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26. Oktober 1813 - Gefecht am Höselberge

09. November 2017 von Torsten Gieß

Am Sonnabend dem 28. Oktober 2017 fand am Befreiungsdenkmal auf dem Trenkelberg das seit 2013 jährliche Gedenken an das Gefecht am Hörselberge statt. Es wurde bei äußerst stürmischem Wetter durch Kanonenböller eingeleitet, die unter der Leitung von Axel Wohlfahrt aus Kittelsthal abgegeben wurden. Unter den Gästen war in diesem Jahr auch eine Abordnung des Vereins Historische Uniformen des Deutschen Kaiserereichs 1871-1918 (6. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 96) aus Gotha. der Bürgermeiter von Wutha-Fanrorda, Tosten Gieß hielt eine kurze Gedenkansprache.

Zum Historischen Ereignis:

General Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg sollte am 26.10.1813 von Großenlupnitz aus als Kommandeur des 1. Corps der Schlesischen Armee  das Gefecht am Hörselberg führen.

Die Division des General Hünerbein ist mit der Ausführung des Angriffes auf Eichrodt beauftragt. Das Gefecht beginnt am 26. Oktober nachmittags um 4 Uhr Ortszeit und geht geht bis in die Nacht. Am 27. Oktober 1813 gegen 2 Uhr morgens ( nach heutiger Zeimessung 2.20 Mitteleuropäische Zeit; 3.20 Mitteleuropäischer Sommerzeit) verlassen die Franzosen Eichrodt und die anderen Dörfer, nicht ohne zu brandschatzen oder die Bewohner der Dörfer zu Spanndiensten bei ihrem Rückzug zu zwingen. Die Preußen „säubern“ die Dörfer von den zurückgebliebenen Franzosen und nehmen zahlreiche Gefangene.

Die Division des Generals von Horn, die ebenfalls zum 1. Korp der schlesischen Armee gehört verbleibt während des Gefechtes bei Großenlupnitz. Unter den Kämpfern der Division des Generals von Horn befanden sich auch die Reste des 1. Thüringischen Bataillons unter Major von Linker. Auch er und sein Bataillon, welches sich am 14. April 1813 in Ruhla, Schmerbach und Winterstein von 15 preußischen Husaren gefangen nehmen ließ, und am 20. April in Altenburg entgegen der herzoglichen Befehle in preußische Dienst trat, hat zum Erfolg der Befreiungskriege beigetragen.