Bürgermeister Torsten Gieß erinnerte in seiner Ansprache an diese Tat, an das Leben des späteren Major in den Befreiungskriege und des späteren Generalleutnants, der Träger des pour-le-merite und erster Träger des 1813 gestifteten Eisernen Kreuzes war, sowie an die Folgen der französischen Fremdherrschaft für die hiesige Bevölkerung.
    • 20./21.10.: Der Kaninchenzuchtverein Farnroda ist in der Hörselberghalle Ausrichter der 15. bundesweiten Wiener-Club-Vergleichsschau

     

    November 2006

    • 11./12.11.: Wegen der Baumaßnahmen an der Mosbacher Straße in Wutha wird die Straße nach Mosbach voll gesperrt.
    • Auf dem Plattenweg zwischen Schönau und Farnroda will ein Mann aus Eisenach Kasse mache. Er tut so, als sei er ein von der Gemeinde beauftragter Ordnungshüter und verlangt von Autofahrern, die verbotswidrig auf diesem Weg fahren, ein Bußgeld. Gegen den Mann wird ein Strafverfahren wegen Amtanmaßung eingeleitet, dass später jedoch von der Staatanwaltschaft wegen „Geringfügigkeit“ eingestellt wird.
    • 10.11.: Auf dem ehemaligen Petkusgelände werden bei Bauarbeiten zwei Arbeiter von einer abzureißenden Wand verschüttet und verletzt.
    • 16.11: Auf Antrag des Bürgermeisters beschließt der Gemeinderat die im Bau befindliche Erschließungsstraße im Gewerbepark auf dem ehemaligen Petkusgelände Röberstraße und die Erschließungsstraße im Gewerbegebiet An der B7 Hellwigstraße zu nennen.

     

     

    Dezember 2006

    • Die acht Jugendlichen, vorwiegend aus Wutha-Farnroda, die mit selbstgebauten Sprengsätzen unter anderem im Juli 2005(!) einen Zigarettenautomaten zerstörten, werden vom Eisenacher Jugendschöffengericht nunmehr verurteilt. Der seinerzeit 17jährige Haupttäter erhielt eine Verwarnung sowie 600 € Geldstrafe und 40 Stunden gemeinnützige Arbeitsstunden als Strafe.
    • 07.12. Der Gemeinderat Wutha-Farnroda beschließt seinen Haushalt 2007. Die Ausgaben i. H. v. 145.000 € für das Tanklöschfahrzeug, über welches im Frühjahr  heftig diskutiert wurde, sind nunmehr im Haushalt eingeplant, allerdings unter dem Vorbehalt der Gewährung eine Landesförderung (rd. 61.000 €). Das Umbaukonzept auf dem Mölmen wird fortgeschrieben. Wohnungsgesellschaft Wutha-Farnroda und Wohnungsgenossenschaft Erbstromtal hatten beantragt, zusätzlich zu den bisher vorgesehenen Abrissen auch die Wohnblöcke Ringstraße 17 – 23 und Karl-Hermann-Straße 8 – 14 abzureißen. Der Gemeinderat berät zudem über eine Gemeindepartnerschaft mit dem polnischen Kamienica/Kleinpolen.
    • 15./16.12.: Der Bertold-Anzius-Kindergarten wird in Anwesenheit der Hauptstifterin, Anne-Kathrin Anzius, und des Bürgermeisters, Torsten Gieß, feierlich eingeweiht. Am Folgetag können sich alle Interessierten den neuen Kindergarten an einem Tag der Offenen Tür ansehen. Gleichzeitig wird das Modell der ehemaligen Schlossanlage, welches von Winfried Nolte und Karl Rennert gefertigt wurde, erstmals der breiten Öffentlichkeit gezeigt.
    • 17.12.: In der Mosbacher Kirche erhielt die frisch restaurierte Orgel ihre Weihe. Die Sanierung wurde neben Kirchgemeindemitteln sowie gemeindlichen und staatlichen Fördermitteln vorwiegend aus Spenden finanziert. Gleichzeitig mit der Orgelweihe wurde Pfarrerin Ramona Borm in die Pfarrstelle Mosbach eingeführt, die sie seit drei Jahren bereits „auf Probe“ innehatte.
    • 18.12.: Die Erschließung des Gewerbegebietes An der B 7 ist abgeschlossen. Die Erschließungsstraße wird feierlich eingeweiht.
    • 22./23.12: Wieder einmal muss die Ringstraße 26 evakuiert werden. Der Brand eines Bettes (Brandursache: glühende Zigarette) lässt die Feuerwehren der Gemeinde und aus Nachbarorten zum Einsatz kommen. Aus einer Nachbarwohnung rettet die Feuerwehr eine 34jährige Frau mit ihrem einjährigen Sohn und ihrer fünfmonatigen Tochter.
    • 30.12. 02.20 Uhr: Das Futterlager der Agrargenossenschaft Burla in Kahlenberg steht zum zweiten Mal innerhalb von 8 Jahren in Flammen. Alle Wehren der Gemeinde sind im Einsatz, 18 Stunden dauern die Löscharbeiten. Das neue Gebäude ist nicht mehr zu retten. Der benachbarte Kuhstall kann aber geschützt werden. Am 3. Dezember hatte bereits ein Strohlager in Großenlupnitz gebrannt.
  • Januar 2007

    • 01.01.: Die Gemeinde Wutha-Farnroda wird 20 Jahre alt.
    • Die ehemalige in den 1940er Jahren gebaute Autobahnumfahrung bei Eichrodt ist vollständig zurückgebaut.

     

    Februar 2007

    • 08.02.: Bürgermeister Tosten Gieß erlässt eine Verfügung, wonach das Rauchen in allen gemeindlichen Räumen bei Veranstaltungen mit oder für Kinder verboten ist.
    • 24.02.: Der Gemeinderat beschließt, eine Gemeindepartnerschaft mit der polnischen Gemeinde Kamienica einzugehen. Die Vertragsunterzeichnung soll am 5. Mai in Mosbach stattfinden. Mosbachs Mehrzweckhalle erhält eine Namen. Nach dem Willen des Gemeinderates soll die Halle künftig „Triftberghalle“ heißen.
    • 24.02. Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doth informiert den Stadtrat auf eine Anfrage hin, dass die Stadt schätzungsweise jährlich etwa 2,2 Mio. € mehr im Stadtsäckel hätte, wenn sie nicht kreisfrei wäre.

     

    März 2007

    • 04.03.: Die Farnrodaerin Rosa Weinauge wird im Ruhlaer Seniorenheim 101 Jahre alt
    • In Rüsselsheim gewinnt der Farnrodaer Danny Kiel die Deutschen Meisterschaften im Judo in der Klasse U17.
    • Die Mosbacher Ärztin Dr. Johanna Fischer kehrt von einem neunwöchigem Hilfseinsatz im Überschwemmungsgebiet von Kenia zurück.
    • Die Seebacherin Irene Ast präsentiert ihre Bilder in der Wutha-Farnrodaer Rathausgalerie.
    • 14.03. Während die Bürgermeister von Behringen und Hörselberg die Fusion ihrer Gemeinden beraten, weist Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß darauf hin, dass seitens der Gemeinde Wutha-Farnroda seit 2003 die Offerte an die Ortschaften Kälberfeld, Sättelstädt/Sondra und Hastrungsfeld-Burla besteht, sich im Falle einer Auflösung der Gemeinde Hörselberg an Wutha-Farnroda anzuschließen.
    • 16.03.: Auf einer Bürgerversammlung in Sättelstädt bezeichnet Hörselbergs Bürgermeister dieses Angebot der Gemeinde Wutha-Farnroda als „nicht willkommen“.
    • Die mit dem Siegel „berufswahlfreundlich“ ausgezeichnete Regelschule Wutha-Farnroda unterzeichnet in Anwesenheit von Bürgermeister Torsten Gieß mit der Thüringischen Weidmüller GmbH einen Kooperationsvertrag.
    • 31.03.: Die Schönauer Backfrauen feiern ihr 10jähriges Jubiläum.

     

    April 2007

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    • Die Regelschule Wutha-Farnroda erhält bei einem bundesweiten Wettbewerb um die beste Hauptschule den dritten Platz in Thüringen.
    • Mario Wolf weiht in der Schönauer Hörselmühle seinen restaurierten Backofen ein.
    • Seit mehr als einem Jahr narrt ein über 50jähriger Bürger vom Mölmen, der kurz zuvor zugezogen war, die Feuerwehren der Gemeinde. Regelmäßig werden sie von ihm über den Notruf 112 fehlalarmiert. Polizei und Staatsanwaltschaft ist der Täter seit längerem bekannt. Da aufgrund der 2003 beschlossenen Thüringer Behördenreform seit Anfang des Jahres nicht mehr die Staatsanwaltschaft Mühlhausen sondern die Staatanwaltschaft Meiningen für Wutha-Farnroda zuständig ist, wird erst jetzt das erste Strafverfahren gegen den Täter eingeleitet, aber von der zuständigen Staatsanwältin wegen „Geringfügigkeit“ eingestellt. Nach fernmündlicher Intervention des Bürgermeisters werden weitere Strafverfahren eröffnet und Strafbefehle erlassen. Die Gemeinde stellt die Feuerwehreinsätze in Rechnung. Die Fehlalarmierungen hören auf. Der Täter zieht nach Eisenach um.
    • Der trockenste und wärmste April seit Jahren lässt die Waldbrandstufe steigen.

     

    Mai 2007

    • 1. Mai: Als die Schönauer Feuerwehr traditionell ihren Maibaum aufstellen will, muss sie feststellen, dass der Vorbereitete von Unbekannten in der Nacht zersägt wurde. Die Kameraden holen im Gemeindewald flugs einen Neuen, der geschmückt und aufgestellt wird.
    • 4. – 6. Mai: Das 1. Mosbacher Trachten und Heimatfest findet in und um die Triftberghalle statt..
    • 5. Mai: Bürgermeister Wladyslaw Sadowski und Bürgermeister Torsten Gieß unterzeichen in der Mosbacher Triftberghalle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und Vertretern von Politik und Gesellschaft feierlich den Partnerschaftsvertrag zwischen den Gemeinden Kamienica und Wutha-Farnroda.
    • 20. Mai: Mit dem Museumsfest am Hörselbergmuseum in Schönau wird die Wechselausstellung 160 Jahre Thüringer Eisenbahn eröffnet.
    • 28.04.: Nach Dauerregen droht der Hainbach in Mosbach über die Ufer zu treten. Der Bürgermeister lässt vorsichtshalber die Triftberghalle und andere Gebäude mit Sandsäcken schützen.
    • 31.05. Der Bürgermeister gibt bekannt, dass die Gemeinde Wutha-Farnroda sich gemeinsam mit der Stadt Eisenach um das Förderprogramm des Bundes „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ beworben hat. Ziel sei es, so seine Begründung, zusätzliche Möglichkeiten zu finden, die Integration der in Wutha-Farnroda lebenden Einwanderer zu fördern. Zudem solle der Entwicklung einer rechtsradikalen Szene in der Gemeinde vorgebeugt werden. Eine diesbezügliche Gefahr gehe von rechtsradikalen Führungskräften von außerhalb aus, die sich in einer Gaststätte in Mosbach seit mehr als 10 Jahren regelmäßig träfen. Er geht davon aus, dass es zu diesem Zeitpunkt keine offene rechtradikale Szene in der Gemeinde gebe.

     

     Juni 2007

    • 28.06.: Landrat Reinhard Krebs und Bürgermeister Torsten Gieß eröffnen gemeinsam den 1. Bauabschnitt der Mosbacher Straße in Wutha. Nachdem der Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal 2006/07 neue Trink- und Abwasserleitungen verlegt und das Energieunternehmen Erdkabel verlegt hatten, konnten Landkreis und Gemeinde gemeinsam die Fahrbahn, den Gehweg und die neue Straßenbeleuchtung bauen lassen. Wenige Tage später sollten die Bauarbeiten für die Abwasser- sowie der neuen Trinkwasser- und Stromleitung und der Radweg nach Mosbach beginnen.
    • 30.06: Der Männergesangsverein Schönau begeht in der Hörselberghalle in Farnroda sein 125 jähriges Bestehen mit einem großem Chorkonzert.

     

    Juli 2007

    • 01.07.: Anlässlich des 125jährigen Bestehens des Männergesangsvereins Schönau findet in der Hörselberghalle das Kreischorfest statt.
    • 07.07.: Anlässlich der 160. Wiederkehr der Eröffnung der Bahnstrecke Halle – Eisenach (Thüringer Bahn) veranstaltet die Gemeinde ein großes Bahnhofsfest vor dem Wuthaer Bahnhof
    • 12.07.: Der Bürgermeister kann den Gemeinderat darüber informieren, dass der Ortsteil Schönau für die Jahre 2009 bis 2013 in das Förderprogramm der Dorferneuerung aufgenommen wurde
    • 15.07.: In der Mosbacher Kirche findet erstmals ein  Konzert in der Veranstaltungsreihe „Thüringer Orgelsommer§ statt.
    • 26.-30.07.: Eine 13köpfige Delegation aus Wutha-Farnroda unter Führung von Bürgermeister Torsten Gieß besucht die „Gorze-Tage“ (polnisch: Dnie gorzanski – überregional bedeutsames Volklore, Trachten- und Gemeindefest) in der Partnergemeinde Kamienica/Kleinpolen und wird dort herzlich empfangen.
    • 27.07. Die Ohra-Hörsel-Gas GmbH gibt bekannt, dass sie beabsichtigt, eine Erdgasleitung im Zuge des Kanalbaus nach Mosbach zu legen.
    • 28.07.:Der Motorsportclub Mosbach e. V. macht sich am Rande der Mosbacher Kaninchenausstellung für eine offizielle Motocross-Strecke im oberen Schöppbach-Tal zwischen Mosbach und Farnroda stark. Die Motorsportler werden dabei vom Kaninchenvereinsvorsitzenden und Ortsbürgermeister Jürgen Siebert unterstützt. Zuvor war diese Stelle vom Mosbacher Ortschaftsrat als aus seiner Sicht geeignet angesehen worden.

     

    August 2007

    • 01.08.: In einer Pressemitteilung macht Bürgermeister Torsten Gieß deutlich, dass von einer Motocross-Strecke im oberen Schöppbach-Tal zwar weniger Lärmemissionen Richtung Mosbach zu erwarten seien, aber entsprechende Störungen im Ortsteil Farnroda zu spüren sein werden. Zudem sei die Zufahrt durchaus nicht so ohne Weiteres gesichert. Er kündigt an, dass sich im September der Bauausschuss mit dem Thema befassen wird.
    • Die Ohra-Hörsel-Gas GmbH informiert das Landratsamt, dass sie die Gasleitung aufgrund mangelndem Abnehmerinteresse in Mosbach doch nicht bauen wolle
    • 08.08. „Die Linke“-Landtagsfraktion kündigt öffentlich an, einen Gesetzentwurf zur Einkreisung Eisenach in den Wartburgkreis einzubringen. Der Gesetzentwurf, der dann im September eingebracht wird, sieht eine Festschreibung Bad Salzungens als Kreisstadt für die nächsten 20 Jahre vor.
    • 11.08.: Die kommunale Verkehrsgesellschaft Eisenach mbH feiert auf dem Betriebshof in Wutha-Farnroda ihr 15jähriges Bestehen mit einem großen Fest
    • 14.08.: Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung nimmt der Bürgermeister am Nachmittag den Jugendclub Schönau, der in der Alten Schule/dem Alten Rathaus Schönau untergebracht ist, in Augenschein. Er muss feststellen, dass auf Tischen und Wänden rechtsradikale Parolen und Symbole gemalt sind und sich im Raum zahlreiche CDs befinden deren Cover auf rechtsradikale Musik schließen lassen. Er fordert die anwesenden Jugendlichen zu einer Aussprache auf und fordert sie auf, den Club innerhalb eines Tages in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen.
    • 16.08. vormittags: Der Bürgermeister besichtigt abermals den Jugendclub. Die radikalen Schmierereien, Plakate und CDs befinden sich immer noch im Jugendclub. Zudem scheint am Vorabend ein Zechgelage stattgefunden zu haben. Der Klub ist schmutzig. Bierflaschen, -deckel, Zigarettenkippen allerorten; überall Schmutz, im Kühlschrank schimmelige Lebensmittel. Da sich auf dem Tisch auch SS-Runen und auf den CD-Cover naziverherrlichende Titel verzeichnet sind, schließt der Bürgermeister den Club und informiert die Polizei.
    • 24.08. Bürgermeister Torsten Gieß protestiert bei seinem Eisenacher Amtskollegen Matthias Doth gegen die negative Stellungnahme der Stadt Eisenach, die sich gegen eine Festschreibung Wutha-Farnrodas als Grundzentrum im Regionalentwicklungsplan Südwestthüringen wendet

     

    September 2007

    • 06.09.: Der Bürgermeister will in der kommenden Woche den Hauptausschuss  über die Vorkommnisse im Schönauer Jugendclub informieren und nimmt dieses auf die Tagesordnung die in der Einladung an die Ausschussmitglieder verzeichnet ist
    • 07.09. Aufgrund der auf der Einladung verzeichneten Tagesordnung beschäftigt sich die Lokalpresse umfassend mit dem Thema. Aufgrund der Veröffentlichung in der Lokalpresse und aufgrund weiterer rechtsradikaler Ereignisse in Deutschland befasst sich auch die überregionale Presse und der Rundfunk mit dem Thema. Die Eisenacher NPD, die augenscheinlich seit längerem versucht, Jugendliche aus der Gemeinde Wutha-Farnroda für ihre Ziele einzuspannen, kündigt danach eine Demonstration vor dem Privathaus des Bürgermeisters an.
    • 10.09.: Von der Versammlungsbehörde, Landratsamt Wartburgkreis wird die NPD-Kundgebung insoweit genehmigt, als sie vor dem Rathaus stattfindet.
    • 11.09.: Der Bürgermeister informiert den Hauptausschuss offiziell über die Vorkommnisse im Schönauer Jugendclub und die geplante Kundgebung.
    • 11.09. Die Bürgermeister der Nachbargemeinden Ruhla und Eisenach, Mario Henning und Matthias Doth, erklären sich mit Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß solidarisch.
    • 10.-15.09.: Der 84jährige Stanislaw Ilnitzki aus Kiew besucht die Gemeinde Wutha-Farnroda. Seine Schwester Anelja Ilnitzka war am 28. Juli 1944 in Wutha verstorben. Nach den bisherigen Recherchen war Anelja Ilnitzka, damals 19 Jahre alt, als „Fremdarbeiterin“ nach Deutschland gebracht worden und musste in der Röber'schen Landmaschinenfabrik in Wutha dort hergestellte Munition transportieren. Sie ist vermutlich an Gelbsucht gestorben. Stanislaw Ilnitzki, der selbst 1942 als „Fremdarbeiter“ nach Deutschland gebracht wurde, konnte fliehen und kämpfte bis 1945 zunächst bei den Partisanen und anschließend bei der Roten Armee. 63 Jahre nach ihrem Tod kann Stanislaw Ilnitzki erstmals das Grab seiner Schwester besuchen.
    • 16.09.: Etwa 20 Neonazis beobachtet von Polizei sowie mehr als 50 Nazigegnern und Schaulustigen, halten ihre Kundgebung vor dem Rathaus ab.
    • 18.09. Eisenach und Wutha-Farnroda werden gemeinsam in das Förderprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ aufgenommen.
    • 23.09. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignet sich in den frühen Morgenstunden in Eichrodt. Ein betrunkener 24jähriger kommt mit seinem Fahrzeug in der Ortslage Eichrodt von der Fahrbahn ab und prallt mit seinem Fahrzeug zunächst gegen einen Strommast und anschließend gegen eine Hauswand. Die Feuerwehr Wutha kann den 24jährigen Fahrer und seinen 20jährigen Bruder aus Wutha-Farnroda schwerverletzt aus dem Fahrzeug bergen. Der in Lebensgefahr schwebende 20jährige muss mit dem Rettungshubschrauber nach Meinigen geflogen werden.
    • Die SPD-Landtagsfraktion spricht sich für ein Ende der Kreisfreiheit von Eisenach im Rahmen einer großangelegten Kreisgebietsreform in Thüringen aus.
    • 29.09. Die Arbeitslosenquote in der Wartburgregion (Eisenach und Wartburgkreis) ist mit 9 % so niedrig wie seit 1990 nicht mehr.
    • 30.09.: Die Teegutfiliale Am Rotberg schließt.

     

    Oktober 2007

    • 01. – 03.10.Mit einem großen Fest wird die abgeschlossene Sanierung des Sportplatzes Farnroda gefeiert. Innerhalb eines Jahres wurden für die Sanierung 8800 m³ Erde bewegt, 1,1 km Drainage verlegt, neue Ballfangnetze, Zäune, Flutlichtanlage, Geräteräume u. v. a. m. von der Gemeinde errichtet. Das alte, seit 1998 nicht mehr genutzte Sportlerheim wurde abgerissen, der Platz um 90 Grad gedreht. Der FSV Wutha-Farnroda nutzte die Gelegenheit auch 15 Jahre des Vereinsbestehens und 85 Jahre Fußball in Wutha und Farnroda zu feiern.
    • 02.10.: Bei einem Großbrand in der Ruhlaer Firma GHS Plastik sind auch die Feuerwehren aus Wutha, Farnroda und Mosbach an den Löscharbeiten beteiligt. Ursache des Feuers: Brandstiftung. Die Täter werden wenig später von der Polizei ermittelt.
    • 11.10.: Bundespräsident Dr. Horst Köhler verleiht Frau Dr. Johanna Fischer aus Mosbach das Verdienstkreuz der Bundesrepublik am Bande. Die Urkunde und die Ordensinsignien werden ihr am 15.01.2008 vom Thüringer Sozialminister Dr. Klaus Zeh in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt übergeben.
    • 12.10. Nachmittag: Kellerbrand Am Taubenacker 7. 22 Bewohner müssen evakuiert werden; glücklicherweise keine Verletzten. Da durch den Brand zentrale Wasserleitungen und die Umformstation zerstört wurden, bleiben viele Wohnungen des Wohnblockes Taubenacker/Ringstraße mehrere Tage ohne Heizung und fließendes Wasser in der Wohnung. Aus angeblich versicherungstechnischen Gründen lasst die Vermietergesellschaft DEMUS/Kasperczik Hausverwaltung die Wasserversorgung im Hauseingang Taubenacker 7 erst nach eineinhalb Monaten wiederherstellen.
    • 15. – 17.10. Der ehemalige Schalke-Torjäger Klaus Fischer trainiert die Jugendfußballer aus dem Erbstromtal auf dem neusanierten Fußballplatz in Farnroda.
    • 15.10. Die Bauarbeiten für den Neubau der Autobahn A 4 haben begonnen. Die Nordumfahrung um die Hörselberge soll im Frühjahr 2010 fertiggestellt sein. Im Dezember 2009 soll der Verkehr bereits über die neue Trasse laufen. Ab Januar 2010 soll der Rückbau der alten Autobahn an den Hörselbergen zwischen der Anschlussstelle Wutha-Farnroda und Sättelstädt erfolgen.

     

    November 2007

     

    • Der Wutha-Farnrodaer SPD-Ortsvereinsvorstand spricht sich für eine erneute Kandidatur von Torsten Gieß zur Bürgermeisterwahl im Herbst 2008 aus.
    • 05.11.: Bad Salzungens Bürgermeister Bohl spricht sich öffentlich gegen eine Einkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis aus. Er plädiert für diesen Fall für eine Auflösung des Wartburgkreises und eines Anschlusses des ehemaligen Landkreises Bad Salzungen an den Kreis Schmalkalden-Meinigen
    • 09.11.: Die Nachbargemeinde Hörselberg schließt eine Fusionsvertrag mit der Gemeinde Behringen.
    • 09.11.: Bei einem schwerem Verkehrsunfall stirbt auf der Kreisstraße nach Mosbach der 48jährig Fahrer
    • 12.11.: Mit dem symbolischen Banddurchschnitt übergaben Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz, LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, Wutha-Farnrodas Bürgermeister Tosten Gieß, Landrat Reinhard Krebs, Altbürgermeister Ernst Kranz und Landtagsabgeordneter Gustav Bergemann gemeinsam die Erschließungsstraße Röberstraße im Gewerbepark gegenüber dem Rathaus. Die Erschließungsarbeiten waren bereits zwei  Monate zuvor abgeschlossen worden. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen Gemeinde und LEG aus dem Jahr 2000 erwarb 2002 die LEG den vorderen Bereich des Geländes der Fa. Petkus und richtete die Flächen und Gebäude mit einem Investitionsaufwand von bisher 5 Mio. € für Gewerbeneuansiedlungen her. Im Auftrage der Gemeinde wurde das Areal mit einem Investitionsaufwand von 1,9 Mio. € (davon 1,7 Mio. € staatliche Fördermittel) neu erschlossen. Inzwischen sind auf dem Gesamtareal 12 Firmen mit rd. 170 Beschäftigten angesiedelt.
    • 25.10.Eine neue Wanderkarte über die Hörselberge und deren Umgebung kommt heraus und ist in der Gemeindeverwaltung und anderswo erhältlich.
    • 15.11.: Der Thüringer Landtag beschließt die Fusion der Nachbargemeinde Hörselberg mit der Gemeinde Behringen zum 01.12.2007. Die neue Gemeinde wird den Namen Hörselberg-Hainich führen.
    • 15.11.: In der Schultoilette der Grundschule Farnroda belästigt ein unbekannter Mann ein 8jähriges Mädchen und berührt es unsittlich.
    • 19.11.: Ruth Moratschke aus Mosbach wird für ihr soziales ehrenamtliches Engagement auf der Wartburg von Thüringens Sozialminister Klaus Zeh mit der Thüringer Rose ausgezeichnet.
    • 21.11.: Die Wirtschaftinitiative Westthüringen, ein loser Zusammenschluss von westthüringischer Unternehmer, fordert öffentlich die Bildung eines Landkreises Westthüringen, welcher ihrer Meinung nach den Wartburgkreis, die Stadt Eisenach, den Landkreis Gotha und den Unstrut-Hainich-Kreis umfassen sollte.
    • 27.11.: Kreisschuldezernentin Claudia Döring kündigt im Kreisausschuss an, dass die Kreisverwaltung nun begänne, die Varianten für das künftige Grundschulnetz zu prüfen. Der Kreistag hatte mit der Schulnetzplanung 2005 unter anderem entschieden, dass mit Beginn des Schuljahres 2007/08 anhand der voraussichtlichen Schülerzahlen über den Fortbestand des Grundschulen in Wutha und Farnroda entschieden werden soll.
    • 30.11.: Die Mitgliederversammlung der SPD Wutha-Farnroda votiert einstimmig dafür, Torsten Gieß für die Bürgermeisterwahl, die im Herbst 2008 stattfinden wird (Wahlperiode 15.01.2009 – 14.01.2015), erneut ins Rennen zu schicken.

     

    Dezember 2007

    • 01.12.: In der neuen Nachbargemeinde Hörselberg-Hainich übernimmt der Staatsbeauftragte Klaus Ehrhard aus Hessen übergangsweise die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters
    • 10. – 14.12.: Die Kasachische Frauen-Box-Nationalmannschaft besucht auf Einladung des Wutha-Farnrodaer Boxklubs die Gemeinde und trainiert hier. Am 14.12. finden in der Mosbacher Triftberghalle Schaukämpfe statt, bei denen auch die Deutsche Meisterin Christine Hammer gegen ihre kasachische Konkurrentinnen boxt.
    • Beim bundesweiten Wettbewerb „Fit for Job“ kommt die Regelschule unter die ersten Zehn in der Kategorie Realschule.
    • 16./17.12.: In der Hörselberghalle findet die 14. Inselbergschau der Geflügelzüchter der Regien statt. Sie ist in diesem Jahr mit der bundesweiten Jubiläumsschau 100 Jahre Thüringer Barthühner verbunden. Die Thüringer Barthühner waren 1907 in Ruhla erstmals gezüchtet worden.
    • 18.12.: Während der Gemeinderatssitzung erinnert Bürgermeister Torsten Gieß an den 10. Jahrestag des Unabhängigkeitsurteils des Thüringer Verfassungsgerichtes vom 18.12.1997 sowie an das 20jährige Bestehen der Gemeinde. Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung wird das historische Ereignis gefeiert. Zuvor hatte der Gemeinderat Wutha-Farnroda einstimmig den Haushaltsplan 2008 beschlossen. Der Haushalt ist gesund. Er sieht für das Jahr 2008 Investitionen i. H. v. rd. 2,8 Mio. € vor. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Die Gesamthöhe der Kredittilgungen beträgt rund 2,7 Mio. €. Als Wichtige Maßnahmen sind 2008 geplant:
      - Die Sanierung der Alten Schule Eichrodt (Vereinsheim)
      - Die Sanierung des Jugendclubs „Crocodile“ Mölmen
      - Die Gestaltung der Außenanlagen und des Vorplatzes des Kindergartens Am Fliederweg
      - Bauarbeiten am Kindergarten Schönau
      - Die Gestaltung der Außenanlagen am Kindergarten Mosbach
      - Baumaßnahmen an der Triftberghalle Mosbach
      - Baumaßnahmnen am Sportlerheim Mosbach
      - Baumaßnahmen am Parkplatz der Hörselberghalle und des Sportplatzes Farnroda
      - weitere Gestaltung des Wuthaer Parks
      - Sanierung des Schlossparks Farnroda insbesondere die Sanierung des Teiches
      - Bau eines neuen Spielplatzes in Mosbach
      - Weitere Umgestaltung des Wohngebietes Mölmen
      - Neubau des Durchlasses Waldbadstraße in Mosbach
      - Weiterer Ausbau der Weinbergstraße und des Elisabethenhöher Weges
      - weiterer Ausbau des Gehweges an der Ruhlaer Straße (2008 bis zur „Mölmenkreuzung“)
      - Ausbau des Gehweges an der Mosbacher Straße (bis zur Einmündung in die Eisenacher Straße)
      - Ausbau der Erschließungsstraße im Auf den Seiten in Mosbach
      - Ausbau der Straße Am Taubenacker, Wutha-Mölmen
      - weitere Gestaltung der Außenanlagen des Friedhofes Eichrodt-Wutha
      - Ersatzbeschaffung von Geräten für den gemeindlichen Bauhof
      - Baumaßnahmen an den Feuerwehrgerätehäuser Wutha, Mosbach und Farnroda und in derem Umfeld

     

  • Januar 2008

    Am 15. Januar wird Dr. Frau Johanna Fischer in der Thüringer Staatkanzlei in Erfurt das Bundesverdienstkreuz am Bande in Würdigung Ihrer humanitären Einsätze in aller Welt verliehen.

    Diebe suchen zurzeit verstärkt die Kleingartenanlagen in unserer Gemeinde auf.

     

    Februar 2008

    Die Trockenlegung des Fußbodens in der Farnrodaer Kirche ist im vollen Gange

    Bei den Thüringischen Landesmeisterschaften im Boxen die am 9. und 10. Februar 2008 in Lauscha stattfanden, erreichte Wadim Bitjakow in der Altersklasse Kadetten/Gewichtsklasse bis 57 kg den ersten Platz. Wadim ist 13 Jahre alt, er besucht das Albert-Schweitzer Gymnasium in Ruhla und boxt seit drei Jahren im Boxklub Wutha-Farnroda e. V.

     

    März 2008

    Die Schönauer Ärztin Christel Rommel erhält am 4. März für Ihre Einsätze in Afrika die Bundesverdienstmedaille.

    Der Bau einer neuen Trinkwasserleitung, der Abwasserleitung der Kreisstraße und des Radweges zwischen Wutha und Mosbach hat begonnen.

    Der vom Bund geplante Neubau der B 19 zwischen Eichrodt und Wilhelmstal und die in diesem Zusammenhang geplante B 88 – Ortumfahrung Wutha-Farnroda erhitzt die Gemüter bei den Einwohnerversammlung in Mosbach

     

    April 2008

    Die Reparatur der Deubacher Orgel ist abgeschlossen. Sie wurde von Albrecht Hahnemann aus Ruhla und Gerhard Schieck aus Stuttgart unentgeltlich repariert.

    Spatenstich zu einer weiteren Erweiterung des Farnrodaer Werkes der Thüringischen Weidmüller GmbH

    Spatenstich für den Bau des ALDI-Marktes in Farnroda, Am Rotberg

    Der vom Bund geplante Neubau der B 19 zwischen Eichrodt und Wilhelmstal und die in diesem Zusammenhang geplante B 88 – Ortumfahrung Wutha-Farnroda erhitzt die Gemüter bei der Einwohnerversammlung in Wutha.

     

    Mai 2008

    Volker Ahrens tritt als Wehrführer der Feuerwehr Farnroda zurück. Bürgermeiste Torsten Gieß beruft Stellvertreter Björn Gössel zu kommissarischen Wehrführer der Feuerwehr Farnroda

    Anlässlich 350 Jahre Schulgeschichte in der Gemeinde ist im Hörselbergmuseum in Schönau die Wechselausstellung „Dorfschulgeschichte(n)“ zu sehen.

    Zum vierten Mal in drei Jahren wird in Eichrodt bei Helga Pichel die Einfriedung zum Vorgarten eingefahren.

    Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß hält zum 400jährigen Stadtjubiläum von Wanfried in Hessen zum Überfall des Majors Hellwig und seines Streifkorps auf ein westphälischens Husarenregiment in Wanfried am 23. April 1813 wahrend des Deutschen Freiheitskrieges.

    Beginn der Sanierung der „Alten Schule Eichrodt im Rahmen der Dorferneuerung

     

    Juni 2008

    4. Juni: Starker regen sorgt für Überflutungen in der Kirch- und Th.-Neubauer-Straße in Mosbach. Als Hauptursache ist der Anbau von Mais am Triftberg anzusehen, der in diesem Wachstumsstadium keine Wasserspeicherung zulässt.

    1. Lindenfest in Mosbach

    Wadim Bitjakow erlangt bei den Deutschen Jugendboxmeisterschaften den 3. Platz in der Altersklasse Kadetten/Gewichtsklasse bis 57 kg.

    Henri Schellenberg aus Mosbach und Bernhard Dietrich aus Schönau werden zu Wanderwegewarten der Gemeinde bestellt.

    Dr. Johanna Fischer dokumentiert in einer Ausstellung im Mosbacher Pfarrhaus ihre humanitären Hilfseinsätze rund um die Welt.

     

    Juli 2008

    Die Zukunft der Farnrodaer Grundschule ist aufgrund Prüfvermerkes in der kreislichen Schulnetzplanung ungewiss. Die diesbezüglichen Anfragen des Bürgermeister Torsten Gieß bleiben vom Landrat Reinhard Krebs und seiner Beigeordneten Claudia Döring unbeantwortet.

    Adrin Wernicke und Shenja Bitjakow holten bei der Thüringer Landesmeisterschaft im Boxen Gold bzw. Bronze. Bei der Thüringer Landesmeisterschaft im Boxen in der Altersklasse Schüler (9-11 Jahre), die am 5. Juli 2008 in Weimar stattfand, nahm auch Bujar Mussa aus Wutha-Farnroda teil. Alle drei Schüler besuchen die 4. Klasse der Hörselbergschule Wutha-Farnroda

    Übergabe der Kreisstraße und des Radweges zwischen Wutha und Mosbach

     

    August 2008

    Die SPD Wutha-Farnroda stellt Torsten Gieß erneut für die Wahl zum Bürgermeister am 30. November 2008 auf.

    Am 31. August stirbt nach langer schwerer Krankheit die geschätzte Mosbacher Ärztin Dr. med. Johanna Fischer. In seinem Nachruf würdigte sie der Bürgermeister: „... Der aufopferungsvolle Einsatz der Ärztin war beispielgebend und war mit zahlreichen persönlichen Entbehrungen verbunden. (...) Mit ihrem Einsatz stärkte Sie das Ansehen Deutschlands und des Deutschen Volkes in der Welt.“

     

    September 2008

    Bürgermeister Torsten Gieß übergibt am 2. September den neuen Spiel und Bolzplatz oberhalb des Mosbach Kindergartens seiner Bestimmung.

    Die CDU stellt Thomas Ickler als Kandidat zur Bürgermeisterwahl auf. Volker Ahrens bewirbt sich als Einzelkandidat.

    Der Kreistag beschließt, dass bis auf weiteres keine Schulen im wartburgkreis geschlossen werden.

    In Mosbach findet das diesjährige Kreischorfest statt.

    Die Firma Fruchthof Zipf feiert in Wutha 80jähriges Betriebsjubiläum

    Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung des neuen ALDI-Marktes in Wutha-Farnroda

    Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee besucht in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Ernst Kranz Wutha-Farnroda. Er begutachtet die Ergebnisse des Stadtumbauprogrammes Ost im Wohngebiet Mölmen.

    Großeinsatz der Feuerwehren der Region: In der Mosbacher „Bodenreform“ brennt ein in Wohnhausgröße errichtetes Wochenendhaus in Holzbauweise völlig nieder. Die Polizei schließt in einer Pressemitteilung Brandstiftung als Brandursache aus. Bezüglich des Gebäudes bestand eine Abrissverfügung des Landratsamtes, die damit hinfällig wurde.

    Der Schützenverein Schönau-Deubach feiert sein 150jähriges Bestehen.

     

    Oktober 2008

    Aufgrund der immer höheren Anforderungen, die sich den Feuerwehren bei der Rettung von Menschen aus verunglückten Fahrzeugen stellt, hat die Gemeinde für die Feuerwehr Wutha einen neuen Rettungssatz angeschafft mit dem sie nun auch in der Lage ist Menschen in angemessener Zeit aus neueren Fahrzeugen zu retten. Sie ist damit neben Creuzburg die zweite Feuerwehr in der Wartburgregion, welche mit dieser Technik nun ausgerüstet ist.

    Fertigstellung und Übergabe der sanierten „Alten Schule Eichrodt“

    Der Abriss des sechsgeschossigen Wohnblocks Fliederweg 2-4 ist abgeschlossen.

    Der Schlauchwagen der Feuerwehr Mosbach (Fahrzeugtyp Robur) kommt nach Görlitz zur Generalüberholung.

    Internationales Boxturnier in der Hörselberghalle. Es nehmen Mannschaften aus  Astana/Kasachstan sowie aus Kassel, Eschwege, Weimar/Lahn, Weißenfels, Weimar Wandersleben, Gotha, Eisenach und Wutha-Farnroda teil.

    Hundeschlittengespanne aus ganz Mitteldeutschland (Freistaat Sachsen, Land Sachsen-Anhalt und Freistaat Thüringen) trafen sich am Wochenende zur Mitteldeutschen Hundeschlittenmeisterschaft erstmals in Mosbach. Vor einem begeisterten Publikum zeigten die Gespanne an zwei Tagen ihre Leistungen. Die Teilnehmer, einige waren auch aus Bayern, Hessen und Niedersachsen angereist, waren von der anspruchsvollen und natürlich auch landschaftlich reizvollen Strecke angetan.

    November 2008

    Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß fordert von den zuständigen Landesbehörden, dass Wutha-Farnroda auf der neuen Autobahn A 4 von Westen her bereits an der Ausfahrt  Eisenach-West, statt wie geplant an der Ausfahrt Sättelstädt ausgeschildert wird.

    Beginn der Schlossteichsanierung in Farnroda

    Torsten Gieß gewinnt die Bürgermeisterwahl 2008 mit 2008 Stimmen (72,6 %) klar vor Thomas Ickler mit 380 Stimmen (13,6 %) und Volker Ahrens mit 377 Stimmen (13,6 %).

     

    Dezember 2008

    In den Verwaltungsgebäuden der Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda treten erstmals Asiatische Marienkäfer massenhaft auf.

    Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß, Ruhlas Bürgermeister Mario Henning und Seebachs Bürgermeister Kurt Kästner unterzeichnen und besiegeln den gemeinsamen Flächennutzungsplan des Erbstromtals.

    Karl Rennert feiert seinen 100. Geburtstag

    Der Gemeinderat beschließt den Haushaltsplan 2009 mit einem Gesamtvolumen von 11,6 Mio. €

    Bauhofmitarbeiter und Hausmeister der Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda erhalten eine einheitliche Arbeitskleidung.

    18. Dezember: Inbetriebnahme der neuen Heizanlage für die Wohnblöcke der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft Wutha-Farnroda in der Ringstraße
    Mit einem Festakt schloss die Gemeinde Wutha-Farnroda an ihrem Unabhängigkeitstag die Dorferneuerung Eichrodt ab.

    Die Hörselzeitung erscheint letztmalig als gemeinsam mit der Gemeinde Hörselberg-Hainich herausgegeben. Die die neu entstandene Gemeinde Hörselberg-Hainich will ab Januar 2009 ein eigenes Amtsblatt herausgeben.

    22.12. in der Hörselberghalle begeistern Judith & Mel, Mara Kayser Maxi Arland und andere bei einer „Musikantenparade zu Weihnachtszeit“ die Fans volkstümlicher Musik

    28.12.: über die Presse lässt die Deutsche Bahn AG mitteilen, dass der Bahnhof Wutha mit weiteren 500 deutschen Bahnhöfen an ein Konsortium aus der Patron Capital Ltd. London und der Immobilienentwickler Procom Invest GmbH & Co KG Hamburg verkauft wurde. Wenige Jahre zuvor hatte die Bahn den Bahnhof bereits schon einmal im Paket verkauft. Die Fa. „First Rail“ aus Frankfurt ging damals kurze Zeit später in Insolvenz. Beim Bürgermeister von Wutha-Farnroda stößt die Entscheidung der Bahnverantwortlichen auf völliges Unverständnis, hatte er doch zuvor über die Bahnverantwortlichen und den heimischen Bundestagsabgeordneten versucht, einen Verkauf der ortbildprägenden Immobilie an einen einheimischen Erwerber zu vermitteln. Er befürchtet nun, das der Wuthaer Bahnhof zu einem reine Spekulationsobjekt geworden ist und endgültig verkommt.

  • Januar 2009

    15. Januar: Bürgermeister Torsten Gieß beginnt seine zweite Amtszeit.

    16. Januar: zur jahreshauptersammlung der fFreiwilligen Feuerwehr Schönau a.d.H. wird Steven Hübner zum neuen Wehrführer gewählt. Volker Ortmann, der die Schönauer Feuerwehr seit 1975 leitete gab nach 33 Jahren sein amt ab.Stellvertretender Wehrführer wurde christian Schmidt aus Kahlenberg.

    23. Januar: Die Hörselzeitung erscheint ersmals als alleiniges Amtsblatt der Gemeinde Wutha-Farnroda.

    Aufgrund heftiger Regenfälle auf gefrorenen Bodenkam es zu zahlreichen Überflutungen in der Gemeinde. In Schönau wurde die Deubacher Straße, in Franroda die Schönauer Straße, und in Mosbach die Kirch- und Theo-Neubauer-Straße überflutet.

    27. Januar: Der hauptausschuss empfielt dem Gemeinderat einstimmig, einer Zusammenlegung der Orschaften Schönau und Kahlenberg zu einem gemeinsamen Ortstiel zusammenzulegen unter der Maßgabe, dass beide Ortschafträte dem ebenfalls zustimmen.

     

    März 2009

    Der 17jährige Danny-Paul Kiel aus Farnroda wird Deutscher Meister bei den U-20-Judo-Titelkämpfen bis 55 kg in Herne

    Wadim Bitjakow uas Wutha-Farnroda wird zu 2. Mal in seiner Klasse Thüringenmeister im Boxen.

    29. März bis 4. April: Mit einer Festwoche beging die Grundschule Farnroda ihr 100jähriges Bestehen.

     

    Mai 2009

    Im Rahmen des Museumsfestes am Internationalen Museumstag im Hörselbergmuseum fand die Eröffnung der Ausstellung "Aufbruch 1989 - 20 Jahre Friedliche Revolution" statt.

    Wadim Bitjakow uas Wutha-Farnroda wurde bei der Deutschen Meisterschaft (Boxen) der Junioren in der Gewichtsklasse bis 66 kg Dritter.

     

    Juni 2009

    Für ihre Verdienste um die Bildungslandschaft in Thüringen erhielt Anne-Katrin Anzius den Meister-Eckart-Brief des Freistaats Thüringen aus den Händen von Ministerpräsident Dieter Althaus. Als Stifterin der Bertold-Anzius-Stiftung hatte sie den Bau des Bertold-Anzius-Kindergartes in Farnroda ermöglicht.

    7. Juni. Kommunal- und Europawahlen

    Wahlergebnisse in Wutha-Farnroda

    Gemeinderat

    Wahlberechtigte:          5.617

    Wähler:                        2.847

    Wahlbeteiligung            50,7 %

    gültige Stimme (3 p.P.) 8.128

    SPD: 4.456; 54,8%       11 Sitze

    CDU: 2.634; 32,4 %        6 Sitze

    Linke: 1.038; 12,8 %       3 Sitze

     

    Ortsteilbürgermeister Mosbach

    Matthias Kehr             354 Stimmen   59,6 %

    Ralf Paschek              240 Stimmen   40,4 %

     

    Ortsteilbürgermeister Schönau a. d. H.

    Volker Ortmann          233 Stimmen    76,6 %

    Frank-Wilhelm Trier     71 Stimmen     23,4 %

     

    Ortsteilbürgermeister Kahlenberg

    Kristina Lehmann (CDU) 79 Stimmen  56,8 %

    Steffen Ruppe                 60 Stimmen  43,2 %

     

    Kreistagswahl Wartburgkreis in Wutha-Farnroda

    SPD                       42,0 %

    CDU                       23,8 %

    Linke                      15,7 %

    NPD                         4,4 %

    Grüne                      3,6 %

    FDP                         3,1 %

    LAD                          1,2 %

     

    Ernst Kranz (SPD) wurden mit 11.679 Stimmen und Torsten Gieß (SPD) mit 898 Stimmen aus dem ganzen Wartburgkreis in den Kreistag gewählt.

     

    Eurpawahl in Wutha-Fanrorda

    CDU                        27,3 %

    SPD                         25.6 %

    Linke                       20,1 %

    FDP                          6,3 %

    Grüne                       5,4 %

    Republikaner            2,6 %

    Familie                      2,0 %

    Tierschutzpartei        1,7 %

    Rentner                     1,7 %

    Piraten                       1,2 %

    DVU                            1,2 %

     

    Juli 2009

    6. Juli: Der Gehwegausbau Ruhlaer Straße von  der Einmündung Rehofer Weg bis zu Kreuzung Am Rotberg/Am Schunkenhofe in Farnroda ist abgeschlossen.

    7. Juli

    Konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates

    Matthias Kehr wird zum 1. Beigeordneten gewählt.

    Vorsitzende des Gemeinderates wird Sylvia Grasrainer, der  Stellvertreter Detlef Krüger.

    27. Juli

    Begin des Ausbaus der Mosbacher Straße (einschließlich Kanal und Trinkwasserleitungen) in Wutha zwischen Eisenacher Straße und Einmündung An der Allee.

     

    August 2009

    8. August. Torsten Gieß nimmt an der Gedenkfeier zum 200. Jahrestag der Schlacht in der Sachsenklemme in Südtirol teil.

    Ende August beginnen die Wasserleitungs- Kanal- und Straßenausbauarbeiten in Farnroda in der Schönauer Straße ab Abzweig Seebacher Straße.

    28. -30. August: Mosbach feiert das 125jährige Bestehen seiner Freiwilligen Feuerwehr. Mit einem Festkommersch am Freitag einem Festumzug, einer Schauübung und Tanz am Sonnabend und einem musikalischen Frühschoppen am Sonntag wird das Jubiläum begangen.Neben den Feuerwehren aus der Gemeinde und der umgbung beteiligten sich auch die Feuerwehren aus Wallau, aus Mosbach/Rhön, und aus Mosbach-Triebur.

    30. August: Landtagswahl

    Wutha-Farnroda hat wie folgt gewählt:

    Wahlberechtigte                              5.617

    Wähler                                             3.224 (57,4 %)

     

    Erststimmen

    Gustav Bergemann (CDU)                 31,9 %

    Sabine Doth (SPD)                            23,2 %

    Sascha Bilay  (Linke)                         23,1 %

    Andreas Böhme (FW)                           5,9%

    Karsten Höhn (NPD)                             5,8 %

    Danilo Saft (Grüne)                               5,6 %

    Fred Leise (FDP)                                  4,5 %

     

    Zweitstimmen

    CDU                                                    29,3 %

    Linke                                                   24,5 %

    SPD                                                     24,2 %

    Grüne                                                   5,9 %

    FDP                                                      5,9 %

    NPD                                                      5,7 %

    FW                                                        3,8 %

    Rep                                                       0,4 %

    ÖDP                                                      0,3 %

     

    September 2009

    1. September: Der neue Spielplatz am Rehberg wird eingeweiht

    8. September: Das medizienische Zentrum in Wutha-Farnroda, in der Gothaer Straße wird offiziell eröffnet. Die Ärzte und Schwestern des Medizienischen Zentrums hatten bereits Anfng August ihre Arbeit in Wutha aufgenommen, nach dem sie von Eisenach nach Wutha-Farnroda umgezogen waren.

    12. September: Ein Elch wandert durch Mosbach

    19 September

    Eltern und Schüler der Grundschule Farnroda sammeln für die Sanierung der Schule. Bei einem Spendenlauf um den Schlossteich kommen über 2.400 € zusammen.

    27. September: Bundestagswahl

    Wutha-Farnroda hat wie folgt gewählt:

    Wahlberechtigte                              5.619

    Wähler                                             3.847 (68,5 %)

     

    Erststimmen

    Ernst Kranz (SPD)                              43,7 %

    Christian Hirte (SPD)                          24,9 %

    Patrick Wischke (NPD)                          3,7 %

    Daniel Rudloff (FDP)                             3,7 %

    Richard Janus (Grüne)                          2,5 %

    Klaus Lohfink-Blanke                             0,8 %

    Andrea Grube                                        0,1 %

     

    Zweitstimmen

    CDU                                                    28,4 %

    Linke                                                   26,9 %

    SPD                                                     25,1 %

    FDP                                                      7,9 %

    Grüne                                                   4,8 %

    NPD                                                      3,7 %

    Piraten                                                  2,1 %

    ÖDP                                                      0,6 %

    Rep                                                       0,4 %

    Aufgrund des Gesamtwahlergebnisses wird Ernst Kranz nicht wieder in den Bundestag gewählt. Christian Hirte (CDU) ist nunmehr Bundestagsabgeordneter für den hiesigen Bundestagswahlkreis.

     

    Oktober 2009

    7. Oktober: Nach voriger Beratung im Schulausschuss des Kreistages hat auf Vorschlag des Landrates Reinhard Krebs und der damals zuständigen Kreisbeigeordneten Claudia Döring der Kreistag des Wartburgkreises folgenden Beschluss gefasst:

    "Der Kreistag beauftragt den Landrat, zur Vorbereitung der Schulnetzfortschreibung für das Erbstromtl ein Beteiligungsverfahren entsprechend der Empfehlung des Ausschusses für Schule und Kultur durchzuführen. ... Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sollen als künftig gemeinsamer Schulstandort vorgesehen werden:

    1. Für die Grundschule Thal und Ruhla - der Schulstandort der Grundschule Ruhla,

    2. Für die Grundschulen Wutha und Farnroda Der Schulstandort der Grundschule Wutha,

    3 Für die Regelschulen Wutha-farnroda und Seebach der Schulstandort der Regelschule Seebach"

    17. Oktober: Metallbaumeister Axel zier aus Mosbach wir mit der Ehrennadel in Gold der Handwerkskammer Südthüringen ausgezeichnet.

    29.Oktober: Der Gemeinderat Wutha-Farnroda spricht sich einstimmig für die Erhaltung und Sanierung der Grundschule Wutha, der Grundschule Farnroda und der Regelschule Wutha-Farnroda aus.

     

    14. November 2009

    Gerd Thin, Geschäftführender Gesellschafter der Herbacin cosmetik GmbH aus Wutha-Farnroda wird mit dem Mittelstandpreis des Berufsverbandes der mittelstandischen Wirtschaft "Thüringer Unternehmer des Jahres 2009" ausgezeichnet.

     

    Dezember 2009

    16. Dezember: Der von den "Linken" im Kreistag eingebrachte Vorschlag, dass Geprüft werden solle, ob es sinnvoll sei, dei Grundschule Wutha als selbständige Schule in das Gebaude der Regelschule Wutha-Farnroda einziehen zu lassen, fand im Kreistag eine Mehrheit.

    18. Dezember

    Offizielle verkehrsfreigabe der neue Hörselbrücke in Wutha zwischen Bahnhof und Weinbergstraße.

  • 20. Januar 2010

    Die Gemeinde kann für dei Feuerwehr Wutha ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/24-Tr in Dienst stellen.

     

    24. Februar 2010

    Der Kresitag des  Wartburgkreises beschließt: Die Grundschule Farnroda soll als sebständige Schule ab dem 1. August 2010 mit in das Schulgebäude der Grunschule Wutha einziehen. Für 2010/11 wird eine Sanierung des Grundschulgebäudes in Wutha für 2,3 Mio € bei laufenden Schulbetrieb beschlossen. das Grundschulgebäude in Farnroda soll aufgegeben werden.

     

    März 2010

    5. März: Die Thüringische Weidmüller GmbH, Wutha-Farnroda, erhält den Thüringer Staatspreis für Qualität

    7. März: Danny Kiel aus Farnroda ist nunmehr zum 5. Mal Deutscher Meister im Judo;

    8. März: Über die Autobahn an den Hörselbergen läuft kein öffentlicher Verkehr mehr.. Seit dem 6. Janual lief bereits der Verkehr in Richtung Frankfurt a. M. über die neue Umfahrung über Sättelstädt, Burla, Ettenhausen/Nesse, Großenlupnitz und Stregda; nunmehr auch in der Gegenrichtung. Fur rund 9 Mio. € wird die alte Autobahn zwischem Kleinem Hörselberg und Sättelstadt vollständig mutwillig zerstört.

    11. März: die Gemeindeverwaltung wird kuzfristig darüber informiert, dass der Verkehr über die ehemalige Autobahnabfahrt Wutha-Fanroda zwischen dem 15. März und dem 15. Juni 2010 voll gesperrt ist.

    11. März: Der Gemeinderat Wutha-Farnroda gibt seine Zusitmmung für eine im Rahmen der Flurneuordnung vorgesehen Gemeindegrenzenveränderung zu Eisenach und Hörselberg-Hainich (die dazu notwendige Verordnung der Landesregierung läss bis heute auf sich warten)

    13./14.Marz: Thüringer Einzelmeisterschaften (Boxen) der Kadeten, Junioren und Jugend in Leinefelde: Ahmad Almkams (jetzt Ahmad Maghames - damals 16) aus Wutha-Farnroda  wurde Thüringenmeister im Halbweltergewicht (bis 64 kg) in der Altersklasse Jugend (U 19) und Wadim Bitjakow aus Wutha-Farnroda (damals 15) wurde Thüringenmeister im Halbmittelgewicht (bis 66 kg) in der Altersklasse Junioren (U 17)

    27. März: Wadim Bitjakow gewinnt die Mitteldeutsche Meisterschaft im Boxedn im Halbmittelgewicht der Junioren.

     

    April 2010

    Der Mitteldeutsch Rundfunk berichtet nach eigenen Recherchen über den Tod des sowjtrussischen Soldaten am 11. September 1985 in Mosbach

    13. April: Nun steht es fest. Das Alten und Pflegeheim der Volkssoldarität soll in Farnroda in der Ringstraße gebaut werden.

    22. -24 April: Wadim Bitjakow aus Wutha-Farnroda wird bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren (Boxen) in Bad Blankenburg in der Gewichtsklasse bis 66 kg zum 2. Mal in Folge Dritter

    24 April: 105 Jahre Chorgesang in Mosbach. Die Mosbacher Sängerinnen und Säger laden zu einem Festkonzert in die Triftberghalle

    28. April: Der Kreistag beschließ mit 18 Ja-Stimmen bei 15 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen seinen Beschjluss vom 24 Februar 2010 dabingehend zu ändern, dass die Grundschule Farnroda die zum 1. August 2010 in das Grundschulgebäude in Wutha umziehen soll, ein Jahr später auch mit der Grundschule Wutha organisatorisch verschmelzen soll.

     

    31.Mai 2010

    Großbrand in Mosbach. Gegen 14.00 Uhr kommt es zu einem Brand eines Motorrades. Das Feuer breitet sich von dem Nebengelass in dem das Motorrad steht schnell auf die drei umstehenden Wohn und Geschäftshäuser aus, die z. T. schwer beschädigt wurden. Neben den Feuerwehren aus Mosbach, Wutha, Farnroda und Schönau waren auch die Berufsfeuerwehr Eisenach (Drehleiter) sowie die Freiwilligen Feuerwehren Ruhla, Thal, seebach, Kälberfeld, Sättelstädt, Großenlupnitz, Schweina und Bad Liebenstein im Einsatz. die Letztgenannten Feuerwehren erfolgte insbesondere zur rechtzeitigen und ausreichenden Bereitstellung von Atemschutzgeräteträgern für die Brandbekämpfung innerhalb der Gebäude.. Ebenfalls zu Löscharbeiter herangezogen wurde auch die am Ausbau der Mosbacher Straße beteiligte Baufirma deren Bagger bei den Ablöscharbeiten zur Hilfe herangezogen wurde. Ebenfalls eingesetzt waren Einsatzkräfte des Feuerwehrtechnischen zentrums Immelborn, des Technischen Hilfswerkes Eisenach, der Bergwacht Ruhla und des Deutschen Roten Kreuzes. Der Eigentümer des Motorrades erlitt eine Rauchvergiftung,. Alle Bewohner der betroffenen Wohngebäude konnten durch das umsichtige Handeln einige herbeigeeilter Anwohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Eine eingschlossen Katze konnte durch Retungkräft gerettes werden. Der eingeschlossene Hund konnte nicht gerettet werden.

     

    15. Juni 2010

    Die Sanierung der Alten Schule in Schönau ist abgeschlossen.

     

    Juli 2010

    1. Juli: der neue Kreisel für den Autobahnzubringer Wutha-Farnroda (Ehemalige Autobahn A 4 - jetzt Bundesstraße B 88 wird freigegeben.

    12. Juli: nach 11wöchiger Bauzeit wurden die Ausbauarbeiten am Elisabethenhöher Weg in Kahlenberg abgeschlossen.

     

    31. August 2010

    Abschluss der Ausbauarbeiten an der Mosbacher Straße in Wutha

     

    September 2010

    23. September: Abschluss der Sanierung des Schlossturmes in Farnroda

    24. September: Offiziell übergabe der ausgebauten Mosbacher Straße in Wutha durch Landrat und Bürgermeister

    30. September: Richtfest für das Alten und Pflegeheim Wutha-Farnroda in der Ringstraße

     

    Oktober 2010

    13. Oktober: Die Kriminalpolizei Eisenach konnte fünf Brände aufklären die ein 17jähriger Jugendlicher aus Wurtha-Farnroda durch mutwillige Brandstiftung verursachte.

     

    November 2010

    12. November: Die Pflanzung einer Linde (Stegmannlinde) durch Bürgermeister Torsten Gieß und Ortsbürgermeister Volker Ortmann beschließ offiziell die Bauarbeiten bezüglich des Gehweg und Straßenbeleuchtungsausbaues der Hörseltalstraße 1. Bauabschnitt.

    24. November: Der Gemeinderat beschließt den Verkauf des Schulgebäudes in Farnroda. Da die Schule seit dem 1. August 2010 nicht mehr als solche genutzt wird erfolgt eine Rückübertragung vom Landkreis auf die Gemeinde.

     

     

     

     

     

  • Januar 2011

    8. Januar: Die Gemeinde Wutha-Farnroda bislang von Hochwasserschäden verschont - Wasserstände werden von den Feuerwehren kontrolliert

    14. Januar: Gemeinsamer Neujahrsempfang Gemeinde Wutha-Farnroda - Landkreis Wartburgkreis - Wartburgsparkasse

    20. Januar: Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat mit Datum vom das Raumordnungsverfahren (ROV) Raumordnungsverfahren "Neubau der B 19n zwischen Etterwinden und Wutha-Farnroda einschließlich B 88 Ortsumfahrung Wutha-Farnroda" eingeleitet.

    seit dem 31.Januar können die Planungsunterlagen zum Raumordnungsverfahren "Neubau der B 19n zwischen Etterwinden und Wutha-Farnroda einschließlich B 88 Ortsumfahrung Wutha-Farnroda" im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung Wutha-Farnroda während der allgemeinen Dienstzeiten eingesehen werden. Die Akten liegen bis zum 28.02.2011 zur Einsichtnahme aus.

     

    Februar 2011

    10. Februar: Ein Schwelbrand in einer Lagerhalle konnte schnell gelöscht werden. , Die Feuerwehren der Gemeinde wurden gegen 8.04 Uhr zu einem Schwelbrand in einer Lagerhalle am Rehhof in der Hellwigstraße gerufen. Der Brand von Torferde, der gerade im Entstehen war, konnte schnell gelöscht werden.

    10. Februar: Das Hörselberghaus auf dem Großen Hörselberg hat neue Pächterin: die Diako Service gGmbH

    21. Februar: Der Gemeinderat mit 12 (Bürgermeister + SPD-Fraktion gegen 7 Stimmen (CDU +  "Linke"-Fraktion) nach langen und heftigen Diskussionen in den Ausschüssen wie auch im Plenum den Haushalt 2011 für die Gemeinde Wutha-Farnroda.

     

    29. März 2011

    Der Gemeindrat beschließt mit 16 ja-, 3 Neinstimmen und einer Enthaltung keiner Variante der geplanten Umverlegung der Bundesstraße B 19n zwischen Wilhelmsthal und Eichrodt einschließlich der Orstumfahrung Wutha-Farnroda zuzustimmen

     

    April 2011

    2. April: Hörselberghaus wiedereröffnet. Die Diako Service GmbH hat die traditionelle Gaststätte "Großer Hörselberg" als neuer Pächter übernommen, so dass seit dem 2. April 2011 das renovierte Haus als Ausflugsstätte und Raum für Feierlichkeiten aller Art wieder zur Verfügung steht. Auf zwei Etagen gibt es insgesamt 70 Plätze, in den Sommermonaten kommt der Außenbereich hinzu. Neuer Wirt im Berggasthaus "Großen Hörselberg" ist Michael Kohlstock, der sich gemeinsam mit seinem Team auf die neue Herausforderung freut. Der 40jährige Thüringer, der 1989 seine Berufsausbildung zum Koch beendete, kann auf reichhaltige berufliche Erfahrung zurückblicken, sowohl national als auch international. Sein beruflicher Werdegang führte ihn unter anderem in die Schweiz und nach Namibia, in Deutschland arbeitete er als selbständiger Koch in verschiedenen Hotels und Restaurants, zuletzt als Küchenchef im Hotel-Restaurant "Bachmühle" in Fulda.

    18. April: Gefährliche Fundmunition am kleinen Hörselberg gefunden.

    Im Bereich der wurden ehemaligen Behelfsautobahn zwischen Petersberg und Kleiner Hörselberg zwei Granaten aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Es handelt sich dabei um eine Wurfgranate (Mörsergeschoss) und eine deutsche Panzer-FLAK-Granate aus dem 2. Weltkrieg. Spaziergänger fanden die etwa 15 cm lange Panzer-FLAK-Granate auf einem Feld und informierten die Polizei. Die herbeigerufenen Polizeibeamten fanden kurz darauf in unmittelbarer Nähe eine Wurfgranate, ebenfalls auf dem 2. Weltkrieg stammend. Da die von den Spaziergängern gesichtete Panzer-FLAK-Granate nicht gleich wiedergefunden wurde, wurden die Feuerwehren Wutha und Farnroda zur Suchunterstützung angefordert. Gegen 20.00 Uhr wurde auch die Panzer-FLAK-Granate von einem Polizeibeamten wiederentdeckt. Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß veranlasste die Anforderung des Kampfmittelräumdienstes Erfurt, welcher die Granaten abtransportierte im sie auf einem Sprengplatz unschädlich zu machen. Da sich später herausstellte, dass sich die Fundorte in der Gemarkung Großenlupnitz befanden, informierte Bürgermeister Torsten Gieß auch Montag auch das zuständige Ordnungsamt der benachbarten Gemeinde Hörselberg-Hainich über den Munitionsfund. Nach seiner Kenntnis wurde beim Rückbau der Behelfsautobahn vor einigen Jahren in der Gemarkung Eisenach bereits eine Panzer-FLAK-Granate gefunden.

    20.April: Schlossturm Farnroda nun auch in mini-a-thür

    20.April: Bahndammbrände an der Strecke Leipzig - Frankfurt a. M. - Zugverkehr zeitweise unterbrochen. Es kam zu zahlreichen Bahndammbränden an einer der meistbefahrenen Eisenbahnstrecken Deutschlands, Leipzig - Frankfurt a. M., zwischen Fröttstätt und Schönau a. d. H. Die Feuerwehren der Gemeinde Wutha-Farnroda (Feuerwehren Wutha, Farnroda, Schönau und Mosbach) kamen zwischen Kälberfeld und Schönau a. d. H. zum Einsatz. Auslöser der Brände war eine heiß gelaufene Zugbremse. Wiesen und Felder waren sehr trocken. Es bestand erhöhte Waldbrandgefahr.

     

    Mai 2011

    30. Mai: Partnerschaft zwischen der Regelschule Wutha-Farnroda und dem Gimnazjum Kamienica/Kreis Limanowa vereinbart

    Zwischen der Regelschule Wutha-Farnroda und dem Gimnazjum Kamienica, in Wutha-Farnrodas Partnergemeinde Kamienica/Kreis Limanowa , wurde eine Schulpartnerschaft vereinbart. Der polnische Begriff Gimnazjum lässt sich im Deutschen am ehesten mit dem Begriffen Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule umschreiben. Die Kinder in Polen werden mit dem 7. Lebensjahr in die Grundschule eingeschult, die sie bis zu 6. Schuljahr besuchen. Die Klassen 7 bis 9 besuchen sie alle gemeinsam auf dem Gimnazjum (Gesamtschule), wo sie die mittlere Reife erwerben. Nach dem Gimnazjum gehen die polnischen Schüler entweder zur Berufsausbildung oder erwerben auf dem Lyzeum ihre Hochschulreife. Die Vereinbarung zwischen den beiden Schulen wurde in Anwesenheit der Bürgermeister beider Gemeinden Torsten Gieß und Wladyslaw Sadowski sowie zahlreicher Würdenträgern aus Thüringens Partnerregion Kleinpolen durch die beiden Direktorinnen Heike Heilwagen und Iwona Augustyn in Kamienica unterzeichnet.
    Die Bedeutung der Schulpartnerschaft für die Freundschaft zwischen Polen und Deutschland sowie für die Partnerschaft Kleinpolen - Thüringen unterstrich in Vertretung des Marschalls von Kleinpolen, Zdobysław Milewski. Er machte deutlich dass der Abschluss der Schulpartnerschaft auch im Sinne des Namenspatrons des Kamienicaer Gimnazjums Kardinal Stefan Wyszynski sei. Der einstige Primas der Katholischen Kirche in Polen habe sich neben seine Kampf für die Freiheit seines Landes immer auch für die Aussöhnung mit Deutschland eingesetzt. Stefan Wyszynski war im Juni 1989 Mitglied des ersten "Runden Tisches" im ehemals kommunistisch unterdrückten Teil Europas.

    31. Mai: Eine von Klaus Stöber (Wutha-Farnroda - Bürgerinitiative "Bezahlbare Gebühren und Beiträge im TAV Eisenach-Erbstromtal" - SPD-Fraktionsvorsitzender im gemeindrat Wutha-Farnroda), Ralf Pollmeier (SPD-Kreisvorsitzender Wartburgkreis), Frank Kuschel ("Linke"-Landtagsfraktion Thüringen - Ehemaliger inoffizieler MA der Stasi) und des Stadtverband Eisenach der "Linken" (SED) vor der Sitz der Trink- und Abwaserzweckverbandes Eisenach initiierte Demonstration eskaliert. Die zur Verbandsversammlung kommenden Verbandsräte werden von den Demonstranten bedroht. Es wurd auf de Autos der ankommenden geschlagen. Nur wenige Polizisten sind präsent.

     

    Juni 2011

    17. Juni 2011: Ausbau der Schönauer Straße in Farnroda abgeschlossen. Bürgermeister Torsten Gieß für die Gemeinde und Katharina Rose für den Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal nach konnten fast zweijähriger Bauzeit die neu ausgebaute Schönauer Straße sowie die im Zuge des Ausbaues neu verlegten Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle offiziell der Öffentlichkeit übergeben.

    26. -26 Juni: Das 7. Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest. Mosbach erlebte 2 bunte Tage voller Tanz, Abwechslung und Kinderlachen.
    Das 7. Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest begann am Samstag, dem 25. Juni, um 14.00 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung "Trachten im Wandel der Zeit".

     

    August 2011

    11. August: Wasserschaden im Kindergarten Mosbach - Kindergarten muss vorübergehend umziehen. Durch einen Rohrbruch am Wochenende wurde die untere Etage des Kindergartens Mosbach ("Mosbacher Waldspatzen" ) in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden wird über die gemeindliche Versicherung reguliert und unverzüglich behoben. Damit die Schäden unverzüglich und schnell behoben werden können, wird die Betreuung der Mosbacher Kindergartenkinder ab Mittwoch, dem 17. August 2011, für sechs bis acht Wochen im Gebäude des Kindergartens "Bambino", Am Fliederweg 6 - 8 in Wutha erfolgen.

    11./12 August: Brand von Altreifen an der Silageanlage zwischen Farnroda und Schönau. In der Nacht vom 11. zum 12. August 2011 brannte es an der Silageanlage der Agrargenossenschaft zwischen Farnroda und Schönau. Unbekannte hatten die in der Anlage gelagerten Altreifen angezündet. An den 6stündigen Löscharbeiten waren neben den Feuerwehren Wutha, Farnroda, Schönau und Mosbach auch die Feuerwehren aus Ruhla und Seebach beteiligt. Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig, da das Löschwasser über eine rund 2,5 km "Lange Wegestrecke" aus einem Hydranten neben der Bahnstrecke Eisenach - Erfurt sowie aus der Hörsel in Schönau zugeleitet werden musste. Das umfangreiche Löschen mit Löschschaum hatte schließlich den gewünschten Erfolg. Gegen 5.00 Uhr morgens konnten die Feuerwehren abrücken, die an den folgenden Tagen noch mit der Nachbereitung des Einsatzes zu tun hatten.

    21. August: Wutha-Farnroda vertritt Thüringen beim Erntedankfest der Wojewodschaft Kleinpolen. Die Gemeinde Wutha-Farnroda ist Thüringens Vertreterin beim Landeserntedankfest der Wojewodschaft Kleinpolen. Neben Bürgermeister Torsten Gieß waren je zwei Vertreter des Heimatvereins Mosbach und der Schönauer Backfrauen auf Einladung des Marschalls von Kleinpolen, Marek Sowa, und Kamienicas Bürgermeister, Wladyslaw Sadowski, zugegen. Das alljährliche Landeserntedankfest Kleinpolens hat in diesem Jahr zum ersten Mal in Wutha-Farnrodas Partnergemeinde Kamienica im Kreis Limanowa stattgefunden. Das Landeserntedankfest des Freistaates Thüringen fand in diesem Jahr am 1. Oktober 2011 in Rudolstadt statt. Die Wojewodschaft Kleinpolen mit seiner Hauptstadt Krakau ist seit vielen Jahren die Partnerregion des Freistaates Thüringen. Die Republik Polen und die Bundesrepublik Deutschland feiern 2011 das 20jährige Bestehen des Friedens- und Freundschaftsvertrages zwischen beiden Länder.

     

    17. Oktober 2011

    Mosbach ist von 2013 - 2017 Förderschwerpunkt der Dorferneuerung. Am 17. Oktober 2011 übergab mir der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz auf der Domäne Groschwitz bei Rudolstadt die Urkunde über die Anerkennung des Ortsteiles Mosbach als Förderschwerpunkt der Dorferneuerung von 2013 bis 2017. Nachdem
    Farnroda 1995 - 1999
    Eichrodt 2004 - 2008
    Schönau 2009 - 2013
    Förderschwerpunkte der Dorferneuung waren bzw. sind, kommt nun auch Mosbach in den kommenden Jahren in den Genuss von Fördermitteln aus der Dorferneuerung. Ein Schwerpunkt der Dorferneuerungsmaßnahmen wird mit Sicherheit die Gestaltung der Theo-Neubauer-Straße und der Dorfmitte sein. Hierzu bedarf es der intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Trink- und Abwasserverband als Träger der Wasserver- und Abwasserentsorgung, den Netzbetreibern der Energieversorgung und der Telekommunikation, dem Wartburgkreis als Straßenbaulastträger für die Fahrbahn und der Gemeinde als Baulastträgerin für Gehweg und Straßenbeleuchtung sowie als Unterhaltungspflichtige für den Mosbach. Die Dorferneuerung kann natürlich nur unter Mitwirkung der Bürger und Einwohner erfolgreich sein. Hierzu lade ich die Mosbacher herzlich ein.

     

    8. November 2011

    Landesweiter Aktionstag – Die Thüringer Rathäuser sind geschlossen. Im Thüringer Landtag über die Finanzausstattung der Kommunen für das Jahr 2012 beraten. Nach dem damaligen Entwurf war vorgesehen, die Zuweisungen an die thüringischen Kommunen um ca. 200 Mio. Euro zu reduzieren. Die Landesregierung erwartet von den Gemeinden, dass sie höhere Kommunalabgaben erheben. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hatten daher auf ihrer Mitgliederversammlung des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes am 12. Oktober 2011 beschlossen, im Rahmen eines Aktionstages am 8. November 2011 landesweit gemeindliche Einrichtungen zu schließen.

     

    16. Dezember 2011

    Karl Rennert aus Farnroda feiert seinen 103. Geburtstag

  • Januar 2012

    1. Januar: Gleich zwei Feuerwehreinsätze für die Feuerwehren Wutha und Schönau a. d. H.: Gegen 2.20 Uhr lässt die Bundespolizei die Feuerwehren alarmieren wie vermutet wird das jemand auf der Bahnstrecke zwischen Kälberfeld und Wutha überfahren wurde. Dies stellt sich glücklicherweise als Fehlalarm heraus. Während der Anfahrt kommt die Feuerwehr Wutha zu einem Verkehrsunfall am Rehhof hinzu und wird dort von der Thüringer Landespolizei gebeten, gemeinsam mit ihr nach dem vermissten Fahrer zu suchen.

    2. Januar: Die Feuerwehren Wutha und Farnroda werden zur Bekämpfung und anschließender Brandwache bei einem Wohnhausbrand in Ruhla hinzugezogen.

    15. Januar abends: Bei minus 17 Grad Celsius rücken die Feuerwehren Wutha und Farnroda zu einem Kellerbrand am Rotberg aus. 10 evakuierte Personen muss der Bürgermeister in den Gemeinderäumen im der Ringstraße 20 unterbringen. Die Evakuierten werden vom Einsatzzug des Deutschen Roten Kreuzes Eisenach betreut.

    17. Januar: Die Wutha Feuerwehr rettet in Eichrodt im Kirchtal einen blinden Hunde aus dem Abwasserkanal.

    22. Januar 2.00 Uhr früh: Auf dem Heidekopf brennt ein Bungalow. Alle Wehren der Gemeinde sind im Einsatz.

     

    Februar 2012

    Die Farnroda Feuerwehr veranstaltet bei minus 20 Grad Celsius spontan eine Eisparty auf dem Schlossteich

    7. Februar, 12.31 Uhr: Brennende Mülltonne unter einem Carport im Mosbacher Oberdorf. Die Feuerwehren Mosbach und Wutha werden alarmiert. Das Übergreifen des Feuers auf Gebäude kann durch Anwohner und Feuerwehr verhindert werden. Der Brand war durch befüllen der Tonne mit heißer Asche verursacht worden.

    14. Februar: Die neuen Konzessionsverträge bezüglich der Strom- und Gasversorgung in Wutha-Farnroda werden unterzeichnet.

    24. Februar: Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Mosbach: Jochen Morgenweck löst Wolfgang Gebhardt als langjährigen Feuerwehrvereinsvorsitzenden ab.

     

    März 2012

    Wegen der Platzumgestaltung ist der Bahnübergang Schönau zwischen dem 5. März und dem 27. April gesperrt.

    15. März: Die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert besucht Wutha-Farnroda

    25. März: Bei den Thüringer Boxmeisterschaften wird bei den Männern im Weltergewicht (bis 69 kg) Ahmed Maghames aus Wutha-Farnroda internationaler Thüringenmeister. Bei der Jugend im Mittelgewicht wird Wadim Bitjakow und bei den Kadetten im Federgewicht Eugen (Shenia) Bitjakow Thüringenmeister

     

     April 2012

    Gründonnerstag: Auf dem Farnrodaer Dorfanger wird die neue Dorflinde gepflanzt.

    14. April: der Boxclub Wutha-Farnroda e. V. erreicht bei den Mitteldeutschen Jugend- und Kadettenmeisterschaften in Ronneburg in der Mannschaftswertung den 1. Platz. Bei der Jugend im Mittelgewicht wir Wadim Bitjakow (17 Jahre) Mitteldeutscher Meister bei den Kadetten im Fliegengewicht wird sein Bruder Eugen (Shenia) Bitjakow 13 Jahre Erster.

    22. April: Landratswahlen: Bei den Wahlen zum Landrat des Wartburgkreises erhält im 1 Wahlgang Reinhard Krebs (CDU) 45,6 %, Christian Gesang (SPD) 28,8 %, Sascha Bilay (Linke) 22,8 % und Paul Gellner (FDP) 2,8 % der Stimmen

     

    Mai 2012

    Der neue Dorfplatz in Schönau a. d. H. ist fertiggestellt.

    16. Mai: Der Straßenausbau in der Rehbergsiedlung ist abgeschlossen

    20. Mai: Der in Schönau geborene berühmte Tropetenvirtuose Richard Stegmann ist Thema der Wechselausstellung im Hörselbergmuseum

    31. Mai: Die Dorferneuerung Mosbach 2013 – 2017 ist Gegenstand der Einwohnerversammlung

    Pünktlich zum Beginn der Badesaison wurde der neue Spielplatz im Waldschwimmbad Mosbach fertiggestellt

     

    6. – 8. Juli 2012

    Festwochenende 90 Jahre Fußball in Wutha und Farnroda

     

    11. August 2012, 0.43 Uhr

    Das inzwischen leer stehende Karl-Hermann-Haus in Wutha brennt

     

    12. -14 September 2012

    Die Gemeindeverwaltung verlässt das bisherige Rathaus und nutzt nur noch das jetzige Verwaltungsgebäude für die Verwaltung

    Oktober 2012

    Die Zuwegung zur Farnroda Kirche und zum Friedhof ist nun gepflastert.