Drei Orte bilden seit alters her kulturell eine Einheit.

Im Jahre 1247 wird Schönau erstmals erwähnt im Zusammenhang mit einem Burgbau im Nachbarort Kahlenberg. Burbach wird 1349 und Deubach 1350 erstmals erwähnt. Die drei Dörfer Kahlenberg, Schönau und Deubach sowie der Weiler Burbach standen bis 1799 bzw. bis 1838 unter der Herrschaft von drei Grundherren: der Herren von Uetterodt, der Herren von Wangenheim und der Reichs- und Burggrafen von Kirchberg, letztere als Herren von Farnroda.

 Aufgrund der ernestinisch-wettinischen Teilungen 1596 bzw. 1640 waren sie bis 1920 quasi Grenzdörfer verschiedener mehr oder weniger souveräner thüringischer Kleinstaaten. Während das zur Herrschaft Farnroda gehörende Burbach zwischen 1640 und 1920 zum Herzogtum Sachsen-Eisenach danach zum Herzogtum, ab 1815 Großherzogtum und seit 1918 Freistaat Sachsen-Weimar-Eisenach gehörte, gehörten die wangenheimschen bzw. uetterrodtschen Dörfer Schönau, Kahlenberg und Deubach zwischen 1640 und 1920 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, Sachsen Gotha-Altenburg, seit 1826 Sachsen-Coburg-Gotha, 1918 - 20 Freistaat Gotha.

Das Herzogtum Gotha war das erste Staatswesen in Deutschland, das eine allgemeine Schulpflicht einführte. Die Eröffnung einer Volksschule in Schönau a.d.H. 1658 dürfte damit zu den ersten Volksschulgründungen in Deutschland und Europa gehören.

Nach dem 1. Weltkrieg rückte die Region wiederum in den Fokus der deutschen Geschichte. Im Freistaat Gotha kam es während und nach dem Kappputsch im März 1920 zu bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen. Im März 1920 zwangen bewaffnete Arbeiter aus Thal und Ruhla die Bauern in den umliegenden gothaischen Dörfern, also auch in Schönau, Deubach und Kahlenberg zur Abgabe ihrer Waffen. In der Folge wurden von einem aus Marburger Studenten bestehenden Freikorps in Thal 23 Arbeiter willkürlich gefangen genommen und bei Mechterstädt ermordet.

1922 kam das bis dahin zur Gemeinde Eichrodt gehörende Burbach zu Kahlenberg. Sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg hatten die Dörfer der Region wie anderswo in Deutschland viele gefallene Soldaten zu beklagen. Wie anderswo in Deutschland auch mussten nach dem 2. Weltkrieg die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen, die nun ca. 25 % der Bevölkerung stellten, untergebracht werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden mindestens 5 Bürger aus Kahlenberg, Schönau und Deubach Opfer der politischen Willkür der sowjetischen Besatzungsmacht. Sie starben im sowjetisch geführten Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar oder in Lagern in den Weiten Russlands.

1950 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Deubach nach Schönau a. d. Hörsel eingemeindet. Ab 1961 wurde auch in Schönau, Deubach und Kahlenberg die Landwirtschaft kollektiviert. Die Orte sind bis heute auch landwirtschaftlich geprägt. Neben der Agrargenossenschaft gibt es seit den 1990er Jahren wieder einzelne landwirtschaftliche Einzelunternehmen, die im Haupt- oder Nebenerwerb Landwirtschaft betreiben. Seit 1998 betreibt die Gemeinde Wutha-Farnroda in der Scheune des Pfarrhauses das Hörselbergmuseum, in dem man sich über die Geschichte, über die Mythen- und Sagenwelt, das Bachhandwerk sowie die Geologie und die einzigartige Flora und Fauna der Region informieren kann.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Hörselberge mit Zapfengrund, Jesusbrünnlein, Venus- und Tannhäuserhöhle
  • Wassermühle mit Sägewerk in Schönau
  • Dorfensemble Schönau mit Dorfkirche, Pfarrhaus, Alte Schule, Scheune (heute Hörselbergmuseum) und funktionstüchtigem Backhaus
  • Waldhufendorf Deubach mit Peterskirche

Bedeutende Persönlichkeiten

1686 wird in Schönau der bedeutende Kirchenmusiker und Gothaer Stadtkantor Baltasar Schott geboren.

Am 26. März 1773 wird Carl Friedrich Mosengeil, der Erfinder und Wegbereiter der deutschen Kurzschrift (Stenographie) in Schönau geboren.

Richard Stegmann (* 1889 in Schönau, † 1982 in Würzburg), Kornett- und Trompetenvirtuose